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Erbteil

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Erklärung zum Begriff Erbteil

Wenn ein Erblasser mehrere Erben hinterlässt, steht jedem Erben nur ein gewisser Anteil am Nachlass zu. Dieser Anteil wird als Erbteil bezeichnet. Die Höhe des Anteils jedes einzelnen Erben kann der Erblasser durch letztwillige Verfügung grundsätzlich selbst bestimmen.

Hat der Erblasser nicht durch letztwillige Verfügung die Höhe des Erbteils selbst bestimmt, greifen die Vorschriften der §§ 1924 ff. BGB. Nach § 1924 Abs. 4 BGB erben etwa die Kinder der Erblassers zu gleichen Teilen.

Beispiel: Hinterlässt der Erblasser vier Kinder, ist jedes Kind zu einem Anteil von ¼ an der Erbschaft berechtigt. Lebt neben den Kindern auch noch der Ehegatte des Erblassers, steht diesem neben den Kindern nach § 1931 Abs. 1 BGB grundsätzlich ein Erbteil in Höhe von ¼ der Erbschaft zu. Der Erbteil der Kinder reduziert sich entsprechend.




Erstellt von , 04.06.2010 19:28
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Erbteil

  • BildOLG-NUERNBERG, 25.09.2013, 15 W 1799/13
    § 40 Abs. 1 GBO ist entsprechend anwendbar, wenn ein Mitglied einer Erbengemeinschaft seinen Erbteil auf ein anderes Mitglied überträgt. Im Grundbuch kann unmittelbar die verbleibende Erbengemeinschaft eingetragen werden.
  • BildOLG-CELLE, 14.06.2001, 22 U 1/00
    Die Erbauseinandersetzung des Pfändungspfandgläubigers hängt nicht von der Zustimmung des Miterben ab, dessen Erbteil gepfändet wurde (entgegen Urt. d. 4. Sen. v. 6. Feb. 1998 - 4 U 78/97).
  • BildBGH, 28.10.2009, IV ZR 82/08
    Will der Erblasser bei der Auseinandersetzung unter Miterben die Anrechnung von Vorempfängen auf den Erbteil über die dazu bestehenden gesetzlichen Regeln insbesondere in § 2050 BGB hinaus erreichen, muss er dies durch letztwillige Verfügung anordnen; für eine Erbauseinandersetzung verbindliche Anordnungen können dagegen nicht durch...
  • BildOLG-CELLE, 03.01.2005, 6 W 125/04
    Hat der Erblasser Testamentsvollstreckung nur für den Erbteil eines von zwei Miterben angeordnet und beantragt der unbelastete Miterbe die Entlassung des Testamentsvollstreckers, ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes für die Entlassung im Lichte der unterschiedlichen Interessen des Antragstellers und belasteten Miterben, der es bei...
  • BildOLG-DUESSELDORF, 20.07.2004, I-3 Wx 193/04
    Wer bei scheinbar überschuldetem Nachlass die Ausschlagung der Erbschaft ohne Rücksicht auf den Berufungsgrund ("aus welchen Gründen ich zur Erbschaft berufen bin") und ungeachtet der Höhe (gleichgültig "wie hoch mein Erbteil ist") erklärt, kann im Falle nachträglich sich erweisender Werthaltigkeit des Nachlasses seine...
  • BildBGH, 31.10.2001, IV ZR 268/00
    Der Erwerber eines Miterbenanteils ist zur Rückübertragung auf die ihr Vorkaufsrecht ausübenden Miterben auch dann verpflichtet, wenn das Vorkaufsrecht dem verkaufenden Miterben gegenüber ausgeübt worden war und dieser den Erbteil erst nach Ablauf der Zweimonatsfrist des § 2034 Abs. 2 Satz 1 BGB dinglich auf den Erwerber übertragen hat...
  • BildOLG-STUTTGART, 25.11.2011, 8 W 427/11
    Im Grundbuchberichtigungsverfahren ist die Erbfolge auch dann gem. § 35 GBO nachzuweisen, wenn der Erblasser eine transmortale Generalvollmacht erteilt hatte und der Bevollmächtigte durch ein im Rahmen eines Erbteilsübertragungsvertrags vorgenommenes zulässiges Insichgeschäft mit der Behauptung, er und eine weitere Person seien...
  • BildOLG-HAMM, 31.05.2002, 15 W 74/02
    Wirkt der Testamentsvollstrecker daran mit, ein zum Nachlaß gehörendes Grundstück in Vollzug einer Teilungsanordnung auf einen Miterben zu übertragen, so ist der eingetragene Testamentsvollstreckervermerk gleichwohl nicht zu löschen, wenn durch letztwillige Verfügung gem. § 2209 S. 1 Halbsatz 2 BGB die Fortdauer der...
  • BildOLG-NUERNBERG, 16.03.2012, 12 W 444/12
    Der Streitwert der Klage gegen einen oder mehrere Miterben auf Übereignung des durch Vermächtnis zugewandten Grundstücks (Erklärung der Auflassung und Bewilligung der Grundbucheintragung) richtet sich nach dem vollen Verkehrswert des Grundstücks und nicht lediglich nach einem dem Erbteil der verklagten Miterben entsprechenden Bruchteil...
  • BildBFH, 20.04.2004, IX R 5/02
    Erwirbt ein Miterbe entgeltlich den Erbteil eines anderen Miterben, so entstehen ihm insoweit Anschaffungskosten für ein zum Nachlass gehörendes Grundstück, die dazu führen, dass der Gewinn aus der Veräußerung dieses Grundstücks nach § 23 EStG a.F. steuerbar ist, wenn es innerhalb der Spekulationsfrist von nicht mehr als zwei Jahren...

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