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Pillen & Co: Koffein und hartes Zeug (Ritalin, Amphetamine etc.)

Lerntipps

Jeder kennt das Gefühl kurz vor den Prüfungen. Vor allem in den letzten Wochen vor den Klausuren kommt schnell Panik auf. „Wie soll ich den ganzen Stoff bloß schaffen?“, fragt sich wohl jeder, der vor der ganzen Stoff-Fülle schon Schweißperlen auf der Stirn bekommt. Hinzu kommt der Notendruck, denn ohne überdurchschnittliche Benotungen sehen auch die Berufsaussichten deutlich schlechter aus. Was liegt da näher, als mit leistungssteigernden Hilfsmitteln (Drogen oder Medikamenten) nachzuhelfen? In den letzten Jahren hat sich in Studentenkreisen unter der Hand das Medikament Ritalin (Wirkstoff: Methylphenidat) stark verbreitet.

Was ist Ritalin?

Ritalin unterliegt zwar der Rezeptpflicht und dem Betäubungsmittelgesetz, hat sich jedoch innerhalb eines Jahrzehntes (zwischen 1993 bis 2003) in Deutschland zu einem der meistverschriebensten Medikamente bei Kindern mit ADHS entwickelt und ist daher trotz Verschreibungspflicht immer leichter verfügbar. Bei hyperaktiven Kindern führt die Substanz zur Beruhigung und damit zur Unterdrückung der Zappel-Symptomatik. Wird der Wirkstoff von einer erwachsenen Person genommen, so tritt der Effekt ein, dass die Fokussierung auf das Lernen erleichtert wird und gleichzeitig ähnlich wie bei Amphetaminen der Wachheitsgrad deutlich erhöht wird.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Ritalin

Pillen & CoEine Tablette wirkt zwischen vier bis fünf Stunden. Viele Studenten denken bei all diesen Wirkungen sicherlich, den Heiligen Gral zur Prüfungsvorbereitung entdeckt zu haben. In vielen Foren wird auch schon intensiv über das Thema diskutiert. Allerdings sollte man neben den positiven Wirkungen die gefährlichen Nebenwirkungen nicht außer Acht lassen. Ritalin kann beispielsweise zu Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Appetitverlust, Magenproblemen, Angstzuständen, Depressionen und Herz- Kreislaufproblemen führen. Die missbräuchliche Verwendung kann sogar bis zum plötzlichen Tod führen. Ob es das wirklich Wert ist?

Amphetamin

Neben dem verschreibungspflichtigen Medikament Ritalin sind auf dem Schwarzmarkt auch noch weitere Substanzen zur Leistungssteigerung verfügbar. Unter dem Szenenamen Speed, Pep oder Crystal kann Amphetamin und Metamphetamin im Untergrund käuflich erworben werden. Im Vergleich zu Ritalin besitzten Amphetamine eine wesentlich längere Wirkungsdauer (vier bis sechs Stunden bei “normalen“ Amphetamin, bei Metamphetamin in hohen Dosen bis zu 36 Stunden). Amphetamine versetzen den Körper in einen Alarmzustand, der sich in einer Verringerung des Hunger- und Durstgefühls sowie des Schmerzempfindens ausdrückt. Außerdem erhöht sich der Blutdruck und die Bronchien werden geweitet, um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können.

Nebenwirkungen von Amphetaminen

Das hört sich vielleicht auf den ersten Blick relativ verlockend an, jedoch sind die Nebenwirkungen auch nicht zu verachten. Zwar kann das Konzentrationsvermögen durch Amphetamine gesteigert werden, allerdings kommt es bei höheren Dosierungen zu starker motorischer Unruhe und Fahrigkeit. Da Schwarzmarktpräparate sowieso hinsichtlich ihrer Wirkstoffkonzentrationen schwer einzuschätzen sind und motorische Unruhe für Lernprozesse nicht grade förderlich ist, sollte auf Amphetamine beim Lernen besser verzichtet werden. Wer allerdings gerne an Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust oder Nierenschäden leiden möchte, der kann gerne zugreifen.

Koffein zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit

Doch wer die Leistungsfähigkeit beim Lernen erhöhen möchte, muss nicht gleich die Holzhammermethode anwenden und bedenkliche Medikamente oder Drogen einnehmen. Viele Studenten schwören auf koffeinhaltige Getränke wie zum Beispiel Tee. Tatsächlich ist Koffein in der Lage, den Wachheitsgrad zu erhöhen und über kurze Zeit die Leitsungsfähigkeit beim Lernen zu steigern. Natürlich muss man sich trotzdem immer noch hinsetzen und lernen, allerdings kann die Konzentrationsfähigkeit durch Koffein deutlich erhöht werden.

Die Tee-Zubereitung

In einer Tasse Schwarztee sind etwa 90 bis 100 mg Koffein enthalten. Schon eine Tasse Tee lässt den Blutdruck ansteigen. Ein Tee, der 3 Minuten durchzieht, hat eine stärker anregende Wirkung, als ein Tee, der 5 Minuten durchzieht. Dies liegt daran, dass der Gerbstoffanteil bei längerem Durchziehen ansteigt und das vorhandene Koffein bindet. Wer also eine stärkere Wirkung haben möchte, der sollte den Tee nur etwa 3 Minuten ziehen lassen.

Was bei Übermüdung wirklich hilft

Bei Übermüdung kann Koffein allerdings nur kurzfristig helfen. Wenn beim Lernen Übermüdung auftritt so ist eher ausreichender Schlaf zu empfehlen, als mit Koffein nachzuhelfen. Nur erholsamer Schlaf ist in der Lage, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit auch dauerhaft wiederherzustellen. Auf übermäßigen Koffein-Konsum sollte während des Lernens allerdings verzichtet werden, denn Unmengen an Koffein führen zu Konzentrationsdefiziten und innerer Unruhe.

Oftmals kann eine bessere Konzentration schon durch kleine Veränderungen in der Lernumgebung oder eine bessere Planung erreicht werden.



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