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Jurastudium Tipps

Jurastudium

Das Jurastudium ist in Deutschland zweigliedrig gestaltet. Zunächst wird an der Universität das theoretische juristische Rüstzeug vermittelt. Dies geschieht über Pflichtveranstaltungen zu den grundlegenden Rechtsgebieten (bürgerliches Recht, Strafrecht und öffentliches Recht). Neben diesen Pflichtveranstaltungen besteht gemäß der neuen Prüfungsbestimmungen die Möglichkeit, Schwerpunktbereiche (früher Wahlpflichtkurse) zu wählen. Durch die Wahl der Schwerpunktbereiche kann der Student bis zu einem gewissen Maße den Aufbau seines Jurastudiums beeinflussen und eigene Interessenschwerpunkte festlegen.   

Gerade für Studienanfänger ist das Jurastudium ohne Tipps sehr unübersichtlich und aufgrund der Stofffülle haben viele den Eindruck, von einem unübersichtlichen Dickicht aus Informationen überflutet zu werden. Doch das muss nicht unbedingt sein.  

Jurastudium - Tipps zur Planung

Die Planung des Studiums wird oftmals sehr unterschätzt. Es ist kein Geheimnis, dass ein erfolgreiches Staatsexamen mit einer guten Studienplanung zusammenhängt. Um zu vermeiden, dass Sie das Gefühl bekommen den Überblick im Jurastudium zu verlieren oder den Stoff nicht bewältigen zu können, ist es ratsam, die Planung selbst in die Hand zu nehmen.

Zu Beginn ist es nicht leicht eine sinnvolle Planung aufzustellen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich zunächst alle wichtigen Informationen zum Studium zu besorgen. Wissen Sie was von Ihnen erwartet wird, haben Sie schon einmal einen Anhaltspunkt.

Sie haben somit einen ersten Überblick über die gesamte Stoffmasse die von Ihnen im  Jurastudium erwartet wird.

Setzen Sie sich im Jurastudium Ziele. Erst kurzfristige und später langfristige. Stellen Sie sich dabei selbst einige Fragen.

  • Was möchte ich beispielsweise bis zum Ende des 1. oder 2. Semesters an Stoff bewältigt haben?
  • Wann möchte ich scheinfrei sein?
  • Welchen Notendurchschnitt möchte ich erreiche?
  • usw.

Haben Sie sich solche Ziele gesetzt wissen Sie zumindest wofür Sie die ganze Zeit lernen. Ihnen wird es leichter fallen sich zu motivieren. Und genau hier knüpft die eigentliche Planung an. Sinn einer Planung bestehe gerade darin, sich ein Ziel in so kleine Teilschritte oder Teilziele aufzuteilen, dass man Sie möglichst leicht bewältigen kann.

Ein kleines Beispiel:

Sie setzten sich als Ziel am Ende des 4. Semesters die Übung für Fortgeschrittene im Strafrecht mit Bravur zu bestehen. Um dies erreichen zu können ist es notwendig, zuvor intensiv in den vorigen Semestern den Allgemeinen und Besonderen Teil des Strafrechts zu lernen. Dies sind Ihre Teilziele zur Verwirklichung Ihres, nennen wir es „Oberzieles“.

Haben Sie ihre Ziele in kleinen Schritten geteilt, stellt sich nun die Frage wie Sie diese am besten erreichen können. Zum einen haben sie die klassischen Vorlesungen zu den Rechtsgebieten, zum anderen werden Ihnen vorlesungsbegleitende Arbeitsgemeinschaften angeboten. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, beides zu besuchen. Die Vorlesungen sind gerade zu Beginn des Studiums sehr abstrakt und schwer verständlich. Genau hier knüpfen die Arbeitsgemeinschaften an. Sie versuchen im Idealfall den Stoff aufzuarbeiten und gleichzeitig anhand von praktischen Fällen anzuwenden.

Für Sie hat das den Vorteil, dass Sie den Stoff nochmal wiederholen und gleichzeitig die Möglichkeit besitzen dies zu überprüfen.

Nichts desto trotz lässt es nicht vermeiden, zusätzlich noch gezielt Wissenslücken zu schließen. Hier müssen Sie versuchen, anhand von Lehrbüchern eigenständig zu arbeiten.

Es ist ratsam dies konsequent einzuhalten, um später weitere Teilziele im Jurastudium möglichst leicht erreichen zu können. Es macht keinen Sinn seine Lücken vor sich her zu schieben, denn irgendwann kommt man zu dem Ergebnis, diese gesammelten Lücken zeitlich nicht mehr aufarbeiten zu können.  

Erstellen Sie sich Semesterpläne Ihr Jurastudium. Was möchten Sie in dem Semester alles besuchen? Behalten Sie dabei im Auge, was von Ihnen in der Regel verlangt wird. In manchen Universitäten müssen Sie eine bestimmte Anzahl an Scheinen zu einem bestimmten Zeitpunkt aufweisen, um die Zwischenprüfung zu bestehen und zum Hauptstudium zugelassen zu werden. Haben Sie einen Semesterplan aufgestellt, werden sie detaillierter.

Sie wissen nun, was sie sich vorgenommen haben und dementsprechend können Sie sich einen Wochenplan erstellen. Tragen Sie alle Pflichtveranstaltungen zuzüglich der dazugehörigen Arbeitsgemeinschaften ein. Haben Sie dies getan, werden Sie sehen wann Sie noch etwas „Luft“ haben. Genau diese Stellen nutzen Sie zum Nacharbeiten. Sie werden merken, nach ein bis zwei Wochen haben sie einen Lernrhythmus gefunden und sind damit Ihren Zielen ein Stück näher gekommen.

Ein auch sehr wichtiges Thema sind die Semesterferien. Allein das Wort ist schon tückisch. Eigentlich heißt es die „vorlesungsfreie Zeit“. Hält man sich das vor Augen, müsste jedem klar sein, was das für Auswirkungen auf den Wochenplan hat. Die Vorlesungen fallen weg. Allerdings wird dabei oft verkannt, dass gerade in den Zeiten die Semesterhausarbeiten geschrieben werden, sodass im Endeffekt ein „Austausch“ stattfindet. Von Ihnen wird verlangt die Zeit anders zu nutzen. Sie sollen den Stoff im Jurastudium nacharbeiten und sich überwiegend mit der Hausarbeit auseinandersetzen.

Aber keine Angst, wenn Sie das jetzt lesen müssen Sie nicht denken, dass Sie keine „Freizeit“ mehr haben. Machen Sie ruhig auch mal Urlaub und schalten Sie vom Jurastudium ab. Allerdings seien Sie dabei streng mit sich selbst. Denken Sie immer an ihre Ziele und schieben nichts unnötig vor sich hin, denn Sie wissen ja bereits, ein gutes Examen hängt mit einer guten Planung zusammen.



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