GBO - Grundbuchordnung

Übersicht


Die GBO, die Grundbuchordnung, stammt in ihrer ursprünglichen Fassung aus dem Jahre 1897. Die Rechtsmaterie der zuletzt im Juni 2014 novellierten GBO ist das Recht der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie das Grundbuchrecht.

Abschrift aus dem Grundbuch (© Michael Ebardt - Fotolia.com)
Abschrift aus dem Grundbuch
(© Michael Ebardt - Fotolia.com)

Die Grundbuchordnung versteht sich als deutsche Rechtsvorschrift. Die Grundbuchordnung regelt die Führung als auch den Inhalt des Grundbuches. In der GBO ist festgelegt, welche Befugnisse Rechtspfleger und Grundbuchführer haben.

GBO und GBV

Der Regelungsgehalt der GBO wird als formelles Liegenschaftsrecht bezeichnet. Das liegt daran, dass in dem Werk exakt die Formalitäten beschrieben sind, die bei bestimmten Handlungen, wie etwa dem Löschen oder Neueintrag von Daten einzuhalten sind. Das materielle Liegenschaftsrecht dagegen ist im Bürgerlichen Gesetzbuch, dem BGB, festgelegt. Die Grundbuchordnung wird immer zusammen mit der GBV angewandt, der Grundbuchverfügung, der Verordnung zur Durchführung der Grundbuchordnung. Diese regelt nunmehr seit dem 24. Januar 1995 in 114 Paragraphen und 12 Anlagen das Aussehen als auch den Inhalt von Grundbüchern.

Grundbuch

Das Grundbuch selbst versteht sich als amtliches öffentliches Verzeichnis, in dem alle Grundstücke sowie daran bestehende Rechts- bzw. Eigentumsverhältnisse erfasst sind. Sinn und Ziel des Grundbuchs ist es, im Immobilienverkehr eine zuverlässige Grundlage zu bieten, um sichere Rechtsverhältnisse für Immobilien zu schaffen.

Das Grundbuch an sich hat lange Tradition, es findet sich bereits in der Antike. Nach dem Paragraf 13 der GBO gibt es nunmehr ein automatisiertes Abrufverfahren. So ersetzt das „EDV-Grundbuch" das Papier-Grundbuch (§ 13 GBO) und macht es so Notaren und Kreditinstituten möglich, Online zuzugreifen. Das beschleunigt das Grundbuchverfahren. Zugriff auf das Grundbuch haben Behörden, Gerichte, öffentlich bestellte oder auch bevollmächtigte Personen. Ein berechtigtes Interesse muss nachgewiesen werden.

(+++ Textnachweis Geltung ab: 1.1.1978 +++)

Erster Abschnitt
Allgemeine Vorschriften

Zweiter Abschnitt
Eintragungen in das Grundbuch

Dritter Abschnitt
Hypotheken-, Grundschuld-, Rentenschuldbrief

Vierter Abschnitt
Beschwerde

Fünfter Abschnitt
Verfahren des Grundbuchamts in besonderen Fällen

    I.
    Grundbuchberichtigungszwang

    II.
    Löschung gegenstandsloser Eintragungen

    III.
    Klarstellung der Rangverhältnisse

    Sechster Abschnitt
    Anlegung von Grundbuchblättern

    Siebenter Abschnitt
    Das maschinell geführte Grundbuch

    Achter Abschnitt
    Elektronischer Rechtsverkehr und elektronische Grundakte

    Neunter Abschnitt
    Übergangs- und Schlußbestimmungen

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