JuSchG - Jugendschutzgesetz

Übersicht


Das Jugendschutzgesetz, kurz JuSchG, in Kraft getreten im Jahre 2002, hat die Aufgabe, dem Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit zu dienen. So ist in diesem Gesetzeswerk unter anderem der Konsum, der Verkauf und die Abgabe von Alkohol und Tabakwaren geregelt, ebenso der Verleih und auch Verkauf von Computerspielen und Videos.

Jugendschutzgesetz bei Killerspielen (© momius - Fotolia.com)
Jugendschutzgesetz bei Killerspielen
(© momius - Fotolia.com)

Das JuSchG beinhaltet auch die Regelung zum Aufenthalt von Jugendlichen bei Tanzveranstaltungen und in Gaststätten. Im Paragrafen 6 ist der Umgang mit Glücksspielen reglementiert.

Historische Entwicklung

Die Vorgänger des Jugendschutzgesetzes in seiner aktuellen Fassung waren das erst nach dem zweiten Weltkrieg außer Kraft gesetzte Lichtspielgesetz aus dem Jahre 1920, das Jugendschutzgesetz im Dritten Reich von 1938, sodann die obskure Polizeiverordnung zum Schutz der Jugend aus dem Jahre 1943. Das Gesetz zum Schutze der Jugend, vom 04. Dezember 1951, abgekürzt JÖSchG, ist der direkte Vorläufer des JUSchG.

Definition: Kinder und Jugendliche

Das Gesetz definiert den Begriff Kinder als Personen, die noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht haben, Jugendliche sind Personen, die 14 Jahre und älter sind, aber noch keine 18 Jahre. Das Jugendschutzgesetz erfuhr, auch mit der Entwicklung der Medien gleichziehend, seit seinem Inkrafttreten, etliche Änderungen. So wurden insbesondere was die sogenannten Killerspiele angeht, strenge Auflagen eingeführt sowie die Kennzeichnung der Trägermedien verschärft.

Ziel

Ein Ziel des JuSchG in diesem Zusammenhang ist es, dahin zu wirken, dass die Selbstjustiz als einzig mögliches und funktionierendes Mittel nicht favorisiert wird. Im Jugendschutzgesetz ist nicht festgelegt, zu welcher Uhrzeit es Jugendlichen erlaubt sein darf, sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten. Seit 2007 ist es Kindern und Jugendlichen verboten, Tabak zu kaufen, der Verkauf von Zubehör, Shishas und Bongs sowie Drehmaschinen ist jedoch aktuell weiter statthaft.

(+++ Textnachweis ab: 1.4.2003 +++)

Abschnitt 1
Allgemeines

Abschnitt 2
Jugendschutz in der Öffentlichkeit

Abschnitt 3
Jugendschutz im Bereich der Medien

    Unterabschnitt 1
    Trägermedien

    Unterabschnitt 2
    Telemedien

    Abschnitt 4
    Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

    Abschnitt 5
    Verordnungsermächtigung

    Abschnitt 6
    Ahndung von Verstößen

    Abschnitt 7
    Schlussvorschriften

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