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Abzahlungsgeschäft

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Erklärung zum Begriff Abzahlungsgeschäft

Bei einem Abzahlungsgeschäft handelt es sich um einen Kauf, bei dem die Kaufsache dem Käufer bereits übergeben wird, bevor dieser den kompletten Kaufpreis an den Verkäufer entrichtet hat. Da der Käufer den Kaufpreis in Raten bezahlt, ist das Abzahlungsgeschäft auch als "Teilzahlungsgeschäft" oder "Kreditverkaufsgeschäft" zu bezeichnen. Zu beachten ist, dass mindestens zwei Ratenzahlungen gegeben sein müssen, damit ein derartiger Kauf zustande kommen kann.

Wenn der Käufer seinen vereinbarten Ratenzahlungen nicht nachkommt, hat der Verkäufer das Recht, von dem Kaufvertrag zurückzutreten.

Die §§ 499 ff. BGB geben die gesetzliche Grundlage für ein Abzahlungsgeschäft. So ist dieses unter anderem in Schriftform abzuschließen. Darüber hinaus muss es die Höhe, Fälligkeit und Anzahl der Raten, den effektiven Jahreszins, den Gesamtpreis, eine Vereinbarung über einen Eigentumsvorbehalt beziehungsweise einer anderen Sicherheit enthalten, um rechtswirksam zu sein. Darüber hinaus wurde das Abzahlungsgesetz geschaffen, welches dem Schutz des Käufers dienen soll. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es ausschließlich für private Käufer zum Tragen kommt; für Kunden, welche im Handelsregister als Kaufmann eingetragen sind, gilt es nicht.

Der Vorteil des Abzahlungsgeschäfts liegt darin, dass der Käufer nicht den vollen Kaufpreis in einer Summe zu entrichten hat. Allerdings wird er erst dann Eigentümer der betreffenden Sache, wenn er diese vollumfänglich bezahlt hat.

Das Abzahlungsgeschäft ist nicht zu verwechseln mit einem Kredit; es kann aber als eine Kombination aus Kredit und Kauf angesehen werden: dem Käufer wird der Kaufpreis für die betreffende Ware gestundet; dafür, dass er diesen in Raten entrichten darf, werden ihm Zinsen berechnet, welche in der Regel identisch sind mit Kreditzinsen.




Mitwirkende/Autoren:
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Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von Gast, 14.09.2015 20:09


 
 

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