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Arbeitnehmer

Lexikon

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Erklärung zum Begriff Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer werden Personen bezeichnet, die aufgrund von Arbeitsverträgen der Verpflichtung unterliegen, ihre Arbeitskraft gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen. Die vertraglichen Regelungen dieses Dauerschuldverhältnisses werden in Arbeitsverträgen festgehalten.

Arbeitnehmer können ausdifferenziert werden in Arbeiter, Angestellte, Volontäre, Auszubildende und Praktikanten.

Wer zählt nicht zu den Arbeitnehmern?
Es gibt jedoch auch Personengruppen, welche nicht der Arbeitnehmerschaft zugerechnet werden. Nicht zu den Arbeitnehmern werden folgende Personen gezählt: Beamte, schulpflichtige Kinder und Jugendliche, Arbeitslose, Zwangsbeschäftigte (Strafgefangene), Zivildienstleistende, Rentner und Pensionäre, Studenten und Selbstständige (dazu zählen sowohl Freiberufler als auch Gewerbetreibende).

Arbeitnehmerähnliche Tätigkeiten
Des Weiteren können auch Beschäftigungsverhältnisse bestehen, die arbeitnehmerähnlich sind. Dies ist beispielsweise bei Personen der Fall, die in Heimarbeit für ein Unternehmen tätig sind. Auch wenn diese Tätigkeit auf den ersten Blick wie eine selbstständige Tätigkeit anmutet, so ist doch eine wirtschaftliche Abhängigkeit von einem anderen Unternehmen gegeben. Daher wird in diesem Zusammenhang von arbeitnehmerähnlichen Personen gesprochen. Entsprechende Regelungen finden sich in § 5 Arbeitsgerichtsgesetz.

LAG-Hamm zur Einstufung eines leitenden Arztes als arbeitnehmerähnliche Person

[LAG-Hamm, 23.07.2007, 2 Ta 76/07]:

Rechtsweg: Der Leitende Arzt einer Spezialklinik, der aufgrund eines Beratervertrages tätig geworden ist, kann als arbeitnehmerähnliche Person gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 ArbGG angesehen werden, wenn er wirtschaftlich abhängig war und in ähnlicher Weise wie ein angestellter Arzt tätig geworden ist. Diese Sachlage war zuvor streitig und konnte durch das LAG-Hamm geklärt werden.




 
Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von JuraforumWiki-Redaktion, 04.05.2010 09:13
Zuletzt editiert von webmaster, 05.09.2011 11:18


 
 

Arbeitnehmer Definition

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Entscheidungen zum Begriff Arbeitnehmer

  • BAG, 03.04.2008, 2 AZR 500/06
    1. Sozialwidrige Kündigung, weil für den Arbeitnehmer eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit bestand und diese ihm im Wege der Änderungskündigung hätte angeboten werden müssen. 2. Ergibt sich bei einer Änderungskündigung die Höhe der Vergütung für die geänderte Tätigkeit nicht automatisch etwa aus einem Tarifvertrag oder einer vom...
  • LAG-KOELN, 13.04.2012, 5 Sa 551/11
    1. Für die Frage, ob ein Arbeitnehmer auf einem anderen Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden kann, gilt, dass der Arbeitgeber zunächst pauschal behaupten kann, es bestehe für den dauerhaft erkrankten Arbeitnehmer keine andere Beschäftigungsmöglichkeit. Diese pauschale Behauptung umfasst den Vortrag, es bestehe keine Möglichkeit einer...
  • LAG-MECKLENBURG-VORPOMMERN, 06.03.2007, 5 Sa 214/06
    1. Zur Anzahl der Urlaubstage, die einem Arbeitnehmer mit der besonderen tariflichen Wochenarbeitszeit von 34 Stunden bei der Deutschen Telekom AG zustehen, der im Arbeitszeitmodell "8+1" 8 Wochen lang an fünf Tagen in der Woche 7 Stunden arbeitet und in der 9. Woche gänzlich von der Arbeit freigestellt ist. 2. Aus § 24...
  • LAG-NIEDERSACHSEN, 08.10.2004, 10 Sa 679/04
    1. In die Sozialauswahl sind nur die vergleichbaren Arbeitnehmer einzubeziehen. Vergleichbar sind nur die Arbeitnehmer, die nach ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und dem Inhalt ihrer Arbeitsverträge austauschbar sind. 2. Macht der Arbeitnehmer geltend, es sei mit einem anderen Arbeitnehmer vergleichbar, muss er darlegen, welche...
  • BAG, 13.11.2012, 3 AZR 444/10
    1. Grobe Pflichtverletzungen, die ein Arbeitnehmer begangen hat, berechtigen den Arbeitgeber nur dann zum Widerruf der Versorgungszusage, wenn die Berufung des Arbeitnehmers auf das Versorgungsversprechen rechtsmissbräuchlich (§ 242 BGB) ist.2. Dies kann der Fall sein, wenn der Arbeitnehmer die Unverfallbarkeit seiner...

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    Will ein Arbeitgeber Beschäftigte aus dienstlichen Gründen versetzen, so hat er bei der Auswahl die Grundsätze billigen Ermessens zu beachten. Eine Auswahl, die nur Beschäftigte einbezieht, die vorher befristete Arbeitsverträge hatten, ist unzulässig. Die Klägerin war seit Juli 2009 bei der beklagten Bundesagentur für Arbeit als...
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