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§ 85a ZVG

Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung | Jetzt kommentieren

Stand: 26.09.2016
   Erster Abschnitt (Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung)
      Zweiter Titel (Zwangsversteigerung)
         VI. (Entscheidung über den Zuschlag)

(1) Der Zuschlag ist ferner zu versagen, wenn das abgegebene Meistgebot einschließlich des Kapitalwertes der nach den Versteigerungsbedingungen bestehenbleibenden Rechte die Hälfte des Grundstückswertes nicht erreicht.

(2) § 74a Abs. 3, 5 ist entsprechend anzuwenden. In dem neuen Versteigerungstermin darf der Zuschlag weder aus den Gründen des Absatzes 1 noch aus denen des § 74a Abs. 1 versagt werden.

(3) Ist das Meistgebot von einem zur Befriedigung aus dem Grundstück Berechtigten abgegeben worden, so ist Absatz 1 nicht anzuwenden, wenn das Gebot einschließlich des Kapitalwertes der nach den Versteigerungsbedingungen bestehenbleibenden Rechte zusammen mit dem Betrag, mit dem der Meistbietende bei der Verteilung des Erlöses ausfallen würde, die Hälfte des Grundstückswertes erreicht.


Erwähnungen von § 85a ZVG in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 85a ZVG:

  • Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG)
    • Erster Abschnitt (Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung)
      • Zweiter Titel (Zwangsversteigerung)
        • III. (Bestimmung des Versteigerungstermins)
      • § 38
        • V. (Versteigerung)
      • § 74a
    • Zweiter Abschnitt (Zwangsversteigerung von Schiffen, Schiffsbauwerken und Luftfahrzeugen im Wege der Zwangsvollstreckung)
      • Erster Titel (Zwangsversteigerung von Schiffen und Schiffsbauwerken)
    • § 169a

Entscheidungen zu § 85a ZVG

  • BildOLG-MUENCHEN, 20.02.2013, 34 Wx 478/12
    Im Beschwerdeverfahren nach der Grundbuchordnung können Schriftsätze, die nach der Übergabe des Beschlusses an die Geschäftsstelle eingehen, nicht mehr berücksichtigt werden. Auf den Zeitpunkt der Hinausgabe der Entscheidung durch die Geschäftsstelle kommt es hingegen nicht an.
  • BildLG-AACHEN, 13.04.2011, 3 T 203/10
    Bei der erforderlichen Abwägung zwischen den Interessen des Schuldners und den Interessen des Gläubigers in einem sog. " Suizidfall " überwiegt das Interesse des Gläubigers, wenn nach dem Ergebnis der durchgeführten Beweisaufnahme allenfalls ein Restrisiko für eine Selbsttötung besteht.
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 11.04.2011, 20 W 69/11
    Bereits zur Aufteilung gemäß § 8 WEG ist die Zustimmung der Gläubiger der auf dem Grundstück lastenden Grundpfandrechte erforderlich.
  • BildLG-MUENSTER, 16.03.2011, 5 T 858/10 5 T
    Dinglicher Wohnungsberechtigter hat grundsätzlich kein Antragsrecht gem. § 765a ZPO. Schuldner/Eigentümer kann Antrag auf Vollstreckungsschutz zugunsten von Interessen eines Dritten (hier Wohnungsberechtigten) nur dann stellen, wenn Gefährdung für Leib und Leben gegeben ist. Im vorliegenden Falle hatte eine dem Schuldner/Eigentümer...
  • BildLG-MUENSTER, 17.06.2010, 05 T 168/10
    Ein erstmals im Rahmen der Zuschlagsbeschwerde gestellter Antrag des Schuldners gem. § 765 a ZPO ist unzulässig, es sei denn, es besteht eine konkrete Suizidgefahr.
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 18.03.2010, 20 W 360/09
    Sich widersprechende Eintragungen im Grundbuch heben dessen Rechtsschein auf; bei widersprüchlichem Grundbuchinhalt scheidet ein gutgläubiger Erwerb grundsätzlich aus. Dann kommt auch die Eintragung eines Amtswiderspruchs nicht in Betracht.
  • BildLG-ESSEN, 04.03.2010, 7 T 427/08
    Zwangsversteigerung, Aktivlegitimation des Schuldners für Rechtsmittel gegen den Zuschlagsbeschluss, wenn über das Vermögen des Schuldners das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, Anwendbarkeit des § 765 a ZPO, Suizidgefahr
  • BildLG-AACHEN, 11.12.2009, 3 T 433/09
    Zwangsversteigerung eines Grundstücks trotz Androhung des Selbstmordes eines Angehörigen des Schuldners
  • BildLG-ESSEN, 08.12.2009, 7 T 470/08
    Zwangsvollstreckung, unzumutbare Härte, Suizidgefahr
  • BildLG-AACHEN, 08.06.2009, 3 T 47/09
    Die Vorschriften üer das Präsidium sind auf die Verteilung der Geschäfte der Rechtspfleger nicht entsprechend anwendbar.

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