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Führungsaufsicht

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Führungsaufsicht

Im deutschen Strafrecht wird nach § 61 StGB eine Maßregel, welche der Besserung und Sicherung dient, als Führungsaufsicht bezeichnet.

Bei bestimmten Straftaten kann das Gericht gem. § 68 StGB zusätzlich zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten die Führungsaufsicht nach § 68a StGB anordnen, wenn die Gefahr besteht, dass der Täter weitere Straftaten begehen würde.
Dazu heißt es in § 68a StGB:[1]

In mehreren Staaten werden Bewährungsauflagen mittels elektronischer Fußfessel als Teil der Führungsaufsicht erprobt oder bereits durchgeführt.

 

Im Unterschied zur Straf(rest)aussetzung auf Bewährung (§§ 56 ff StGB [2]) wird bei der Führungsaufsicht mehr Wert auf die Überwachung des Verurteilten gelegt. So gibt es neben dem Bewährungshelfer auch noch eine Aufsichtsstelle zur Überwachung des "Verhalten der verurteilten Person und die Erfüllung der Weisungen"[3]

I. Verweise

  • § 68 StGB (Deutschland): Gesetzestext mit Rechtsprechung via dejure.org
  • § 68a StGB bei Juris

 

II. Gesetzesquellen

  1. StGB: § 68a StGB
  2. StGB: §§ 55 ff StGB
  3. StGB: § 68a StGB



 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

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Entscheidungen zum Begriff Führungsaufsicht

  • KG, 20.06.2011, 2 Ws 159/11
    1. Die Strafvollstreckungskammer muss nicht in jedem Falle eine individuelle Ermessensentscheidung über eine Festlegung der (Höchst)-dauer der Führungsaufsicht zwischen zwei und fünf Jahren treffen und begründen. Die Entscheidungsfindung verläuft in drei logisch aufeinander abgestimmten Stufen: Zunächst ist darüber zu befinden, ob die...
  • OLG-MUENCHEN, 02.05.2012, 1 Ws 278/12
    Voraussetzung für das Eintreten der Führungsaufsicht gemäß § 67 d Abs. 2 Satz 2 StGB ist nicht eine Wohnsitznahme des Verurteilten im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach Aussetzung der Maßregel zur Bewährung. Folglich ist ein Wohnsitz in Deutschland auch nicht Voraussetzung für die Erteilung von Weisungen im Rahmen der von...
  • OLG-HAMM, 21.09.2010, III-3 Ws 411/10
    1. Maßgeblicher Zeitpunkt für den Eintritt der Führungsaufsicht ist auch im Fall der Anschlussvollstreckung die tatsächliche Entlassung des Verurteilten in die Freiheit. 2. § 68 e Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StGB ist auch auf gleichzeitig eintretende (befristete) Führungsaufsichten anzuwenden. 3. Als "neue" Führungsaufsicht bleibt...
  • OLG-KOELN, 13.04.2012, 2 Ws 197/12
    1. Auf die Vollstreckung eines gem. den §§ 48 ff IRG für vollstreckbar erklärten ausländischen Urteils finden die allgemeinen Bestimmungen der §§ 57 ff, 67 ff StGB Anwendung. 2. Das Entfallen der Führungsaufsicht nach vollständiger Strafverbüßung hat Ausnahmecharakter. Die hierfür nach § 68 f Abs. 2 StGB zu treffende Prognose geht...
  • OLG-BREMEN, 24.08.2011, Ws 105/11
    1. Der in dem Vordruck eines Protokolls über die Belehrung nach § 268a Abs. 3 StPO vorformulierte Verzicht auf ein Rechtsmittel gegen einen Beschluss, mit dem das Gericht Führungsaufsicht anordnet und zugleich die Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung ablehnt, ist unwirksam, wenn aus dem Text und der Gestaltung des Formulars, das...

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