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JuraForum.deGesetzeZZPO§ 411 ZPO - Schriftliches Gutachten 

§ 411 ZPO - Schriftliches Gutachten

Zivilprozessordnung | Jetzt kommentieren

Stand: 22.08.2016
   Buch 2 (Verfahren im ersten Rechtszug)
      Abschnitt 1 (Verfahren vor den Landgerichten)
         Titel 8 (Beweis durch Sachverständige)

(1) Wird schriftliche Begutachtung angeordnet, soll das Gericht dem Sachverständigen eine Frist setzen, innerhalb derer er das von ihm unterschriebene Gutachten zu übermitteln hat.

(2) Versäumt ein zur Erstattung des Gutachtens verpflichteter Sachverständiger die Frist, so kann gegen ihn ein Ordnungsgeld festgesetzt werden. Das Ordnungsgeld muss vorher unter Setzung einer Nachfrist angedroht werden. Im Falle wiederholter Fristversäumnis kann das Ordnungsgeld in der gleichen Weise noch einmal festgesetzt werden. § 409 Abs. 2 gilt entsprechend.

(3) Das Gericht kann das Erscheinen des Sachverständigen anordnen, damit er das schriftliche Gutachten erläutere.

(4) Die Parteien haben dem Gericht innerhalb eines angemessenen Zeitraums ihre Einwendungen gegen das Gutachten, die Begutachtung betreffende Anträge und Ergänzungsfragen zu dem schriftlichen Gutachten mitzuteilen. Das Gericht kann ihnen hierfür eine Frist setzen; § 296 Abs. 1, 4 gilt entsprechend.


Erwähnungen von § 411 ZPO in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 411 ZPO:


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 411 ZPO

  • BildBAYERISCHER-VGH, 31.07.2015, 3 ZB 12.1613
    BeamtenrechtEntlassung aus dem Beamtenverhältnis auf Probe;Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit;Uneingeschränkte gesundheitliche Eignung für das Lehramt an Grundschulen;Eignung zur Übernahme einer Klassenleitung als konstitutive Voraussetzung;Bei Ablauf der Probezeit feststehende gesundheitliche Nichteignung; Lehrerin...
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 15.12.2014, 3 W 50/14
    1. Auch im selbstständigen Beweisverfahren hat das Gericht ein eingeholtes schriftliches Gutachten von Amts wegen auf seine Vollständigkeit, Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit hin zu überprüfen. Wird diese verneint, ist das Beweisverfahren auch ohne weiteren Antrag einer Partei durch Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung...
  • BildOLG-HAMM, 12.08.2014, 26 U 35/13
    Eine kostenintensive Zahnbehandlung (Implantatbehandlung mit Knochenaufbau durch Eigenknochenzüchtung) muss nicht bezahlt werden, wenn sich der Patient im Falle seiner ordnungsgemäßen Aufklärung über andere Behandlungsmöglichkeiten (Knochenaufbau durch Verwendung von Knochenersatzmittel oder Knochenentnahme aus dem Beckenkamm) gegen...
  • BildOLG-HAMM, 01.07.2014, 26 U 4/13
    Für den Funktionsverlust der linken Schulter erscheint ein Schmerzensgeld von 50.000,- € angemessen. Bei der Bewertung als grober Behandlungsfehler kann auch berücksichtigt werden, dass die gewählte Operationsart nicht die Methode der Wahl war und selbst fehlerhaft durchgeführt worden ist.
  • BildVG-ANSBACH, 12.03.2014, AN 11 K 13.01618
    (unbegründete) Klage auf Anerkennung eines Dienstunfalls; SLAP-Läsion; Unfallvorgang ungeeignet zur Hervorrufung des Körperschadens; Körperschaden konstitutiv für Begriff des Dienstunfalls; Ergänzungsfragen an Gutachter; Ablehnung von Hilfsbeweisanträgen
  • BildBGH, 18.06.2009, IX ZB 115/07
    Die Nichtzulassung der Revision in einem Entschädigungsrechtsstreit kann auch mit der Rüge angefochten werden, das Berufungsgericht habe den Anspruch der beschwerten Partei auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise verletzt. Erachtet das Revisionsgericht diese Rüge für begründet, kann es in dem stattgebenden Beschluss das...
  • BildSAARLAENDISCHES-OLG, 29.01.2008, 4 U 318/07
    Hat sich das Pflegepersonal davon überzeugt, dass ein halbseitig gelähmter Heimbewohner noch dazu in der Lage ist, sich im Außengelände ohne fremde Hilfe aktiv im Rollstuhl fortzubewegen, besteht keine Veranlassung für ein Verbot, das Heim mit dem Rollstuhl unbegleitet zu verlassen; auch ist die Heimleitung nicht gehalten, den...
  • BildOLG-KOBLENZ, 02.07.2007, 12 U 1812/05
    Anträge des Berufungsklägers müssen auf eine bestimmte sachliche Abänderung des angefochtenen Urteils abzielen. Der Antrag, das angefochtene Urteil abzuändern, reicht auch bei einer unbezifferten Schmerzensgeldklage nicht aus, wenn nicht einmal der Wert der Beschwer nach einem dem erstinsntanzlichen Antrag im Wesentlichen stattgebenden...
  • BildBGH, 22.05.2007, VI ZR 233/06
    Dem Antrag einer Partei auf Ladung eines Sachverständigen zur Erläuterung seines schriftlichen Gutachtens ist grundsätzlich auch dann zu entsprechen, wenn der Sachverständige das Gutachten in einem vorausgegangenen selbständigen Beweisverfahren erstattet hat.
  • BildBGH, 10.05.2005, VI ZR 245/04
    Hat das Erstgericht dem rechtzeitig gestellten Antrag einer Partei auf erstmalige mündliche Anhörung des gerichtlichen Sachverständigen nicht entsprochen, kann die Bindung des Berufungsgerichts an die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen entfallen. Ist dies der Fall, muß das Berufungsgericht dem in zweiter...

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