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Anfechtungsgesetz

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Erklärung zum Begriff Anfechtungsgesetz

Das Anfechtungsgesetz (AnfG) ist ein Gesetz, welches die Möglichkeiten eines Gläubigers regelt, Rechtshandlungen seines Schuldners anzufechten, welche ihn benachteiligen.

Gemäß dem Anfechtungsgesetz betsehen drei verschiedene Fälle, in denen ein Gläubiger die Rechtshandlungen eines Schuldners anfechten kann:

  • gemäß § 3 Abs. 1 AnfG Rechtshandlungen, welche der Schuldner mit der Absicht vornimmt, den Gläubiger zu benachteiligen, wobei die dritte Person über diesen Vorsatz in Kenntnis gesetzt sein muss
  • gemäß § 3 Abs. 2 AnfG entgeltliche Verträge, welche seitens des Schuldners mit einer ihm nahestehenden Person abschließt
  • gemäß § 4 AnfG Leistungen eines Schuldners an eine dritte Person, welche unentgeltlich sind, wie beispielsweise Schenkungen

Mit Hilfe des Anfechtungsgesetzes wird es dem Gläubiger ermöglicht, auf einen Wertgegenstand eines Schuldners zwangszuvollstrecken, auch wenn der betreffende Gegenstand bereits an eine dritte Person übertragen worden ist.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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