JuraForum.de > Gesetze > OWiG > § 106 OWiG - Kostenfestsetzung
Zweiter Teil (Bußgeldverfahren (§§ 35-110))
Zehnter Abschnitt (Kosten (§§ 105-109a))
I. (Verfahren der Verwaltungsbehörde)
(1) Die Höhe der Kosten und Auslagen, die ein Beteiligter einem anderen zu erstatten hat, wird auf Antrag durch die Verwaltungsbehörde festgesetzt.
Auf Antrag ist auszusprechen, dass die festgesetzten Kosten und Auslagen von der Anbringung des Festsetzungsantrages an entsprechend § 104 Abs. 1 Satz 2 der Zivilprozessordnung zu verzinsen sind.
Dem Festsetzungsantrag sind eine Berechnung der dem Antragsteller entstandenen Kosten, eine zur Mitteilung an den anderen Beteiligten bestimmte Abschrift und die Belege zur Rechtfertigung der einzelnen Ansätze beizufügen.
Zur Berücksichtigung eines Ansatzes genügt es, dass er glaubhaft gemacht ist.
Hinsichtlich der einem Rechtsanwalt erwachsenen Auslagen für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen genügt die Versicherung des Rechtsanwalts, dass die Auslagen entstanden sind.
(2) Für die Zwangsvollstreckung aus dem Kostenfestsetzungsbescheid gelten die Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Zwangsvollstreckung aus Kostenfestsetzungsbeschlüssen sinngemäß.
Die Zwangsvollstreckung ist erst zulässig, wenn der Kostenfestsetzungsbescheid unanfechtbar geworden ist.
Die vollstreckbare Ausfertigung wird vom Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des nach § 68 zuständigen Gerichts erteilt.
Fußnoten:
Zu § 106: Geändert durch G vom 24. 6. 1994 (BGBl I S. 1325) und 23. 7. 2002 (BGBl I S. 2850).
Folgende Vorschriften verweisen auf diesen Paragraphen:
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