Erbrecht

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Erklärung zum Begriff Erbrecht

Das deutsche Erbrecht ist im fünften Teil des BGB zu finden und beginnt mit dem § 1922. Es regelt inhaltlich den Übergang von Vermögen einer Person bei Ihrem Tod, auf die Erben. Dabei kommt sowohl eine gesetzliche-, als auch eine gewillkürte Erbfolge in Betracht. Innerhalb des Erbrechts wird zudem detailliert geregelt, unter welchen Voraussetzungen ein Erbvertrag, ein Vermächtnis oder ein Testament zustande kommt.

Aufgrund der sehr detaillierten Regelungen, sollte bei auftretenden Problemen stets ein Rechtsanwalt für Erbrecht zur Hilfe genommen werden. Dieser besitzt das nötige Fachwissen und kann somit bei Rechtsschwierigkeiten eine echte Hilfe darstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es inhaltlich um die Erstellung eines Testamentes geht oder um Streitigkeiten über die Erbfolge.




Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 30.08.2011 14:01
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Erbrecht

  • BildOLG-CELLE, 21.02.2011, 6 W 32/11
    Der Verzicht auf das gesetzliche Erbrecht kann als Verzicht auf die testamentarische Zuwendung auszulegen sein, wenn diese sich mit dem gesetzlichen Erbrecht inhaltlich deckt.
  • BildOLG-STUTTGART, 08.03.2005, 8 W 96/04
    Ist in einem Erbfall österreichisches Erbrecht neben deutschem Güterrecht anzuwenden, scheidet ein Ausgleich des Zugewinns durch Erhöhung der Erbquote gemäß § 1371 Abs. 1 BGB aus.
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 20.10.2009, 20 W 80/07
    Ist nach einem Erbfall ausländisches Erbrecht und deutsches Güterrecht anzuwenden, so erhöht sich die Erbquote aufgrund von § 1371 abs. 1 BGB nicht, sofern das ausländische Erbrecht eine solche Quotenregelung nicht kennt (Anschluss an OLG Stuttgart, Beschluss vom 08.03.2005, 8 W 96/04)
  • BildBGH, 07.06.2005, XI ZR 311/04
    a) Der Erbe ist nicht verpflichtet, sein Erbrecht durch einen Erbschein nachzuweisen; er hat auch die Möglichkeit, den Nachweis seines Erbrechts in anderer Form zu erbringen. b) Ein eröffnetes öffentliches Testament stellt in der Regel einen ausreichenden Nachweis für sein Erbrecht dar.
  • BildOLG-THUERINGEN, 16.03.2005, 4 U 1032/03
    Grundstücke, die vor dem Erbfall durch eine stattliche Enteignungsmaßnahme mit dinglicher Wirkung dem Vermögen des Geschädigten entzogen wurden und die nicht von einer Testamentsverfügung des Erblassers erfasst werden, fallen in das gesetzliche Erbrecht nach dem Erblasser (§ 375 Abs. 3 ZGB)
  • BildBAYOBLG, 12.12.2000, 1Z BR 136/00
    Zur Frage, ob beim Tod eines niederländischen Erblassers mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland das deutsches Erbrecht anzuwenden ist und zur Frage der internationalen Zuständigkeit der deutschen Gerichte in solchen Erbschaftsfällen.
  • BildBGH, 18.04.2007, IV ZR 279/05
    Die 30-jährige Verjährungsfrist des § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB gilt für alle Ansprüche aus dem Buch 5 "Erbrecht" des Bürgerlichen Gesetzbuchs (hier: § 2218 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 666 BGB), soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.
  • BildAG-MUENSTER, 21.03.2006, 46 F 159/00
    Bei einer Übertragung einer Immobilie von den Eltern auf den Antragsteller handelt es sich um einen Erwerb mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht, auch wenn als Gegenleistung für die Übertragung eine Rentenzahlungsverpflichtung vereinbart wird.
  • BildLSG-DER-LAENDER-BERLIN-UND-BRANDENBURG, 17.01.2013, L 11 SB 99/11 ZVW
    Der Anspruch auf Feststellung des Grades der Behinderung nach dem SGB 9 und dem SchwbG erlischt mit dem Tod des Anspruchsinhabers und kann weder durch Erbrecht noch durch sozialrechtliche Sondervorschriften auf eine andere Person übergehen (Anschluss an BSG, Urteil vom 6. Dezember 1989 - 9 RVs 4/89 - juris, zum Merkzeichen "H").
  • BildLG-KARLSRUHE, 30.09.2010, 1 T 10/10
    Die gesetzliche Regelung des Art. 12 § 10 Abs. 2 S. 1 NEhelG steht dem gesetzlichen Erbrecht nichtehelicher Kinder, die vor dem 01.07.1949 geboren wurden, nach ihrem Vater auch noch nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 28.05.2009 in der Beschwerdesache Brauer ./. Deutschland - Beschwerde-Nr.:...

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