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Betriebsbedingte Kündigung

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Erklärung zum Begriff Betriebsbedingte Kündigung

Eine betriebsbedingte Kündigung ist eine Kündigung, die aufgrund einer unternehmerischen Entscheidung des Arbeitgebers beruht, welche den Wegfall des betroffenen Arbeitsplatzes zur Folge hat.

Andererseits können auch äußere Faktoren für die betriebsbedingte Kündigung ursächlich sein. Hierzu gehören beispielsweise starke Umsatz- oder Absatzeinbußen des Unternehmens.

Aber auch innerbetriebliche Faktoren wie Betriebsstilllegungen oder Rationalisierungsmaßnahmen können eine betriebsbedingte Kündigung rechtfertigen. Eine solche Kündigung ist allerdings nur dann rechtens, wenn die Kündigung aufgrund dringend notwendiger unternehmerischer Erfordernisse erfolgt ist und kein weiterer Arbeitsplatz für den betroffenen Arbeitnehmer bereitgestellt werden kann. Zudem muss der Arbeitgeber zuvor soziale Faktoren berücksichtigt haben.

Wen trifft es zuerst?
Gemäß § 1 Abs. 3 KSchG müssen immer zuerst die Arbeitnehmer aus dem Betrieb entlassen werden, welche die günstigsten Sozialdaten aufweisen. Besonders geschützt sind Schwerbehinderte, ältere oder unterhaltspflichtige Arbeitnehmer sowie langjährig beschäftigte Personen.




Erstellt von , 20.05.2010 14:09
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

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Entscheidungen zum Begriff Betriebsbedingte Kündigung

  • BildLAG-KOELN, 20.01.2009, 6 Sa 828/08
    Zu den Voraussetzungen einer betrieblich veranlassten Eigenkündigung, die wie eine betriebsbedingte Kündigung im Sozialplan zu berücksichtigen ist (hier: Regelungsspielraum der Betriebspartner).
  • BildLAG-MECKLENBURG-VORPOMMERN, 06.03.2007, 5 Sa 139/06
    Einzelfallentscheidung zu einer erfolglosen Kündigungsschutzklage gegen eine betriebsbedingte Kündigung. Zur Frage der Willkürlichkeit der unternehmerischen Entscheidung, die zum Wegfall der Arbeitsplätze geführt hat.
  • BildLAG-NIEDERSACHSEN, 01.09.2006, 16 Sa 20/06
    Eine außerordentliche betriebsbedingte Kündigung ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Sind noch Arbeitsplätze auf derselben Qualifikationsstufe vorhanden, ist eine solche Kündigung unwirksam, auch wenn diese Arbeitsplätze nicht frei sind.
  • BildLAG-MUENCHEN, 27.07.2006, 2 Sa 255/06
    Betriebsbedingte Kündigung, die zum Ablauf einer innerbetrieblichen Beschäftigungsgesellschaft (betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit, beE) ausgesprochen wurde.
  • BildLAG-MUENCHEN, 27.07.2006, 2 Sa 256/06
    Betriebsbedingte Kündigung, die zum Ablauf einer innerbetrieblichen Beschäftigungsgesellschaft (betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit, beE).
  • BildLAG-MUENCHEN, 27.06.2006, 6 Sa 1265/05
    Erfolglos gebliebene betriebsbedingte Kündigung eines Arbeitnehmers mit langjähriger Betriebszugehörigkeit.
  • BildLAG-MUENCHEN, 03.05.2006, 9 Sa 1270/05
    Außerordentliche betriebsbedingte Kündigung mit sozialer Auslauffrist.
  • BildLAG-MUENCHEN, 06.04.2006, 4 Sa 389/05
    Betriebsbedingte Kündigung eines Wirtschaftsprüfers und Prokuristen - Soziale Auswahl und Auflösungsantrag des Arbeitgebers - Einzelfallentscheidung
  • BildLAG-NIEDERSACHSEN, 05.03.2004, 16 TaBV 45/03
    Die vom Arbeitgeber für konkret anzusprechende betriebsbedingte Kündigung aufgestellten Punktesysteme für die zu treffende Sozialauswahl stellen keine Auswahlrichtlinien im Sinne des § 95 Abs. 1 Satz 1 BetrVG dar.
  • BildLAG-BERLIN-BRANDENBURG, 30.10.2008, 14 Sa 582/08
    Die unternehmerische Entscheidung, bisher im eigenen Betrieb erbrachte Aufgaben von einem anderen Unternehmen der eigenen Unternehmensgruppe ausführen zu lassen, kann eine betriebsbedingte Kündigung rechtfertigen, wenn deshalb das Bedürfnis an der weiteren Beschäftigung des gekündigten Arbeitnehmers vollständig entfällt.

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