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JuraForum.deGesetzeSStGB§ 242 StGB - Diebstahl 

§ 242 StGB - Diebstahl

Strafgesetzbuch | Jetzt kommentieren

Stand: 26.09.2016
   Besonderer Teil ()
      Neunzehnter Abschnitt (Diebstahl und Unterschlagung)

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 242 StGB:

  • Strafgesetzbuch (StGB)
    • Besonderer Teil ()
      • Neunzehnter Abschnitt (Diebstahl und Unterschlagung)
    • § 245 Führungsaufsicht
    • § 248a Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen
      • Einundzwanzigster Abschnitt (Begünstigung und Hehlerei)
    • § 261 Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte

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§ 242 StGB – Diebstahl

I. Tatbestand

  1. objektive Tatbestand
    • Tatobjekt: fremde bewegliche Sache
      • Sache: sind alle körperlichen Gegenstände nach § 90 BGB.
      • fremd: wenn der Gegenstand zumindest auch im Eigentum einer anderen Person steht.
      • beweglich: ist eine Sache, wenn Sie tatsächlich fortbewegt werden kann.
    • Wegnahme: Bruch fremden Begründung neuen, nicht notwendigerweise tätereigenen Gewahrsams.
      • Gewahrsam: die vom natürlichen Herrschaftswillen getragene Sachherrschaft
      • Bruch: ist die Aufhebung des Gewahrsams ohne oder gegen den Willen des Gewahrsamsinhabers.
  2. subjektiver Tatbestand
  • Vorsatz bezüglich aller objektiven Tatbestandsmerkmale. Zudem muss der Täter  mit Zueignungsabsicht gehandelt haben: Diese besteht aus einem Aneignungsabsicht und einem Enteignungsvorsatz. Aneignungsabsicht meint die Absicht, sich die Sache zumindest vorübergehend anzueignen. Der Enteignungsvorsatz muss in Bezug auf die Tatsache vorliegen, dass der Täter den Eigentümer dauerhaft aus seiner Eigentümerposition verdrängen möchte.

II. Rechtswidrigkeit

Die allgemeinen Grundsätze sind anzuwenden.  Insbesondere darf kein fälliger- und einredefreier Anspruch  auf Übereignung der Sache bestehen.

III. Schuld           

Die allgemeinen Grundsätze sind anzuwenden.

IV. Strafzumessung

Besonders schwere Fälle nach § 243 StGB


Entscheidungen zu § 242 StGB

  • BildOLG-HAMM, 21.10.2014, 1 RVs 82/14
    1. Zu den Voraussetzungen der Wirksamkeit einer Berufungsbeschränkung, wenn im Urteil des Erstgerichts weder eine Schuldunfähigkeit des Täters noch seine erheblich verminderte Schuldfähigkeit erörtert wurden und das Berufungsgericht eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit bejaht. 2. Zur Bedeutung des Leistungsverhaltens für die...
  • BildOLG-HAMM, 29.04.2014, 1 RVs 11/14
    Bei der Bildung einer Einheitsjugendstrafe nach § 31 JGG ist es erforderlich, dass sich die Sachverhaltsdarstellung auch auf das einbezogene Urteil erstreckt, da nur so die Sanktionsbegründung nachvollziehbar ist. Erforderlich ist daher, dass die früheren Taten, die Gegenstand der einbezogenen Verurteilung sind, kurz dargestellt und...
  • BildAG-KASSEL, 14.01.2014, 234 Ds - 1660 Js 14071/13
    Das Aufbrechen mehrerer umschlossener Räume stellt materiell-rechtlich eine Tat dar, wenn die Tathandlungen in engem räumlich-zeitlichem Zusammenhang erfolgen, von einem einheitlichen, zuvor gefassten, nicht lediglich allgemeinen Vorsatz gefragen werden und keine Zäsur erfahren.
  • BildAG-TIERGARTEN, 16.10.2008, (257) 52 Js 4301/08 Ls (16/08)
    1. Wer sich ein modernes Mobiltelefon unter Vortäuschung der Rückgabebereitschaft auf öffentlichem Straßenland geben lässt, begründet am Telefon bereits mit dessen Ergreifen alleinigen Gewahrsam und macht sich nicht des Diebstahls, sondern des Betruges schuldig. 2. Wer sich den betrügerisch erlangten Gewahrsam an einer Sache aufgrund...
  • BildBGH, 20.09.2005, 3 StR 295/05
    Illegal erworbene Drogen können tauglicher Gegenstand eines Eigentumsdeliktes sein.
  • BildOLG-HAMBURG, 11.08.2003, II - 56/03
    Die Verhängung einer -kurzen- Freiheitsstrafe für einen (Laden-)Diebstahl mit besonders geringwertiger Beute verstößt nicht gegen das Übermaßverbot, wenn bei der Bestimmung der Strafzumessungsschuld das geringere Gewicht der Erfolgskomponente (Beutewert) durch ein höheres Gewicht der Handlungskomponente (u.a. Nichtbeachtung diverser...

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