§ 2 WaffG - Grundsätze des Umgangs mit Waffen oder Munition, Waffenliste

Waffengesetz | Jetzt kommentieren

Stand: 28.11.2016
   Abschnitt 1 (Allgemeine Bestimmungen)

(1) Der Umgang mit Waffen oder Munition ist nur Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

(2) Der Umgang mit Waffen oder Munition, die in der Anlage 2 (Waffenliste) Abschnitt 2 zu diesem Gesetz genannt sind, bedarf der Erlaubnis.

(3) Der Umgang mit Waffen oder Munition, die in der Anlage 2 Abschnitt 1 zu diesem Gesetz genannt sind, ist verboten.

(4) Waffen oder Munition, mit denen der Umgang ganz oder teilweise von der Erlaubnispflicht oder von einem Verbot ausgenommen ist, sind in der Anlage 2 Abschnitt 1 und 2 genannt. Ferner sind in der Anlage 2 Abschnitt 3 die Waffen und Munition genannt, auf die dieses Gesetz ganz oder teilweise nicht anzuwenden ist.

(5) Bestehen Zweifel darüber, ob ein Gegenstand von diesem Gesetz erfasst wird oder wie er nach Maßgabe der Begriffsbestimmungen in Anlage 1 Abschnitt 1 und 3 und der Anlage 2 einzustufen ist, so entscheidet auf Antrag die zuständige Behörde. Antragsberechtigt sind

1.
Hersteller, Importeure, Erwerber oder Besitzer des Gegenstandes, soweit sie ein berechtigtes Interesse an der Entscheidung nach Satz 1 glaubhaft machen können,
2.
die zuständigen Behörden des Bundes und der Länder.
Die nach Landesrecht zuständigen Behörden sind vor der Entscheidung zu hören. Die Entscheidung ist für den Geltungsbereich dieses Gesetzes allgemein verbindlich. Sie ist im Bundesanzeiger bekannt zu machen.


Erwähnungen von § 2 WaffG in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 2 WaffG:

  • Waffengesetz (WaffG)
    • Abschnitt 1 (Allgemeine Bestimmungen)
  • § 3 Umgang mit Waffen oder Munition durch Kinder und Jugendliche
    • Abschnitt 2 (Umgang mit Waffen oder Munition)
      • Unterabschnitt 1 (Allgemeine Voraussetzungen für Waffen- und Munitionserlaubnisse)
    • § 4 Voraussetzungen für eine Erlaubnis
      • Unterabschnitt 7 (Verbote)
    • § 40 Verbotene Waffen
    • Abschnitt 3 (Sonstige waffenrechtliche Vorschriften)
  • § 48 Sachliche Zuständigkeit
    • Abschnitt 4 (Straf- und Bußgeldvorschriften)
  • § 51 Strafvorschriften
  • § 52 Strafvorschriften
  • § 53 Bußgeldvorschriften

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Entscheidungen zu § 2 WaffG

  • BildBAYERISCHER-VGH, 07.07.2015, 21 C 15.562
    WaffenrechtProzesskostenhilfe; erfolglose Beschwerde;Gröblicher Verstoß gegen Vorschriften des Waffengesetzes;Verbot des Besitzes erlaubnisfreier Schusswaffen und Munition;Lediglich vorübergehender erlaubnisfreier Erwerb einer Waffe zum Schießen auf einer Schießstätte;Schießprüfung im Rahmen der Jägerprüfung
  • BildVG-SIGMARINGEN, 24.04.2015, 8 K 1781/13
    Bei einem Jäger mit nicht vorgeschädigtem Gehör, der nicht beruflich zur Jagd verpflichtet ist, ist das Bedürfnis gemäß § 8 Waffengesetz für einen Schalldämpfer auf einer jagdlichen Langwaffe (Büchse) nicht gegeben.
  • BildBAYERISCHER-VGH, 17.04.2015, 21 ZB 15.84
    Waffenrecht;Im Zusammenhang mit der Jagdausübung dürfen Waffen nicht schussbereit (geladen) in einem Fahrzeug geführt werden Zulassungsberufung; Unzuverlässigkeit; Regelvermutung; gröblicher Verstoß gegen Vorschriften des WaffG; vorsätzliches unerlaubtes Führen einer Schusswaffe; Wechsel der ehrenamtlichen Richter
  • BildBAYERISCHER-VGH, 17.04.2015, 21 ZB 15.83
    Jagdrecht/WaffenrechtIm Zusammenhang mit der Jagdausübung dürfen Waffen nicht schussbereit (geladen) in einem Fahrzeug geführt werden Zulassungsberufung; Ungültigerklärung und Einziehung des Jagdscheins; Unzuverlässigkeit; Regelvermutung; gröblicher Verstoß gegen Vorschriften des WaffG; vorsätzliches unerlaubtes Führen einer...
  • BildOLG-KARLSRUHE, 13.04.2015, 2 Ws 126/15
    1. Der Vollzug eines außer Vollzug gesetzten Haftbefehls kann nicht angeordnet werden, wenn annähernd sechs Monate Untersuchungshaft bereits vollzogen sind und die besonderen Voraussetzungen des § 121 Abs. 1 StPO wegen einer Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht vorliegen (hier: etwa sechsmonatige Untätigkeit der...
  • BildVG-FREIBURG, 12.11.2014, 1 K 2227/13
    1. Erwerb, Besitz und Führen eines Schalldämpfers bedürfen auch dann einer waffenrechtlichen Erlaubnis, wenn der Schalldämpfer von einem Jäger für eine ausschließlich jagdlich genutzte Waffe eingesetzt werden soll. 2. Bei der im Rahmen der Prüfung des waffenrechtlichen Bedürfnisses vorzunehmenden Abwägung ist das im allgemeinen...
  • BildOVG-NORDRHEIN-WESTFALEN, 24.09.2014, 20 A 1347/12
    Das sich aus § 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c BJagdG ergebenden Verbot, auf Wild mit halbautomatischen oder automatischen Waffen zu schießen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, rechtfertigt es nicht, bei der waffenrechtlichen Erlaubniserteilung auf der Grundlage von § 13 Abs. 1 Nr. 2 WaffG einen einschränkenden...
  • BildVG-REGENSBURG, 13.08.2014, RN 4 K 13.1782
    Das Vorliegen einer Durchfallerkrankung vermag keine Ausnahme von der Regel des § 5 Abs. 2 Nr. 5 WaffG zu begründen, wenn eine Langwaffe während eines Zeitraums von ca. 80 Minuten in einem Fahrzeug belassen wird, dessen Fahrerfenster nicht vollständig geschlossen ist.Gröblicher Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften; Langwaffe in...
  • BildVG-AUGSBURG, 17.06.2014, Au 4 K 14.708
    Prozesskostenhilfe (abgelehnt); Verbot zum Erwerb und Besitz erlaubnisfreier Waffen; Verbot zum Besitz erlaubnispflichtiger Waffen; Strafbefehl über 90 Tagessätze; Bedrohung mit Schreckschussrevolver und unerlaubter Waffenbesitz
  • BildHESSISCHER-VGH, 15.05.2014, 4 A 133/13.Z
    Auf § 13 Abs. 11 AWaffV und damit auf eine Freistellung von den (regulären) Aufbewahrungsanforderungen für Waffen und Munition (nach §§ 36 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 WaffG i.V.m. § 13 Abs. 1 - 8 AWaffV) kann sich nicht berufen, wer bereits ca. 1,5 Stunden vor dem beabsichtigten Transport der Waffe und der Munition zum Ort der Jagd sein...

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93 - V;ie/r =

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