Jurastudium

Jurastudium

Jurastudium Einleitung

Trotz derzeit hoher Konkurrenz während und nach dem Jurastudium ist das Interesse an einem juristischen Studium bei Abiturienten gleichbleibend hoch. Dies liegt wahrscheinlich nicht zuletzt daran, dass Jura in der schulischen Ausbildung nicht gelehrt wird und somit im Gegensatz zu Mathematik oder anderen Fächern in der Schule auch noch nicht seinen Reiz verlieren konnte.

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich diesem Studium viele Studenten anschließen, die sich Ihrer Berufswahl noch nicht ganz klar sind. In den Augen dieser Studenten gewinnt das Jurastudium seine Attraktivität besonders vor dem Hintergrund der vielfältigen beruflichen Möglichkeiten, welche sich nach dem Studium dem Absolventen bieten.

Ist ein Jurastudium das richtige für mich?

Doch vor einer Wahl des Jurastudiums als Lückenbüßer für mangelnde berufliche Entscheidungsfindung soll an dieser Stelle nochmals eindringlich gewarnt werden. Denn nur wer Interesse für sein Studium aufbringt, wird später auch erfolgreich und zufrieden im Berufsleben stehen und vor allem Spaß an der Sache haben.

Ansonsten wird das Studium schnell zur Pflichtübung und Qual, denn ein Jurastudium erfordert neben analytischem Denken auch ein hohes Maß an Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Frustrationsintoleranz. Ihnen wird genau wie im späteren Beruf, von Beginn viel abverlangt und erwartet.

Hinzu kommt, dass die spätere berufliche Position als Jurist und auch das spätere Einkommen maßgeblich von den erzielten Examensnoten abhängig ist, denn gerade große Kanzleien oder auch der Staat orientiert sich zum größten Teil an den Abschlussnoten. Dies ist in anderen Studienfächern nicht so ausgeprägt.

Falls Sie sich trotz dieser nüchternen Betrachtung für das Berufsfeld des Juristen entscheiden sollten und das langwierige Jurastudium in Kauf nehmen, dann kann ich Sie dazu nur beglückwünschen. Schließlich erwartet Sie später eine anspruchsvolle Tätigkeit, in der sowohl Ihre analytischen Kenntnisse als Jurist als auch soziale Kompetenz gefragt ist. Schließlich stehen hinter jeder Akte auch immer persönliche Schicksale. Genau hier liegt oftmals auch die Schwierigkeit im Berufsleben. Sie müssen in der Lage sein, persönliche Schicksale ausblenden zu können, um sie rein juristisch bewerten zu können. Gerade in den Bereichen des Familienrechts, oder gar im Strafrecht ist dies oftmals nicht ganz einfach zu meistern.


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