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Einbenennung

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Erklärung zum Begriff Einbenennung

Als "Einbenennung" wird im Namensrecht die Namenänderung des Kindes nach Widerheirat der Mutter bezeichnet.

Wenn eine Mutter nach ihrer Scheidung erneut heiraten möchte, ist es häufig der Fall, dass sie will, dass ihr Kinder denselben Namen tragen wie sie und der neue Ehemann. Gemäß § 1618 BGB ist dies ohne Probleme möglich, wenn der biologische Vater des Kindes dieser Namensänderung zustimmt. Möchte er dies aber nicht, so muss vor dem Familiengericht ein Verfahren unter Anhörung aller Beteiligten erfolgen ("Verfahren zur Ersetzung der Einbenennung"). In diesem Verfahren kann das Gericht die Namensänderung anordnen, wenn diese dem Wohle des Kindes dient.




Mitwirkende/Autoren:
,
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Einbenennung

  • BildOLG-FRANKFURT, 07.06.2005, 3 UF 113/05
    Über die Ersetzung der Zustimmung zur Einbenennung kann regelmäßig nur nach Anhörung der Beteiligten entschieden werden.
  • BildOLG-HAMM, 17.01.2003, 11 WF 357/02
    1.) Im Verfahren über die Einbenennung nach § 1618 IV BGB sind grds. beide Elternteile und auch das Kind persönlich anzuhören. 2.) Es stellt einen Verfahrensfehler dar, wenn der Antrag auf Einbenennung ohne persönliche Anhörung mit dem Hinweis zurückgewiesen wird, die Antragsteller hätten nicht dargetan, dass die Einbenennung iSd §...
  • BildOLG-HAMM, 17.01.2003, 11 UF 340/02
    1.) Im Verfahren über die Einbenennung nach § 1618 IV BGB sind grds. beide Elternteile und auch das Kind persönlich anzuhören. 2.) Es stellt einen Verfahrensfehler dar, wenn der Antrag auf Einbenennung ohne persönliche Anhörung mit dem Hinweis zurückgewiesen wird, die Antragsteller hätten nicht dargetan, dass die Einbenennung iSd §...
  • BildBGH, 24.10.2001, XII ZB 88/99
    Zu den Voraussetzungen, unter denen das Familiengericht die Einwilligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils in die Einbenennung ersetzen kann.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 11.08.2003, 5 UF 162/03
    1. Zur Frage der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Einreichung des Rechtsmittels beim falschen Gericht. 2. Zu den prozessualen Voraussetzungen einer Einbenennung gemäß § 1618 BGB.
  • BildOLG-HAMM, 11.01.2007, 10 UF 112/07
    Die Einbenennung muss für das Kindeswohl unabdingbar notwendig sein. Diese Voraussetzung liegt vor, wenn sich aufgrund der Namensungleichheit eine Erkankung des Kindes (hier: Asthma) entscheidend verschlechtert hat.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 08.05.2001, 14 Wx 20/01
    Die Einbenennung eines Kindes durch einen leiblichen Elternteil und einen Stiefelternteil ist - entgegen § 1618 Satz 1 BGB - auch bei gemeinsamer Sorge der leiblichen Eltern möglich.
  • BildOLG-HAMM, 23.02.2011, 8 UF 238/10
    Eine Einbenennung ist nur dann gem. § 1618 S. 4 BGB für das Kindeswohl erforderlich, wenn anderenfalls schwerwiegende Nachteile für das Kind zu erwarten wären oder die Einbenennung zumindest einen so erheblichen Vorteil für das Kind darstellen würde, dass ein sich verständig um sein Kind sorgender Elternteil auf der Erhaltung des...
  • BildOLG-FRANKFURT, 01.10.2001, 20 W 293/01
    Die Einbenennung durch einen leiblichen Elternteil und einen Stiefelternteil ist im Wege der berichtigenden Auslegung des § 1618 BGB auch bei gemeinsamer Sorge der leiblichen Eltern möglich.
  • BildOLG-FRANKFURT, 16.08.2001, 2 UF 153/01
    Eine Ersetzung der Einwilligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils in die Einbenennung kommt nur in Betracht, wenn dies aus Gründen des Kindeswohls erforderlich ist.

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