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JuraForum.deGesetzeSStGB§ 227 StGB - Körperverletzung mit Todesfolge 

§ 227 StGB - Körperverletzung mit Todesfolge

Strafgesetzbuch | Jetzt kommentieren

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Stand: 30.05.2016
   Besonderer Teil ()
      Siebzehnter Abschnitt (Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit)

(1) Verursacht der Täter durch die Körperverletzung (§§ 223 bis 226a) den Tod der verletzten Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.


§ 227 StGB – Schema Körperverletzung mit Todesfolge -Tatbestand

I. Tatbestand

  1. objektive Tatbestand
    • objektive Tatbestand des § 223
    • Eintritt der Todesfolge
    • Kausalität zwischen der Körperverletzung und dem Todeseintritt
    • objektive Sorgfaltspflichtverletzung
    • Fährlässigkeit hinsichtlich der Todesfolge erforderlich. Diese besteht, wie bei den allgemeinen Fahrlässigkeitsdelikten aus einer objektiven Sorgfaltspflichtverletzung bei objektiver Vorhersehbarkeit.
    • Unmittelbarkeitszusammenhang: Die Verwirklichung des Grunddeliktes muss gerade eine ihm eigentümliche tatbestandsspezifische Gefahr anhaften, die sich im tödlichen Ausgang unmittelbar niedergeschlagen hat. Die Rechtsprechung des BGH und die Ihr folgende Literatur setzen nicht voraus, dass dieser spezifische Zusammenhang zwischen dem Körperverletzungserfolg und dem Todeseintritt besteht, sondern beziehen die Körperverletzungshandlung, soweit bereits ihr das Risiko eines tödlichen Ausgangs anhaftet, in den Gefahrenzusammenhang mit ein.  
  2. subjektiver Tatbestand
  • Vorsatz bezüglich aller objektiven Tatbestandsmerkmale.

II. Rechtswidrigkeit

Die allgemeinen Grundsätze sind anzuwenden.

III. Schuld

Fahrlässigkeitsschuldvorwurf: Begründet wird der Fahrlässigkeitsschuldvorwurf durch die Feststellung, dass der Täter nach seinen persönlichen Fähigkeiten und dem Maß seines individuellen Könnens imstande war, die objektive Sorgfaltspflicht zu erkennen und die sich daraus ergebenden Sorgfaltsanforderungen zu erfüllen.

Entscheidungen zu § 227 StGB

  • BGH, 23.03.1999, VI ZR 53/98
    BGB § 823 Be, I; StGB § 227 F.: 10. März 1987 Nehmen an einer tätlichen Auseinandersetzung im Sinne des § 227 StGB a.F. mehr als zwei Personen teil, muß ein als Schädiger in Anspruch genommener Teilnehmer beweisen, daß a) er weder unmittelbar noch mittelbar, weder physisch noch psychisch durch seine Teilnahme an der...

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