§ 100 ZPO - Kosten bei Streitgenossen

Zivilprozessordnung | Jetzt kommentieren

Stand: 28.11.2016
   Buch 1 (Allgemeine Vorschriften)
      Abschnitt 2 (Parteien)
         Titel 5 (Prozesskosten)

(1) Besteht der unterliegende Teil aus mehreren Personen, so haften sie für die Kostenerstattung nach Kopfteilen.

(2) Bei einer erheblichen Verschiedenheit der Beteiligung am Rechtsstreit kann nach dem Ermessen des Gerichts die Beteiligung zum Maßstab genommen werden.

(3) Hat ein Streitgenosse ein besonderes Angriffs- oder Verteidigungsmittel geltend gemacht, so haften die übrigen Streitgenossen nicht für die dadurch veranlassten Kosten.

(4) Werden mehrere Beklagte als Gesamtschuldner verurteilt, so haften sie auch für die Kostenerstattung, unbeschadet der Vorschrift des Absatzes 3, als Gesamtschuldner. Die Vorschriften des bürgerlichen Rechts, nach denen sich diese Haftung auf die im Absatz 3 bezeichneten Kosten erstreckt, bleiben unberührt.


Erwähnungen von § 100 ZPO in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 100 ZPO:

  • Zivilprozessordnung (ZPO)
    • Buch 1 (Allgemeine Vorschriften)
      • Abschnitt 2 (Parteien)
        • Titel 5 (Prozesskosten)
      • § 101 Kosten einer Nebenintervention
    • Buch 3 (Rechtsmittel)
      • Abschnitt 1 (Berufung)
    • § 527 Vorbereitender Einzelrichter
    • Buch 8 (Zwangsvollstreckung)
      • Abschnitt 1 (Allgemeine Vorschriften)
    • § 788 Kosten der Zwangsvollstreckung

Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 100 ZPO

  • BildVG-FREIBURG, 26.01.2016, A 5 K 2597/15
    Einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung des Inhalts, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aufzugeben, einen früheren Termin zur Aufnahme eines förmlichen Asylantrags zu vergeben (oder sonst das Asylverfahren beschleunigt zu betreiben), steht § 44a i.V.m. § 75 VwGO entgegen.
  • BildVG-POTSDAM, 09.12.2015, VG 6 K 2153/14.A
    In den Fällen eines Zweitantrag Verfahrens ist das Verwaltungsgericht zur Durchentscheidung berufen. Dies gilt auch bei fehlerhafter Annahme einer Zweitantrag Situation durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
  • BildVGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 09.12.2015, 8 S 1542/14
    Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts über die Notwendigkeit der Zuziehung eines Bevollmächtigen für das Vorverfahren bleibt von dem - deklaratorischen - Ausspruch der Unwirksamkeit des erstinstanzlichen Urteils nach beidseitiger Erledigungserklärung in der Berufungsinstanz unberührt.
  • BildOLG-HAMM, 28.10.2015, 8 U 73/15
    1. Eine Anfechtungs- bzw. Nichtigkeitsklage gegen einen Beschluss der Gesellschafterversammlung einer GmbH muss grds. nicht von einem individuellen Rechtsschutzbedürfnis des klagenden Gesellschafters getragen sein. Das Rechtsschutzbedürfnis fehlt jedoch ausnahmsweise, wenn keinerlei objektives Bedürfnis für eine Nichtigerklärung des...
  • BildBAYERISCHER-VGH, 22.10.2015, 8 ZB 13.647
    Ein Anlieger, der gegen eine straßenrechtliche Einziehung einer Straße substanziiert geltend macht, die Einziehung durch die Straßenbaubehörde erfolge aus rechtsmissbräuchlichen, willkürlichen oder unredlichen Gründen oder sei in sonstiger Weise treuwidrig (§ 242 BGB analog), ist klagebefugt. Die Entscheidung über die Einziehung ist...
  • BildBAYERISCHER-VGH, 16.06.2015, 10 C 15.241
    Gebührenerhebung für aufenthaltsrechtliche Amtshandlungen (Aufenthaltserlaubnis, Fiktionsbescheinigung, Reiseausweis für Ausländer);Höchstgrenze für Amtshandlungen zugunsten Minderjähriger Passersatzpapiere für Kinder; Höhe der Gebühren
  • BildBAYERISCHER-VGH, 12.06.2015, 10 ZB 13.2111
    Feststellung des Verlusts des Rechts auf Einreise und Aufenthalt;Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils Nichtigkeit eines Verwaltungsakts; Erkennbarkeit der ausstellenden Behörde; besonders schwerwiegender Fehler; Verfahrensmangel; Aufklärungsrüge; Sachverständigengutachten
  • BildVG-DUESSELDORF, 21.05.2015, 1 K 3171/14
    1. Gegen die Feststellung, dass ein Bürgerbegehren unzulässig ist, können die Vertreter des Bürgerbegehrens im Sinne des § 26 Abs. 2 Satz 2 GO NRW nur gemeinschaftlich Klage erheben. 2. Scheidet einer von mehreren Vertretern des Bürgerbegehrens im Laufe des Verfahrens aus, wachsen dessen Vertretungsrechte den übrigen Vertretern zu...
  • BildOLG-STUTTGART, 12.05.2015, 10 U 114/14
    Eine Klausel, mit der dem jeweiligen Erwerber eines in einer Wohnungseigentumsanlage befindlichen Reihenhauses eine unwiderrufliche Vollmacht erteilt wird, das seinem ausschließlichen Sondernutzungsrecht unterliegende Gemeinschaftseigentum für alle Erwerber abzunehmen, hält einer Inhaltskontrolle stand, wenn schützenswerte Belange der...
  • BildVG-GELSENKIRCHEN, 08.05.2015, 18a K 3619/14.A
    Entscheidung des Bundesamtes, dass dem Asylbewerber in der Bundesrepublik Deutschland keine Asyl zusteht, bei Einreise über einen sicheren Drittstaat (EU- Mitgliedstaat), der dem Asylbewerber bereits den unionsrechtlichen subsidiären Schutz zugesprochen hat. Der Asylbewerber, dem bereits in einem sicheren Drittstaat (hier: Bulgarien)...

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