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Ehegattenunterhalt

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Ehegattenunterhalt

Als "Ehegattenunterhalt" wird der nacheheliche Uterhalt bezeichnet, der im Falle einer Trennmg von einem Ehepartner an den anderen gezahlt werden muss. Zu differenzieren ist dabei zwischen Trennungsunterhalt und Geschiedenenunterhalt: ersterer wird gezahlt, wenn die Eheleute schon getrennt leben, aber noch nicht geschieden sind, während der Geschiedenenunterhalt der nacheheliche Unterhalt ist, also jener, der erst nach der Scheidung fällig wird.

Um Ansprüche auf Trennungsunterhalt zu besitzen, müssen folgende Vorasusetzungen gegeben sein:

  • die Eheleute müssen getrennt voneinander leben,
  • bei einem der Ehepartner muss eine Bedürftigkeit vorliegen,
  • bei dem anderen Ehepartner muss eine Leistungsfähigkeit gegeben sein.

Für den nachehelichen Unterhalt bedarf es verschiedener Gründe:

  • Kinder müssen betreut werden (Betreuungsunterhalt)
  • Ex-Ehepartner ist zu alt, um für sich selbst sorgen zu können (Unterhalt wgen Alter)
  • Ex-Ehepartner ist arbeitslos (Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit)
  • Ex-Ehepartner verdient zu wenig (Aufstockungsunterhalt)
  • Ex-Ehepartner macht eine Ausbildung (Ausbildungsunterhalt)

 

 




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


 
 

ehegattenunterhalt, nachehelicher unterhalt, geschiedenenunterhalt, trennungsunterhalt, ehegattenunterhalt gründe

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Kommentare und Diskussion

Entscheidungen zum Begriff Ehegattenunterhalt

  • OLG-CELLE, 18.02.2000, 15 UF 144/99
    Zur Abänderung eines Prozessvergleichs über nachehelichen Ehegattenunterhalt wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse
  • OLG-CELLE, 25.02.2004, 15 UF 178/03
    Zur Wirksamkeit eines Ehevertrages, in dem die Ehefrau auf Ehegattenunterhalt und Versorgungsausgleich verzichtet und für den (evtl.) Zugewinns einen Ausgleichsbetrag erhalten hat.
  • SAARLAENDISCHES-OLG, 10.08.2007, 9 UF 105/06
    Das bloße Auskunftsverlangen des geschiedenen Ehegatten entfaltet hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts keine verzugsbegründende Wirkung, da § 1613 Abs. 1 S. 1 BGB auf den nachehelichen Ehegattenunterhalt nicht anwendbar ist.
  • OLG-KOBLENZ, 26.07.2006, 11 WF 441/06
    Zum Vorwegabzug eheprägender nachrangiger Unterhaltslasten im Rahmen der Bedarfsermittlung beim Ehegattenunterhalt /hier: "Unterhaltszahlungen" an die in Portugal lebende Mutter und die zur Ausbildung im Inland weilende Nichte).
  • OLG-ZWEIBRüCKEN, 18.12.2002, 5 WF 89/02
    Wer nachehelichen Ehegattenunterhalt ohne beachtlichen Grund außerhalb des Scheidungsverbundverfahrens als isolierte Familiensache geltend macht, handelt mutwillig. Ihm ist keine Prozesskostenhilfe, auch nicht in Höhe der Gebühren, die bei Geltendmachung der Unterhaltsansprüche als Folgesache angefallen wären, zu bewilligen.

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Nachrichten zu Ehegattenunterhalt

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