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JuraForum.deJuraForum-WikiAErbschaft - Ausschlagung des Erbes 

Erbschaft - Ausschlagung des Erbes

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Erklärung zum Begriff Erbschaft - Ausschlagung des Erbes

Als "Ausschlagung eines Erbes" wird der freiwillige Verzicht eines Erben auf sein Erbe bezeichnet.

Die Ausschlagung des  Erbes wird gemäß § 1944 BGB geregelt. So hat ein Erbe sechs Wochen nach Kenntnisnahme des Erbfalls Zeit, das betreffende Erbe auszuschlagen. Wenn der Erblasser jedoch seinen letzten Wohnsitz im Ausland gehabt hat, oder der Erbe sich zum Eintritt der Ausschlagungsfrist im Ausland aufhält, so wird diese Frist auf sechs Monate verlängert.

Die Ausschlagung kann nur komplett erfolgen; es ist also nicht möglich, einen Teil der Erschaft anzunehmen und auf einen anderen Teil zu erzichten. Versucht ein Erbe dies doch, so wird die gesamte Ausschlagung als ungültig angesehen mit der Folge, das der Erbe nach Ablauf der sechswöchigen Frist sein Erbe annehmen muss.

Die Ausschlagung selbst hat vor dem zuständigen Nachlassgericht zu erfolgen, und zwar entweder in Form einer öffentlchen Beglaubigung, oder aber zur Niederschrift.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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Nachrichten zu Erbschaft - Ausschlagung des Erbes

  • BildGegebenenfalls Meldepflicht bei unversteuertem Kapital im Nachlass (18.01.2013, 11:11)
    Ob eine Erbschaft ganz oder teilweise aus sog. Schwarzgeld bestehen könnte ist ein Aspekt, den Erben in jedem Fall gründlich prüfen sollten. GRP Rainer Rechtsanwälte und Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München,...

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