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Abwehrklage

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Erklärung zum Begriff Abwehrklage

In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass ein Eigentümer einer Sache sich in seiner Eigentumsfreiheit gestört fühlt. Zunächst wird er versuchen, den Verursacher der Beeinträchtigung dazu zu bringen, sein Verhalten zu ändern. Bleibt diese Aufforderung erfolglos, so kann er kraft Gesetzes gegen den betreffenden Verursacher vorgehen: gemäß § 1004 BGB besteht ein Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch, welcher im Rahmen einer Abwehrklage geltend gemacht werden kann.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass in jenen Ländern, in denen die obligatorische Streitschlichung praktiziert wird, zunächst dieser Weg gegangen werden muss. Führt sie nicht zum Erfolg, so kann derjenige, welcher sich in seiner Eigentumsfreiheit gestört fühlt, auf Unterlassung klagen. Dies geschieht grundsätzlich vor den Zivilgerichten.

Der Anspruch auf Beseitigung und Unterlassung ist gemäß § 1004 Abs. 2 BGB jedoch ausgeschlossen, wenn der Eigentümer zur Duldung verpflichtet ist.




Mitwirkende/Autoren:
Erstellt von , 01.06.2013 00:00
Zuletzt editiert von JuraforumWiki-Redaktion, 01.06.2013 00:00


 
 

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