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JuraForum.deGesetzeSStGB§ 242 StGB - Diebstahl 

§ 242 StGB - Diebstahl

Strafgesetzbuch | Jetzt kommentieren

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Stand: 27.06.2016
   Besonderer Teil ()
      Neunzehnter Abschnitt (Diebstahl und Unterschlagung)

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.


§ 242 StGB – Diebstahl

I. Tatbestand

  1. objektive Tatbestand
    • Tatobjekt: fremde bewegliche Sache
      • Sache: sind alle körperlichen Gegenstände nach § 90 BGB.
      • fremd: wenn der Gegenstand zumindest auch im Eigentum einer anderen Person steht.
      • beweglich: ist eine Sache, wenn Sie tatsächlich fortbewegt werden kann.
    • Wegnahme: Bruch fremden Begründung neuen, nicht notwendigerweise tätereigenen Gewahrsams.
      • Gewahrsam: die vom natürlichen Herrschaftswillen getragene Sachherrschaft
      • Bruch: ist die Aufhebung des Gewahrsams ohne oder gegen den Willen des Gewahrsamsinhabers.
  2. subjektiver Tatbestand
  • Vorsatz bezüglich aller objektiven Tatbestandsmerkmale. Zudem muss der Täter  mit Zueignungsabsicht gehandelt haben: Diese besteht aus einem Aneignungsabsicht und einem Enteignungsvorsatz. Aneignungsabsicht meint die Absicht, sich die Sache zumindest vorübergehend anzueignen. Der Enteignungsvorsatz muss in Bezug auf die Tatsache vorliegen, dass der Täter den Eigentümer dauerhaft aus seiner Eigentümerposition verdrängen möchte.

II. Rechtswidrigkeit

Die allgemeinen Grundsätze sind anzuwenden.  Insbesondere darf kein fälliger- und einredefreier Anspruch  auf Übereignung der Sache bestehen.

III. Schuld           

Die allgemeinen Grundsätze sind anzuwenden.

IV. Strafzumessung

Besonders schwere Fälle nach § 243 StGB

Entscheidungen zu § 242 StGB

  • KG, 29.10.2013, (2) 121 Ss 126/13 (48/13)
    1. § 263a StGB setzt voraus, dass der Täter durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf des Datenverarbeitungsvorgangs dessen Ergebnis beeinflusst und dadurch das Vermögen eines anderen...
  • OLG-CELLE, 13.04.2010, 32 Ss 7/10
    1. Das Dauerdelikt des wiederholten Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 7 AufenthaltsG und ein während dieser Straftat begangener Diebstahl (§ 242 StGB) bilden grundsätzlich keinen einheitliches Lebenssachverhalt und damit keine einheitliche Tat im prozessualen Sinne gemäß § 264 StPO.2. Die bloße Überschneidung...
  • AG-HAMBURG-MITTE, 16.12.2005, 843 - 440/05; 843 Ds 3201 Js 307/05 (440
    Das erkennende Gericht ist für die Anordnung einer Maßnahme nach § 81g StPO zuständig, sobald Anklage erhoben und die Sache bei ihm rechtshängig ist. Die Anordnung trifft dann nicht mehr der Ermittlungsrichter. Für die Aufnahme eines DNA-Identifizierungsmusters in eine DNA-Datei besteht kein Richtervorbehalt. Bei gewerbsmäßigem...
  • BGH, 20.09.2005, 3 StR 295/05
    Illegal erworbene Drogen können tauglicher Gegenstand eines Eigentumsdeliktes sein.
  • OLG-HAMBURG, 11.08.2003, II - 56/03
    Die Verhängung einer -kurzen- Freiheitsstrafe für einen (Laden-)Diebstahl mit besonders geringwertiger Beute verstößt nicht gegen das Übermaßverbot, wenn bei der Bestimmung der Strafzumessungsschuld das geringere Gewicht der Erfolgskomponente (Beutewert) durch ein höheres Gewicht der Handlungskomponente (u.a. Nichtbeachtung diverser...

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