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Erbschein

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Erklärung zum Begriff Erbschein

Der Erbschein ist eine Urkunde über die erbrechtliche Situation eines Erblassers (§§ 2353ff. BGB). Das zuständige Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen kann den Erbschein ausstellen. Auf dem Dokument sind alle Erben und die Erbfolge eines Erblassers vermerkt. Für die Beantragung des Erbscheines ist das Todesdatum des Erblassers anzugeben.

Dabei müssen alle möglichen Erben von der beantragenden Person angegeben werden. Dies ist notwendig, um zu entscheiden, ob durch weitere erbberechtigte Personen das Erbe gemindert werden muss. Zudem müssen vorhandene Testamente der Behörde vorgelegt werden. Bei Erbsachen, in denen sich Grundstückseigentum im Nachlass befindet, wird seitens des Grundbuchamtes der Erbschein verlangt.




Erstellt von , 25.05.2010 14:54
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Nachrichten zu Erbschein


Entscheidungen zum Begriff Erbschein

  • BildBAYOBLG, 20.12.2000, 1Z BR 153/99
    Ein Erbschein, der vom Erbscheinsantrag abweicht, ist einzuziehen.
  • BildBAYOBLG, 28.06.2001, 1Z BR 15/01
    Das Recht auf einen inhaltlich richtigen Erbschein bleibt für den Miterben auch dann bestehen, wenn er aus der Erbengemeinschaft ausscheidet.
  • BildOLG-STUTTGART, 16.03.2004, 8 W 155/03
    1. Die nach dem Nachlasswert angesetzte Gebühr einen Erbschein verstößt auch dann nicht gegen die europäische Gesellschaftssteuer-Richtlinie, wenn der Erbschein nur für die Anmeldung des erbfolgebedingten Gesellschafterwechsels benötigt wird (Anschluss an BayObLG und OLG Köln). 2. Eine Erstreckung der Gebührenprivilegierungen des §...
  • BildBAYOBLG, 26.10.2001, 3Z BR 95/01
    Selbst wenn der Erbschein nur für die Anmeldung zum Handelsregister benötigt wird, unterliegen die Gebühren in Nachlasssachen nicht dem Geltungsbereich der EG-Gesellschaftssteuerrichtlinie
  • BildBAYOBLG, 08.06.2005, 1Z BR 110/04
    1. Auslegung eines Testaments, in dem die Erblasserin, nachdem sie schon früher ihr Hausgrundstück dem Sohn erbvertraglich als Vorausvermächtnis zugewandt hatte, ihr gesamtes restliches (Geld-)Vermögen nach Quoten auf Angehörige verteilt. 2. Die Beschränkung einer angeordneten Testamentsvollstreckung auf einen Nachlassgegenstand ist...
  • BildAG-MELDORF, 09.11.2010, 43 VI 82/10
    Ein Inkassounternehmen ist nicht befugt, für einen Gläubiger einen Erbschein zu beantragen oder sonst als Bevollmächtigter eines Verfahrensbeteiligten vor dem Nachlassgericht aufzutreten.
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 18.05.2010, 20 W 138/10
    1. Das Grundbuchamt ist grundsätzlich zur Überprüfung der materiell-rechtlichen Richtigkeit eines Erbscheins nicht berechtigt.2. Eine Eintragung der Erbfolge kann nicht mittels Zwischenverfügung von der Vorlage eines berichtigten Erbscheins abhängig gemacht werden, weil das Grundbuchamt das dem Erbschein zu Grunde liegende Testament so...
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 16.09.2003, 1 W 48/02
    1. Die von einem Beteiligten durch gerichtlichen Vergleich im Erbscheinsverfahren eingegangene Verpflichtung, gegen einen erteilten Erbschein nicht mehr durch Ausübung von Verfahrensrechten vorzugehen, erstreckt sich auf einen inhaltsgleichen Erbschein, an dessen Erteilung aus besonderen Gründen ein Rechtsschutzinteresse besteht (hier:...
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 30.05.2000, 1 W 931/99
    Rechtssatz: BGB § 2368; HGB §§ 12 Abs. 2; 162 Abs. 1 und 3 (Nachweis der Erbfolge in Kommanditanteil durch Erbschein auch bei Dauertestamentsvollstreckung) 1. Das Ausscheiden eines verstorbenen Kommanditisten und der Eintritt seiner Erben in die Gesellschaft sind auch bei nachfolgender Übertragung der Kommanditanteile der Erben durch...
  • BildOLG-MUENCHEN, 25.09.2008, 31 Wx 42/08
    Die auf einem Notizzettel eigenhändig geschriebene und unterschriebene Aufforderung, "anliegende" Unterlagen dem Notar zu geben, "damit der Erbschein für Dich ausgestellt werden kann", stellt mangels hinreichend sicher feststellbaren Testierwillens keine formwirksame letztwillige Verfügung dar.

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