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Biotopschutz

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Erklärung zum Begriff Biotopschutz

Als Biotopschutz bezeichnet man Maßnahmen, die dem Erhalt bzw. der Wiederherstellung von Lebensräumen der Pflanzen- oder Tiergemeinschaften (Biozönose) dienen.

Der Biotopschutz soll des Weiteren dazu beitragen, die Artendiversität auch außerhalb von Schutzgebieten (Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet) zu erhalten.

Folgende Charakteristiken von Biotopen sind zu beachten:

  • die kritische Biotopqualität (qualitative Mindestausstattung zum Überleben einer Art erforderlich),
  • die kritische Flächengröße (Minimalarealgröße unter der die Population einer Art existieren kann),
  • die räumliche Vernetzung von Teillebensräumen bei Arten (z. B. Trennung von Nahrungs-, Überwinterungs- und Fortpflanzungshabitaten),
  • die distanzielle Trennung von gleichartigen Biotoptypen (auch zusätzlich durch Überwindungsbarrieren, z. B. Straßen bzw. intensive Nutzungsformen),
  • die kollidierenden bzw. korrespondierenden Nutzungen (z. B. fischereiliche Teichnutzung),
  • die Reaktion der zu erhaltenden Lebensgemeinschaften auf die Durchführung bestimmter Sicherungsmaßnahmen.



Mitwirkende/Autoren:
,
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00


Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL.

 
 

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Nachrichten zu Biotopschutz


Entscheidungen zum Begriff Biotopschutz

  • BildOVG-RHEINLAND-PFALZ, 01.09.2006, 8 A 10768/06.OVG
    Zur Abwägung zwischen dem Gemeinwohlgrund verbrauchernaher Versorgung und dem gesetzlichen Biotopschutz für Sandrasen bei einem Befreiungsantrag für die Planung eines großflächigen Einkaufsmarktes.
  • BildVG-OLDENBURG, 10.09.2009, 5 A 89/09
    1. Der im Wasserrecht zu beachtende allgemeine Biotopschutz (§ 37 Abs. 1 NNatG) gilt auch im beplanten und bebauten Innenbereich.2. Landschaftsverschönerung ist kein "vernünftiger Grund" i.S.d. § 37 Abs. 1 NNatG, der die Zerstörung oder erhebliche Beeinträchtigung von Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten...
  • BildVGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 12.12.2013, 8 S 3024/11
    Allein aus der Festlegung von Zielen der Raumordnung und der damit verbundenen Eröffnung des Regelungsbereichs der Raumordnungsklausel des § 35 Abs. 3 Satz 2 BauGB kann der insoweit Planbetroffene eine mögliche Verletzung in eigenen Rechten und damit seine Antragsbefugnis nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO nicht ableiten. Vielmehr muss er...
  • BildVG-MUENCHEN, 08.05.2013, M 11 K 12.3129
    Naturschutzrechtliches Vorkaufsrecht; keine Beschränkung auf Teilfläche; kein Entwässerungsgraben; kein Verstoß gegen Gleichbehandlungsgebot durch Nichtausübung bei anderen Grundstücken; keine „Abwendungsbefugnis“ nach § 27 BauGB

Aktuelle Forenbeiträge

  • Entgegengesetzte Rechte (17.03.2010, 19:44)
    Moin, stellt Euch vor ein Vermieter vermiete ein Reihenhaus mit Garten. Hinter den Garten (auf einem anderen Grundstück des Vermieters) pflanze der Mieter eigenmächtig und ohne zu fragen einen Euodia Hokuspokus, der erstaunlicherweise dort auch gedeiht. Nach paar Jahren kommt ein Naturschützer des Wegs und entdeckt auf dem Euodia...

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