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Euro

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Erklärung zum Begriff Euro

Euro

Land: Europäische Union
Unterteilung: 100 Cent
ISO-4217-Code: EUR
Abkürzung:
Wechselkurs:
(19. Juli 2007)
1 EUR = 1,3820 USD

Unter dem Euro (€) versteht man die Geldwährung der Europäischen Währungsunion, welche neben dem US-Dollar mit den höchsten Stellenrank im Weltwährungssystem inne hat (Stand 2013).

Er wird von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main kontrolliert und wurde als gemeinsame offizielle Währung in 18 europäischen Staaten in Umlauf gebracht. 13 dieser Staaten gehören der EU an. Weitere 18 Staaten besitzen einen festen Umrechnungskurs zum Euro. Darüber hinaus haben der Kosovo sowie verschiedene französische Überseegebiete den Euro eingeführt oder ihre Währung an den Euro gekoppelt.

Der Euro wurde im Jahr 1999 zunächst nur als Buchgeld eingeführt. Am 1. Januar 2002 wurde erstmals Euro-Bargeld in Umlauf gebracht. Damit löste der Euro die früher verwendeten nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab. Ein Euro ist in 100 Cent unterteilt. Sein bisheriges Rekordhoch gegenüber dem US-Dollar erreichte der EZB-Referenzkurs des Euro am 19. Juli 2007 mit 1,3820 US-Dollar, sein Rekordtief mit 0,8252 US-Dollar am 26. Oktober 2000.[1]

Der Euro gehört wie alle heutigen Währungen zum Währungstyp Fiat money.

Inhaltsübersicht

I. Historie des Euro

Das politische Projekt Euro

Der Ursprung des Euro als einheitliche Währung der EU ist in den Ursprüngen der Europäischen Union sowie in der globalen Wirtschaftsgeschichte zu suchen. Einerseits war die realwirtschaftliche Integration mit der Zollunion 1968 schon weit fortgeschritten, andererseits hatte der Zusammenbruch des Wechselkurssystems von Bretton Woods zu stark schwankenden Wechselkursen geführt, die nach Ansicht der Politik den Handel behinderten.

1970 wurde erstmals die Idee einer europäischen Währungsunion konkretisiert. Im sogenannten Werner-Plan erarbeitete der luxemburgische Premierminister Pierre Werner mit Experten eine Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) mit einer einheitlichen Währung. Das Vorhaben, dessen Ziel es war, die WWU bis 1980 zu realisieren, scheiterte unter anderem wegen des Zusammenbruchs des Bretton-Woods-Systems.

Stattdessen wurde 1972 der Europäische Wechselkursverbund gegründet und 1979 das Europäische Währungssystem (EWS). Das EWS sollte allzu starke Schwankungen der nationalen Währungen verhindern; zu diesem Zweck wurde die ECU (European Currency Unit) geschaffen – eine Verrechnungseinheit, die man als Vorläufer des Euro bezeichnen kann. Banknoten in ECU gab es allerdings nicht, Münzen wurden auch nur als symbolische Sonderedition ausgegeben. Allerdings wurden von einigen Mitgliedstaaten der EG Anleihen und Obligationen in ECU ausgegeben, die auch an den Börsen gehandelt wurden. Im Jahr 1988 erarbeitete der Ausschuss zur Prüfung der Wirtschafts- und Währungsunion unter Leitung des Vorsitzenden der Europäischen Kommission, Jacques Delors, den sogenannten Delors-Bericht. Der Delors-Bericht sah in drei Schritten die Schaffung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion vor.

Langsame Etablierung des Euro

Vorgeschichte

Die erste Stufe der Währungsunion begann am 1. Juli 1990 mit der Herstellung des freien Kapitalverkehrs zwischen den EU-Staaten. Am 1. Januar 1994 begann die zweite Stufe: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) als Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde gegründet und die Haushaltslage der Mitgliedstaaten überprüft. Außerdem legte am 16. Dezember 1995 der Europäische Rat in Madrid den Namen der neuen Währung fest: „Euro“.

Namensfindung

Vor diesem Datum waren auch andere Namen im Gespräch. Wichtige Kandidaten waren dabei europäischer Franken, der wegen seiner spanischen Übersetzung (Franco) nicht ausgewählt werden konnte, europäische Krone und europäischer Gulden. Durch die Verwendung eines bereits bekannten Währungsnamens sollte dabei Kontinuität signalisiert werden und das Vertrauen der Bevölkerung in die neue Währung gefestigt werden. Darüber hinaus hätten einige Teilnehmerländer den bisherigen Namen ihrer Währung beibehalten können. Einige liebäugelten auch mit „ECU“, dem Namen der alten EU-Verrechnungswährung. Allerdings scheiterten alle diese Vorschläge an den Vorbehalten einzelner Staaten, insbesondere Großbritanniens. Als Reaktion schlug die deutsche Delegation um Finanzminister Theodor Waigel den Namen „Euro“ vor.

Die symbolische Wertangabe Euro auf einer Medaille ist erstmals für eine Ausgabe aus dem Jahr 1965 nachweisbar. Eine weitere private Prägung mit dieser Nominalbezeichnung ist 1971 in den Niederlanden hergestellt worden. Dabei wird der erste Buchstabe der Bezeichnung Euro als ein C mit eingefügtem kurzem leicht geschlängelten Strich geschrieben. Der erste Buchstabe der Umschrift „EUROPA FILIORUM NOSTRORUM DOMUS“ (Europa [ist] das Haus unserer Kinder) wird ebenso geschrieben.

EU-Konvergenzkriterien / Stabilitäts- und Wachstumspakt

Im Maastricht-Vertrag von 1992 einigten sich die EG-Mitgliedstaaten auf so genannte Konvergenzkriterien, die Staaten erfüllen müssen, die der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion beitreten und den Euro einführen wollen. Auf Initiative des damaligen deutschen Finanzministers Theo Waigel wurden zwei dieser Kriterien auf dem EG-Gipfel 1996 in Dublin auch über den Euro-Eintritt hinaus festgeschrieben. Dieser Stabilitäts- und Wachstumspakt fordert von den Euroländern in wirtschaftlich normalen Zeiten einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt, damit in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten Spielraum besteht, durch eine Erhöhung der Staatsausgaben die Wirtschaft zu stabilisieren (Neuverschuldung maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts).

Im November 2004 wurde bekannt, dass Griechenland die Konvergenzkriterien zu keinem Zeitpunkt erfüllt hatte. Stattdessen hatte es das tatsächliche Haushaltsdefizit verschleiert, indem gefälschte Daten an die EU-Kommission gemeldet worden waren. Die dadurch eigentlich irreguläre Teilnahme am Euro hatte allerdings keine rechtlichen Konsequenzen, da ein derartiger Fall in den Verträgen nicht berücksichtigt worden war.

Auch die Kriterien des SWP wurden vo mehrere Euroländern verletzt (darunter mehrfach Deutschland und Frankreich).

Euro als Buchgeld

Am 31. Dezember 1998 wurden die Wechselkurse vom damaligen Ratsvorsitzenden der EU-Finanzminister Rudolf Edlinger (Österreich) zwischen dem Euro und den einzelnen Währungen der Mitgliedstaaten unwiderruflich festgelegt, und der Euro wurde somit am 1. Januar 1999 gesetzliche Buchungswährung. Er ersetzte die ECU in einem Umrechnungsverhältnis von 1:1. Einen Tag später, am 2. Januar, notierten bereits die europäischen Börsen in Mailand, Paris und Frankfurt am Main sämtliche Wertpapiere in Euro. Eine weitere Änderung im zeitlichen Zusammenhang mit der Euroeinführung war der Wechsel in der Methode der Preisdarstellung für Devisen. In Deutschland war bis zum Stichtag die Preisnotierung (1 USD = x DEM) die übliche Darstellungsform. Seit 1. Januar 1999 wird der Wert von Devisen in allen Teilnehmerländern in Form der Mengennotierung dargestellt (1 EUR = x USD). Ferner konnten seit dem 1. Januar 1999 Überweisungen und Lastschriften in Euro ausgestellt werden (in Griechenland seit dem 1. Januar 2001). Konten und Sparbücher durften alternativ auf Euro oder die alte Landeswährung lauten, Wertpapiere wurden nur noch in Euro gehandelt.

Übergang zum Euro

Übergang zum Euro in Deutschland

In Deutschland wurde der Euro im Rahmen des sogenannten Frontloading-Verfahrens ab September 2001 an Banken und Handel verteilt. Der Handel sollte durch die Ausgabe von Euro und Annahme von DM in den Umtauschprozess einbezogen werden. Die Ausgabe an die Endverbraucher begann am 1. Januar 2002. Zuvor, ab dem 17. Dezember 2001, konnte in deutschen Banken und Sparkassen bereits eine erste Euro-Münzmischung, auch „Starterkit“ genannt, erstanden werden. Diese Starterkits beinhalteten 20 Münzen im Wert von 10,23 Euro und wurden für 20 D-Mark ausgegeben. In Österreich enthielten die Starterkits 33 Münzen im Gesamtwert von 14,54 Euro und wurden für 200 Schilling ausgegeben.

In Deutschland ist bei den Filialen der Deutschen Bundesbank (ehemals Landeszentralbanken) der Austausch der D-Mark für Euro möglich. Teils im Rahmen von Sonderaktionen, teils fortlaufend nehmen manche deutschen Kaufhäuser, Discount-Ketten und Einzelhändler nach wie vor die Deutsche Mark als Zahlungsmittel an.

Trotz der einfachen und kostenlosen Umtauschmechanismen waren im Mai 2005 noch D-Mark-Münzen im Wert von 3,72 Milliarden Euro (fast 46 Prozent des Münzbestandes vom Dezember 2000) im Umlauf. Der Wert der noch nicht in Euro umgetauschten Banknoten beläuft sich auf 3,94 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich nach Ansicht der Deutschen Bundesbank jedoch größtenteils um verlorengegangenes oder zerstörtes Geld.

Der Euro ist somit die fünfte Währung in der deutschen Währungsgeschichte seit der Reichsgründung 1871. Vorgänger waren Goldmark, Rentenmark (später Reichsmark), Deutsche Mark sowie die Mark der DDR (vorher Deutsche Mark bzw. Mark der Deutschen Notenbank).

Übergang zum Euro in anderen Ländern

Während einer gewissen Übergangszeit, welche in jedem Land individuell entweder bis Ende Februar 2002 oder bis Ende Juni 2002 andauerte, existierten in jedem teilnehmenden Land Zahlungsmittel in Euro und der alten Landeswährung parallel. Mittlerweile sind die ehemaligen Landeswährungen keine gültigen Zahlungsmittel mehr. Die meisten Währungen können jedoch noch bei den jeweiligen nationalen Zentralbanken gegen Euro eingetauscht werden.

In den dreizehn Euroländern ist der Umgang mit den früheren Währungen unterschiedlich geregelt. In Deutschland besteht ein gesetzlicher, unbefristeter Anspruch auf gebührenfreien Geldumtausch von D-Mark-Scheinen und -Münzen in Euro, in einigen anderen Ländern ist ein Umtausch nur befristet möglich. Portugiesische Escudo-Münzen sowie französische, belgische, luxemburgische Francs-Münzen und niederländische Gulden-Münzen sind nicht mehr umtauschbar. [2]

In Frankreich und Spanien werden nach wie vor die Preise ergänzend in Francs bzw. Pesetas ausgezeichnet, häufig dabei sogar in größerer Schrift.

Akzeptanz in der Deutschland

In Deutschland hat ein Forschungsteam der Fachhochschule Ingolstadt zweieinhalb Jahre nach Einführung des Euro eine Studie zur Akzeptanz des Euro in der deutschen Bevölkerung vorgelegt.[3] Ihr Resultat besagt, dass fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung mittlerweile dem Euro positiv gegenüberstehen. Viele der Befragten trauerten jedoch um die D-Mark. Beim Umrechnen von D-Mark in Euro ergab die Befragung, dass die Befragten bei höheren Beträgen häufig nachrechneten. Bei allen Preisen rechnen lediglich 48 Prozent der Befragten um, bei Preisen über 100 Euro jedoch noch 74 Prozent. Der Grund hierfür ist der einfache Umrechnungsfaktor (recht genau 1:2, exakt 1,95583).

Zudem verbindet die Bevölkerung mit der Einführung des Euro aber auch eine allgemeine Preisanhebung bei unterschiedlichen Produkten, da Teile des Einzelhandels die Einführung des Euro in diesem Sinne nutzten.

In manchen europäischen Ländern (z. B. Frankreich) waren Preiserhöhungen im Zeitraum der Euro-Einführung gesetzlich untersagt worden, in Deutschland hatte man auf eine Selbstverpflichtung des Handels gesetzt.

Im Verbraucherpreisindex (VPI) war die Preiserhöhung aufgrund des „Warenkorb“-Berechnungsverfahrens (Berechnung nach anteiligen Ausgaben der privaten Haushalte in den verschiedenen Güterkategorien) nicht so deutlich, da die Preiserhöhung nicht in allen Warenkategorien zu Buche schlug.

Bei Auslandsreisen und Urlaubsaufenthalten in seinem Geltungsbereich gewinnt der Euro deutlich an Sympathie. Auch der bessere Preisvergleich innerhalb Europas wird positiv vermerkt. Laut der oben genannten Studie begrüßen viele der Befragten auch, dass durch die gemeinsame EU-Währung ein Gegenpol zu US-Dollar und Yen geschaffen wurde.

Laut Flash Eurobarometer 2006[4] war eine relative Mehrheit von 46% der deutschen Bevölkerung der Meinung, Der Euro ist gut für uns, er stärkt uns für die Zukunft, während 44% der Meinung waren, der Euro schwächt das Land eher. 2002 waren die Eurobefürworter (39%) noch in der Minderheit gegenüber den Euroskeptikern (52%).[5]

Österreich

In Österreich wird der Euro mittlerweile vom Großteil der Bevölkerung akzeptiert, nur noch wenige trauern dem Schilling nach. Bei einer kürzlich veröffentlichten Umfrage gaben nur noch 25 % der Befragten an, dass sie sich den Schilling zurückwünschen und immer noch in Schilling rechnen.

Laut Flash Eurobarometer sind die Österreicher dem Euro gegenüber positiver eingestellt als die Deutschen. 2006 waren 62 % der österreichischen Bevölkerung der Meinung: „Der Euro ist gut für uns, er stärkt uns für die Zukunft“, während 24 % der Meinung waren, der Euro schwäche das Land eher. In Österreich waren bereits 2002 die Eurobefürworter (52 %) in der Mehrheit gegenüber den Euroskeptikern (25 %).[5]

II. EZB (Europäische Zentralbank)

Um auch in der Zukunft eine sichere Preisstabilität gewährleisten zu können, wurde die Europäische Zentralbank (EZB) gegründet, welche am 1. Juni 1998 ihre Arbeit aufnahm. Die Verantwortung ging jedoch erst mit dem Start der Europäischen Währungsunion (EWU) am 1. Januar 1999 von den Nationalen Zentralbanken (NZB) auf die EZB über. Neben der in Artikel 105 des EG-Vertrags festgelegten Sicherung der Preisstabilität, hat die EZB auch noch die Aufgabe, die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten zu unterstützen. Weitere Aufgaben der EZB sind die Festlegung und Durchführung der Geldpolitik, die Verwaltung der offiziellen Währungsreserven der Mitgliedsstaaten, die Durchführung von Devisengeschäften, die Versorgung der Volkswirtschaft mit Geld und die Förderung eines reibungslosen Zahlungsverkehrs. Um die Unabhängigkeit der EZB zu wahren, darf weder sie, noch eine der NZB Anweisungen einer der Regierungen der Mitgliedsstaaten erhalten oder einholen. Diese juristische Unabhängigkeit ist notwendig, da die EZB das ausschließliche Recht der Banknotenausgabe inne hat und somit Einfluss auf die Geldmenge des Euro hat. Dies ist notwendig, um nicht der Versuchung zu erliegen, eventuelle Haushaltslöcher mit einer erhöhten Geldmenge auszugleichen. Dadurch würde das Vertrauen in den Euro schwinden und die Währung würde instabil werden. [6]

Die Europäische Zentralbank bildet zusammen mit den nationalen Zentralbanken, wie der Deutschen Bundesbank, das Europäische System der Zentralbanken und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Das Beschlussorgan ist der EZB-Rat, der aus dem Direktorium der EZB und den Präsidenten der Nationalen Zentralbanken gebildet wird. Das Direktorium besteht wiederum aus dem Präsidenten der EZB, dessen Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern, die allesamt regelmäßig für eine Amtszeit von acht Jahren von den Mitgliedern der EWU gewählt und ernannt werden, eine Wiederwahl ist ausgeschlossen. [7]

III. Die Euroländer

Der Euro ist offizielles Zahlungsmittel in dreizehn der 27 EU-Staaten. Am 1. Januar 2008 werden auch Malta und Zypern den Euro als Währung einführen. Nach der Zustimmung der EU-Kommission und des Europäischen Rats haben die EU-Finanzminister am 10. Juli 2007 das Beitrittsdatum endgültig bestätigt und die Wechselkurse fixiert.[8]

Darüber hinaus haben sechs weitere Staaten bzw. Teile von Staaten den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt, ohne der EWWU anzugehören. Neben Ländern, in denen der Euro als Zahlungsmittel fungiert, hat sich eine Reihe von Ländern über Wechselkurssysteme an den Euro gekoppelt. So nehmen beispielsweise am europäischen Wechselkursmechanismus II weitere sieben EU-Staaten teil, und in den Ländern der afrikanischen CFA-Franc-Zone haben sich 14 Länder an den Euro gebunden. Insgesamt nutzen 36 Staaten und vier Teile von Staaten (Französisch-Polynesien, Neukaledonien, Wallis und Futuna und Kosovo) den Euro oder eine vom Euro abhängige Währung.

Außereuropäische Territorien mit dem Euro als Zahlungsmittel sind die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Französisch Guyana, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Martinique, Mayotte, Réunion, Saint-Barthélemy, Saint-Martin und Saint-Pierre und Miquelon.[9]

Der Euro innerhalb der EWWU

Land Einführung
als
Buchgeld Einführung
als
Bargeld Form der Teilnahme

Andorra 1999 2002 unilaterale Übernahme des Euro
Belgien 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Deutschland 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Finnland 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Frankreich 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Griechenland 2001 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Republik Irland 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Italien 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Luxemburg 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Malta 2008 2008 Einführung im Rahmen der EWWU
Kosovo   2002 unilaterale Übernahme des Euro
Monaco 1999 2002 Übernahme durch Währungsunion
Montenegro   2002 unilaterale Übernahme des Euro
Niederlande 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Österreich 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Portugal 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
San Marino 1999 2002 Übernahme durch Währungsunion
Slowenien 2007 2007 Einführung im Rahmen der EWWU
Spanien 1999 2002 Einführung im Rahmen der EWWU
Vatikanstadt 1999 2002 Übernahme durch Währungsunion
Zypern (incl. Nordteil) ab 2008 ab 2008 Einführung im Rahmen der EWWU

Die dritte Stufe der WWU trat mit der Sitzung des Europäischen Rates vom 1. bis 3. Mai 1998 in Kraft, auf der nach gemäß den Konvergenzkriterien die ersten elf Teilnehmerstaaten der dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion festgelegt wurden.

Am 19. Juni 2000 kam der Europäische Rat zur „Auffassung, dass Griechenland einen hohen Grad an nachhaltiger Konvergenz erreicht habe und daher die notwendigen Voraussetzungen für die Einführung des Euro“ erfülle. Nach Zustimmung des Ecofin-Rats führte Griechenland zum 1. Januar 2001 den Euro ein.

Am 8. März 2006 hatte Slowenien als erster der neu beigetretenen Staaten einen offiziellen Antrag zur Einführung des Euro zum 1. Januar 2007 gestellt. Am 16. Mai 2006 empfahl die Europäische Kommission, Slowenien in die Eurozone aufzunehmen. Am 11. Juli 2006 genehmigte der Ecofin-Rat letztendlich die Euro-Einführung zum 1. Januar 2007 und legte dabei den Wechselkurs auf 239,640 Tolar für einen Euro fest.

Am 10. Juli 2007 billigten die EU-Finanzminster den Beitritt von Zypern und Malta zum Euroraum. Damit wird zum 1. Januar 2008 die Zahl der Euro-Teilnehmerländer auf 15 steigen.

Der Euro außerhalb der EWWU

Einige Staaten waren bereits eine Währungsunion mit anderen Teilnehmern der Eurozone eingegangen und führten demzufolge ebenfalls den Euro als gesetzliche Währung ein. So bestanden Währungsunionen

  • zwischen Frankreich und den Fürstentümern Andorra und Monaco
  • zwischen Italien, San Marino und der Vatikanstadt
  • zwischen Spanien und Andorra

Während Monaco, San Marino und die Vatikanstadt inzwischen Abkommen mit der EU abgeschlossen haben, die sie zur Emission von Euromünzen berechtigen, existiert zwischen Andorra und der Union bisher kein solches Abkommen. Daher ist der Euro in Andorra zwar gesetzliches Zahlungsmittel, allerdings gibt es keine von Andorra geprägten Euromünzen. Das Land verhandelt zwar seit Oktober 2004 mit der Europäischen Gemeinschaft, diese beendete aber nach wenigen Monaten die Verhandlungen, da die Regierung Andorras nicht bereit war, die politischen Forderungen zu erfüllen, welche unter anderem eine Lockerung des Bankgeheimnisses vorsieht. Der zweite kritisierte Punkt, die Aufhebung der Steuerfreiheit, wurde durch die Einführung einer Unternehmenssteuer erst vor kurzem behoben. Der angepeilte Termin, ab dem 1. Januar 2009 eigene Euromünzen prägen zu dürfen, gilt unter Experten als unrealistisch. [10]

Im Zuge seiner Unabhängigkeitsbemühungen hatte Montenegro einseitig die Deutsche Mark als Währung eingeführt. Im Kosovo wurde die D-Mark nach dem Ende des Kosovo-Krieges von der UNO-Verwaltung als Währung eingeführt. Nach deren Abschaffung führten beide den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel ein (Montenegro ist seit dem 3. Juni 2006 ein unabhängiger Staat). Allerdings haben auch sie bisher kein Abkommen mit der EU über eine Einführung des Euro abgeschlossen – dies ist seitens der EU auch nicht angestrebt, so dass sie weder Einfluss auf die Geldpolitik der EZB nehmen können noch Euromünzen prägen dürfen. Somit partizipieren sie auch nicht an den Seigniorage-Einnahmen.

Länder im Wechselkursmechanismus II

Im Jahr 1979 wurde das Europäische Währungssystem gegründet, dessen Kernelement der Wechselkursmechanismus (WKM) war. Formal gehörten alle Staaten dem WKM an, jedoch wurde er nur von Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg und den Niederlanden angewendet. Hauptziel war es, die Wechselkurse und deren Schwankungen zu regeln, um eine Preisstabilität zu garantieren, zudem war er Voraussetzung für die Aufnahme in die Europäische Währungsunion. Durch die Einführung des Euro hörte der WKM auf zu existieren, sein Nachfolger für die EU-Länder, die noch nicht Mitglieder der Währungsunion sind, ist der Wechselkursmechanismus II (WKM II)

Grundlegendes

Sieben EU-Staaten haben ihre nationalen Währungen über den Wechselkursmechanismus II (WKM II) an den Euro gekoppelt. Der WKM II sieht einen Schwankungsbereich der Wechselkurse zwischen Euro und jeweiliger nationaler Währung von ± 15 Prozent vor. Dänemark hat darüber hinaus eine Vereinbarung mit der EU geschlossen, den Wechselkurs nur um ± 2,25 Prozent schwanken zu lassen, mehrere andere Teilnehmer haben die Schwankungsbreite einseitig beschränkt.

Mitglieder im Wechselkursmechanismus II Land Währung Leitkurs
(1 EUR =) WKM-II-Beitritt Sperrfrist für
Euro-Einführung

Dänemark Dänische Krone 7,46038 1. Januar 1999 abgelaufen; Opt-out
Estland Estnische Krone 15,6466 27. Juni 2004 abgelaufen
Lettland Lats 0,702804 29. April 2005 abgelaufen
Litauen Litas 3,45280 27. Juni 2004 abgelaufen
Malta Maltesische Lira 0,429300 29. April 2005 abgelaufen; Euro-Einführung
zum 1. Januar 2008 beschlossen
Slowakei Slowakische Krone 35,4424* 28. November 2005 bis 19. März 2009
Zypern Zypern-Pfund 0,585274 29. April 2005 abgelaufen; Euro-Einführung
zum 1. Januar 2008 beschlossen
* seit 19. März 2007; davor: 38,4550

Gemäß Maastricht-Vertrag sind alle EU-Staaten verpflichtet, den Euro als Währung einzuführen. Hierzu ist der zweijährige Verbleib im WKM II ohne Anpassung des Leitkurses eines von vier Konvergenzkriterien zur Euro-Einführung. Lediglich Großbritannien und Dänemark behielten sich das Recht vor, selbst über den Beitritt zur Währungsunion zu entscheiden (so genanntes Opting out).

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen wollen den Euro eigentlich so schnell wie möglich einführen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder führt jedoch zu Inflationsraten, die zu hoch sind, um den Beitrittskriterien für den Euro zu genügen. Deshalb ist für diese Länder derzeit kein Beitrittstermin absehbar.

Die Slowakei möchte den Euro 2009 einführen. Eine frühere Einführung ist schon aufgrund der Leitkurs-Anpassung im März 2007 nicht möglich.

Der Litauenstreit

Ursprünglich wollte auch Litauen den Euro 2007 einführen. Der litauische Finanzminister Zigmantas Balčytis reichte am 16. März 2006 die Unterlagen zur Euro-Einführung trotz Warnung der Europäischen Kommission offiziell ein. Die Kommission empfahl jedoch, die Aufnahme Litauens aufgrund seiner um 0,06 Prozentpunkte zu hohen Inflationsrate zu verschieben [11].

Beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 15. und 16. Juni 2006 in Brüssel wurde der Antrag abgelehnt. Auf den Euro-Raum bezogen wäre die Teuerungsrate in Litauen zwar niedrig genug gewesen, um das Aufnahmekriterium zu erfüllen [12]; der Vertrag von Maastricht sieht aber auch die EU-Staaten ohne Euro als Referenz vor. Nach Ansicht mancher europäischer EU-Finanzexperten hätte Litauen trotzdem aufgenommen werden können.[13]

Die EU-Kommission und die EZB akzeptierten diese Position jedoch nicht, um nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Litauen könnte somit ein Präzedenzfall für die künftige Euro-Einführung in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) sein. Aufgrund der strikten Regelbindung der Euroeinführung in den MOEL könnte de facto der Verdacht entstehen, dass die alten Mitgliedsstaaten Vorrechte genießen. Am Fall Litauens könnte sich nun ein Streit über die Auslegung der in Artikel 121 EG-Vertrag genannten Konvergenzkriterien entzünden.

Es ist fraglich, ob die baltischen Länder für den Euro-Raum eine Belastung darstellen könnten, wenn sie trotz nicht vollständiger Erfüllung der Kriterien den Euro einführten; das BIP der größten baltischen Republik (Litauen) erreichte 2005 nur 4/5 des kleinsten deutschen Bundeslandes (Bremen). Darüber hinaus haben Litauen und Estland ihre Währungen (Litas und Krone) seit mehreren Jahren mit einem Currency Board fest an den Euro gebunden und die Währungsunion so einseitig vorweggenommen. Die Wechselkursfixierung hielten sie selbst während der Rubel-Krise erfolgreich durch [14].

Inzwischen strebt die litauische Regierung die Euro-Einführung für 2009 an.

Staaten mit festem Wechselkurs zum Euro

Länder mit festem Wechselkurs zum Euro außerhalb des WKM II Land Währung Wechselkurs
(1 EUR =)

Bosnien und Herzegowina Bosnische Konvertible Mark 1,95583 BAM
Bulgarien Bulgarischer Lew 1,95583 BGN
Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion,
Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
CFA-Franc 655,957 XAF/XOF
Neukaledonien, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien CFP-Franc 119,2529826 XPF
Kap Verde Kap-Verde-Escudo 110,2651 CVE
Komoren Komoren-Franc 491,96775 KMF

Einige Währungen, die früher an eine der Vorgängerwährungen des Euro gekoppelt waren, haben nun einen festen Wechselkurs zu ihm. Dies betrifft insbesondere frühere Kolonien Frankreichs; über den CFA-Franc sind 14 west- und zentralafrikanische Länder an den Euro gekoppelt. Dies sind Äquatorialguinea, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gabun, Guinea-Bissau, Kamerun, Republik Kongo, Mali, Niger, Senegal, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Das französische Finanzministerium garantiert die Wechselkursbindung.

Eine ähnliche Bindung unterhalten mehrere französische Übersee-Territorien; Französisch-Polynesien, Neukaledonien sowie Wallis und Futuna sind über den CFP-Franc ebenso fest an den Euro gebunden, wie die frühere französische Kolonie Komoren und die ehemalige portugiesische Kolonie Kap Verde.

Bulgarien sowie Bosnien und Herzegowina haben ihre Währungen 1998 bzw. 1999 an die Deutsche Mark gekoppelt, so dass sie heute ebenfalls über eine Euro-Bindung verfügen.

EU-Staaten, die sich (vorläufig) gegen den Euro entschieden haben

Die EU-Staaten Dänemark, Schweden und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland haben sich in unterschiedlicher Art und Weise gegen eine baldige Euro-Einführung entschieden. Bis auf Dänemark nehmen sie bisher nicht am WKM II teil und können somit den Euro bis auf Weiteres auch nicht einführen.

Das Vereinigte Königreich und Dänemark verfügen über ein vertraglich vereinbartes Recht zum „Opt-Out“, also zum Nichtbeitritt zum Euroraum. Dänemark wird von diesem Recht auch in Zukunft Gebrauch machen und den Euro nicht einführen. Die britische Bevölkerung sollte nach Äußerungen des damaligen britischen Premiers Tony Blair 2006 über einen Beitritt zum Euro abstimmen. Durch die Ablehnung der EU-Verfassung in einigen Staaten (2005) und die Absage des Referendums unter anderem im Vereinigten Königreich ist allerdings diese Abstimmung inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben. Zudem gilt Blairs Nachfolger Gordon Brown als Euro-Skeptiker, da die Währungspolitik in seiner früheren Rolle als Finanzminister zu seinem Aufgabenfeld gehörte und es schon Konflikte innerhalb der Regierung um diese Frage gab, so dass eine schnelle Aufnahme des Prozesses unter seiner Führung nicht erwartet wird.

Schweden lehnte am 14. September 2003 in einer Volksabstimmung die Einführung des Euro ab. Da Schweden im Beitrittsvertrag zur Europäischen Union sich dazu verpflichtete, bei einem Eintritt in den WKM II die Währung auch einzuführen, wird die Einführung des Euro durch den Nichtbeitritt verhindert.[15] Eine weitere Volksabstimmung soll nicht vor 2013 durchgeführt werden. Allerdings mehren sich in der derzeitigen Mitte-Rechts-Koalition die Stimmen, schon vor diesem Termin erneut die Frage zu behandeln[16].

EU-Staaten, die den Euro einführen möchten, dies aber derzeit noch nicht können

Weitere Staaten haben vertraglich zugesichert, den Euro so bald wie möglich einzuführen. Allerdings erfüllen sie nicht alle Konvergenzkriterien:

Tschechien wollte den Euro ursprünglich 2010 einführen. Dieses Ziel wurde jedoch schon aufgegeben, wobei im Land die Euroeinführung nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen kontrovers ist. Die zurzeit stärkste Partei ODS stellt sich eher dagegen. Möglich ist die Einführung im Jahre 2012[17].

Auch Ungarn wollte den Euro 2010 als Währung einführen. Wegen des kontinuierlich hohen Staatsdefizits wird das Erreichen dieses Ziels von Wirtschaftsexperten und der Europäischen Zentralbank angezweifelt. Derzeit ist Ungarn mit einer Neuverschuldung von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Staat mit der höchsten Neuverschuldung aller EU-Staaten. Obwohl der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany immer noch das Ziel für realistisch hält, wird eher mit einem Beitritt Ungarns zur Euro-Zone im Jahr 2013 bis 2016 gerechnet. [18]

Polen hat bislang kein Datum für eine Einführung des Euro genannt. Der Grund dafür liegt vor allem am schwachen Rückhalt der europäischen Währung in der polnischen Politik und Gesellschaft. Ein WKM-II-Beitritt erscheint daher erst 2009 wahrscheinlich. [19]

Rumänien ist erst seit 2007 EU-Mitglied und beabsichtigt, den Euro einzuführen. Die Rumänische Nationalbank hat sich dazu einen Zeitpunkt zwischen 2012 und 2014 zum Ziel gesetzt.

Bulgarien möchte 2009 den Euro einführen. Der Lew, die bulgarische Währung, wurde 1999 im Verhältnis 1:1 an die Deutsche Mark gekoppelt, so dass die Währung heute einen festen Umrechnungskurs von 1,95583 BGN = 1 EUR hat. Der Beitritt zum WKM II ist aber noch nicht vollzogen, was aber baldmöglichst geschehen soll.

Der Euro außerhalb der Eurozone

Auch außerhalb der Eurozone ist es in vielen europäischen Ländern möglich, mit Euro zu bezahlen, wobei aber in der Regel ein vom Verkäufer selbstständig festgelegter Wechselkurs verwendet und das Wechselgeld oft in der Landeswährung ausgegeben wird.

III. Ökonomische Folgen der Einheitswährung

Ökonomische Vorteile

Von der Einführung des Euro erwartete man verstärkten Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Eurozone, da bisher bestehende innergemeinschaftliche Wechselkursrisiken und die dadurch notwendigen Währungsabsicherungen für europäische Unternehmen wegfallen. Es wurde vermutet, dass dies von Vorteil für die Bevölkerung der Eurozone sein würde, da Handel in der Vergangenheit eine der Hauptquellen ökonomischen Wachstums war.

Weiterhin ging man davon aus, dass Preisunterschiede für Produkte und Dienstleistungen in den Ländern der Eurozone abnehmen würden: Durch Arbitrage-Handel (Handel gleicher Produkte und Dienstleistungen zwischen den Euro-Ländern) sollten bestehende Unterschiede schnell ausgeglichen werden. Dies führe zu verstärktem Wettbewerb zwischen Anbietern und damit zu niedriger Inflation und mehr Wohlstand der Verbraucher.

Ökonomische Nachteile

Einige Wirtschaftswissenschaftler äußerten Bedenken zu den Gefahren einer Einheitswährung für eine so große und heterogene Wirtschaftszone wie das Euroland. Insbesondere bei asynchronen Konjunkturzyklen bereite eine angemessene Geldpolitik Schwierigkeiten.

Ein wesentliches volkswirtschaftliches Problem stellt die Festlegung der Wechselkurse der an der Einheitswährung beteiligten Währungen dar. Eine Volkswirtschaft, die mit überbewerteter Währung der Einheitswährung beitritt, wird im Vergleich ein höheres Vermögen, jedoch auch höhere Kosten und Preise aufweisen als Staaten, die unterbewertet oder reell bewertet der Einheitswährung beitreten. Ein volkswirtschaftlicher Ausgleich der Überbewertung ist in der Folge nur schwer erreichbar.

Bei einer überbewerteten Wirtschaft wirkt der zusätzliche Importanreiz bei den höheren Preisen deflationär. Die höheren Kosten mindern die Exportvoraussetzungen im gemeinsamen Währungsraum und begünstigen die Verlagerung der Produktion in kostengünstigere Staaten. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhalten, sind Kostensenkungen (in prozentualer Höhe der Überbewertung) unausweichlich. Zur Finanzierung der Kostensenkungen kann reell nur die Abschöpfung des durch die Überwertung gestiegenen Vermögens herangezogen werden.

Politisch war und ist fraglich, ob EZB und Europäische Kommission die Mitgliedsländer zu hinlänglicher Haushaltsdisziplin werden anhalten können: Entziehen sich einzelne Länder oder Ländergruppen ihrer haushaltspolitischen Verantwortung, werden Inflationsrate und Finanzierungskosten für diese Länder solange relativ niedrig bleiben, wie sich der Großteil der restlichen Euro-Länder nicht zu stark verschuldet. Dies könnte verspätete oder nicht ausreichende Korrekturen der Haushaltspolitiken fördern und zu Wohlstandseinbußen führen.[20]

In der Praxis der Anfangsjahre hat sich vor allem die Geld- und Zinspolitik im heterogenen Wirtschaftsraum als schwierig erwiesen, da beispielsweise Wachstumsraten von über 5 % in Irland mit Raten nahe Null in den iberischen Staaten in Einklang gebracht werden mussten. Der irischen Situation wäre nach bisher angewandten Methoden mit Leitzinserhöhungen und Geldmengenverknappung zu begegnen gewesen, während im Gegenbeispiel Lockerungen üblich gewesen wären. Regionale Unterschiede lassen sich mit der einheitlichen Geldpolitik aber nicht hinreichend abbilden. Ob dies mittel- und langfristig zu Verwerfungen führen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Rohstoffpreise

Ein weiterer Effekt betrifft die internationalen Rohstoffpreise und dabei insbesondere den volkswirtschaftlich bedeutsamen Erdölpreis. Öl wird nach wie vor meist in US-Dollar berechnet, die OPEC akzeptiert seit den 1970er Jahren sogar nur noch ausschließlich Dollar. Innerhalb der OPEC wurde allerdings diskutiert, die Preise auf Euro umzustellen, womit auch viele Drittländer dazu gezwungen wären, für Ölkäufe Teile ihrer Devisenreserven vom Dollar in Euroguthaben umzuwandeln. Dies hätte äußerst negative Auswirkungen auf den Dollar und auf die US-Wirtschaft, die durch den stetig weiter wachsenden Handel mit Öl stabilisiert wird.[21] Der Irak hatte im Jahr 2000 unter Saddam Hussein bereits die Ölverkäufe ausschließlich in Euro abgerechnet, dies haben die USA allerdings gleich zu Beginn der Besatzung des Iraks wieder umgestellt. Sowohl der Iran, als auch Venezuela unter Hugo Chávez, der ein besonders lautstarker Vertreter dieses Wechsels ist, äußerten sich zustimmend zu dieser Umstellung.[22] Der Iran hatte für März 2006 geplant, eine eigene Ölbörse zu eröffnen. Nachdem der Termin allerdings mehrere Male verschoben wurde, ist auch der letzte Termin im September 2006 verstrichen, ohne dass ein neuer genannt wurde. Die Ölmengen, die der Iran exportiert, sollen allerdings zu gering sein, um die Stellung des US-Dollar als „Ölwährung“ gefährden zu können.[23]

Auswirkung auf die Inflation

Gefühlte / reale Verteuerung

Mit der Einführung des Euro stellten viele Verbraucher eine gefühlte Verteuerung von Waren und Dienstleistungen über der Inflationsrate fest. Diese gefühlte Verteuerung wird im Allgemeinen darauf zurückgeführt, dass einzelne Preise stark angehoben wurden, auch wegen gestiegener Herstellungskosten in bestimmten Bereichen, und sich diese Preiserhöhungen im Gedächtnis festsetzten. Teilweise wurde auch vor der Euro-Einführung der Preis moderat angehoben, um nach dem Beitritt in die Währungsunion Preise auf „runde“ Euro-Beträge runden zu können.

Umgangssprachlich kam daher zunehmend der von dem Satiremagazin Titanic eingeführte und anschließend von vielen Zeitungen verwendete Begriff „Teuro“ auf, der sogar zum „Wort des Jahres 2002“ gewählt wurde. Den offiziellen Statistiken gemäß ist es aber zu keiner bedeutenden Teuerung gekommen: So betrug beispielsweise laut Statistik Austria der österreichische Verbraucherpreisindex VPI 86 zum 31. Dezember 1998 133,7 und ergibt eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,45 % in den zwölf Jahren von 1987 bis 1998, während der VPI 96 von 102,2 (31. Dezember 1998) auf 112,0 (31. Dezember 2003) stieg und somit die durchschnittliche Inflationsrate nach der Euroeinführung auf 1,84 % sank. In Deutschland stieg der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2000) von 81,9 (1991) auf 98,0 (1998) und nach der Euroeinführung auf 104,5 (2003); das ergibt ein Absinken der durchschnittlichen Inflation von 2,60 % vor der Euroeinführung auf 1,29 % nach der Einführung des Euro.

Gründe für die Diskrepanz

Für die Diskrepanz zwischen der gemessenen, gesunkenen Inflation und der subjektiv gefühlten, gestiegenen Inflation bei der Euro-Einführung gibt es verschiedene Theorien; so wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass alltäglich gekaufte Güter wie zum Beispiel Lebensmittel tatsächlich überdurchschnittlich verteuert wurden, während andere im Warenkorb vertretene Güter wie beispielsweise Elektrogeräte zwar verbilligt wurden, diese Verbilligung aber nicht gefühlt wird, weil die Waren seltener gekauft werden. Auch treten bei Überschlagsrechnungen mit gerundeten Faktoren (in Deutschland etwa 1:2 statt 1:1,95583 oder in Österreich 1:14 statt 1:13,7603) Rundungsfehler auf, die sich auf den umgerechneten Preis auswirken. Dies wirkt sich besonders fatal aus, wenn sich ein Preis im Kopf nur schwer umrechnen lässt. Dies war z. B. bei den spanischen Peseten (1:166) der Fall. Je länger der Gebrauch der alten Währung angedauert hat, desto stärker wirkt dieses Gefühl, da die jetzigen Euro-Preise mit den damaligen Preisen verglichen werden. Dass auch bei Beibehaltung der alten Währung aufgrund der Inflation mit Preisanstieg zu rechnen gewesen wäre, wird dabei nicht beachtet.

Auswirkung die nationalen Wirtschaftspolitiken

Durch die gemeinsame Währung ist den Mitgliedsstaaten ein Bereich nationaler Wirtschaftspolitik genommen. Kritiker der Gemeinschaftswährung sehen dadurch eine zunehmende Gefahr wirtschaftlicher und politischer Spannungen, Befürworter halten die Vergemeinschaftung der Währungspolitik aufgrund der erreichten Konvergenz zwischen den Euroländern für sinnvoll.

Bedeutung globalen Währungssystem

International gebräuchliche Reservewährungen Währung 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006

US-Dollar 59,0 % 62,1 % 65,2 % 69,3 % 70,9 % 70,5 % 70,7 % 66,5 % 65,8 % 65,9 % 66,4 % 65,7 %
Euro - - - - 17,9 % 18,8 % 19,8 % 24,2 % 25,3 % 24,9 % 24,3 % 25,2 %
Deutsche Mark 15,8 % 14,7 % 14,5 % 13,8 % - - - - - - - -
Yen 6,8 % 6,7 % 5,8 % 6,2 % 6,4 % 6,3 % 5,2 % 4,5 % 4,1 % 3,9 % 3,7 % 3,2 %
Pfund Sterling 2,1 % 2,7 % 2,6 % 2,7 % 2,9 % 2,8 % 2,7 % 2,9 % 2,6 % 3,3 % 3,6 % 4,2 %
Französischer Franc 2,4 % 1,8 % 1,4 % 1,6 % - - - - - - - -
Schweizer Franken 0,3 % 0,2 % 0,4 % 0,3 % 0,2 % 0,3 % 0,3 % 0,4 % 0,2 % 0,2 % 0,1 % 0,2 %
Sonstige 13,6 % 11,7 % 10,2 % 6,1 % 1,6 % 1,4 % 1,2 % 1,4 % 1,9 % 1,8 % 1,9 % 1,5 %
Quellen:

[24] [25]

Aufgrund der in den letzten Jahren festen Wechselkursentwicklung des Euro zu fast allen anderen bedeutenden Währungen und der anhaltenden fiskalpolitischen Schwierigkeiten der USA erwarten einzelne Ökonomen eine allmähliche Erosion und schließliche Ablösung des US-Dollars als Weltreserve- und Weltleitwährung. Dies würde das Ende einer Ära bedeuten, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Ablösung des bis dahin dominierenden britischen Pfund durch den US-Dollar begann. Diese Wahrnehmung wird zwar durch den kontinuierlich wachsenden Anteil des Euro an den internationalen Reservewährungen gestützt; allerdings ist der Anteil des Dollars heute höher als vor der Euro-Einführung und den damit verbundenen Portfolio-Umschichtungen.

Die meisten Wissenschaftler bewerten die wiederkehrenden Äußerungen aus Entwicklungs- und Schwellenländern bezüglich einer Umgewichtung bei ihren Währungsreserven oder einer Neu-Fakturierung von Rohölpreisen in Euro allerdings eher als politisches Druckmittel auf die USA, weniger als konkrete Absicht. Sollte es jedoch in der Tat zu einer weiteren Höhergewichtung des Euro in den Devisenreserven von Drittländern kommen, so ist dies zunächst lediglich als Korrektur einer bisherigen Unterrepräsentierung anzusehen – gemessen an den Handels- und Finanzbeziehungen der meisten Länder ist der Euro in den Währungsreserven nach wie vor deutlich unterrepräsentiert.

Als führende internationale Bargeldwährung hat der Euro den Dollar 2006 abgelöst. Seit Oktober ist der Wert der im Umlauf befindlichen Euro-Banknoten mit 592 Milliarden Euro höher als der der Dollar-Banknoten (579 Milliarden Dollar). Dies hängt jedoch auch damit zusammen, dass in den USA deutlich öfter Einkäufe mit der Kreditkarte bezahlt werden. Somit ist auch pro Person durchschnittlich weniger Bargeld im Umlauf. Es wird erwartet, dass der Euro auch in Zukunft die Position als stärkste Bargeldwährung behaupten kann.[26]

IV. Wechselkurse

Umrechnung alter Währungen in Euro

Offizielle Umtauschkurse der Eurovorgängerwährungen (Einheiten nationaler Währung je Euro)

0040,3399 Belgische Franken
0001,95583 Deutsche Mark
0005,94573



Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


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