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Erbteil

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Erbteil

Wenn ein Erblasser mehrere Erben hinterlässt, steht jedem Erben nur ein gewisser Anteil am Nachlass zu. Dieser Anteil wird als Erbteil bezeichnet. Die Höhe des Anteils jedes einzelnen Erben kann der Erblasser durch letztwillige Verfügung grundsätzlich selbst bestimmen.

Hat der Erblasser nicht durch letztwillige Verfügung die Höhe des Erbteils selbst bestimmt, greifen die Vorschriften der §§ 1924 ff. BGB. Nach § 1924 Abs. 4 BGB erben etwa die Kinder der Erblassers zu gleichen Teilen.

Beispiel: Hinterlässt der Erblasser vier Kinder, ist jedes Kind zu einem Anteil von ¼ an der Erbschaft berechtigt. Lebt neben den Kindern auch noch der Ehegatte des Erblassers, steht diesem neben den Kindern nach § 1931 Abs. 1 BGB grundsätzlich ein Erbteil in Höhe von ¼ der Erbschaft zu. Der Erbteil der Kinder reduziert sich entsprechend.




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

Erbteil Kinder

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Entscheidungen zum Begriff Erbteil

  • OLG-NUERNBERG, 16.03.2012, 12 W 444/12
    Der Streitwert der Klage gegen einen oder mehrere Miterben auf Übereignung des durch Vermächtnis zugewandten Grundstücks (Erklärung der Auflassung und Bewilligung der Grundbucheintragung) richtet sich nach dem vollen Verkehrswert des Grundstücks und nicht lediglich nach einem dem Erbteil der verklagten Miterben entsprechenden Bruchteil...
  • OLG-BREMEN, 09.01.2012, 5 W 35/11
    1. Der Gegenstandswert im Erbscheinsverfahren richtet sich nach dem Wert des Nachlasses unter Abzug der Nachlassverbindlichkeiten einschließlich etwaiger (Voraus-) Vermächtnisse. Maßgeblich für die Bestimmung des Gegenstandswertes ist sodann das wirtschaftliche Interesse, das der Antragsteller mit seinem Antrag verfolgt. 2. Bei...
  • OLG-STUTTGART, 25.11.2011, 8 W 427/11
    Im Grundbuchberichtigungsverfahren ist die Erbfolge auch dann gem. § 35 GBO nachzuweisen, wenn der Erblasser eine transmortale Generalvollmacht erteilt hatte und der Bevollmächtigte durch ein im Rahmen eines Erbteilsübertragungsvertrags vorgenommenes zulässiges Insichgeschäft mit der Behauptung, er und eine weitere Person seien...
  • OLG-KOELN, 09.12.2009, 2 U 46/09
    1. Eine Verfügung von Todes wegen, mit der Eltern ihr bewhindertes, durch den Sozialhilfeträger unterstütztes Kind nur als Vorerben auf einen den Pflichtteil kaum übersteigenden Erbteil einsetzen, bei seinem Tod ein anders Kind als Nacherben berufen (sog. Behindertentestament), verstößt nicht gegen die guten Sitten. 2. Ein von dem...
  • BGH, 28.10.2009, IV ZR 82/08
    Will der Erblasser bei der Auseinandersetzung unter Miterben die Anrechnung von Vorempfängen auf den Erbteil über die dazu bestehenden gesetzlichen Regeln insbesondere in § 2050 BGB hinaus erreichen, muss er dies durch letztwillige Verfügung anordnen; für eine Erbauseinandersetzung verbindliche Anordnungen können dagegen nicht durch...

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