§ 883 BGB - Voraussetzungen und Wirkung der Vormerkung

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Stand: 19.06.2017
   Buch 3 (Sachenrecht)
      Abschnitt 2 (Allgemeine Vorschriften über Rechte an Grundstücken)

(1) Zur Sicherung des Anspruchs auf Einräumung oder Aufhebung eines Rechts an einem Grundstück oder an einem das Grundstück belastenden Recht oder auf Änderung des Inhalts oder des Ranges eines solchen Rechts kann eine Vormerkung in das Grundbuch eingetragen werden. Die Eintragung einer Vormerkung ist auch zur Sicherung eines künftigen oder eines bedingten Anspruchs zulässig.

(2) Eine Verfügung, die nach der Eintragung der Vormerkung über das Grundstück oder das Recht getroffen wird, ist insoweit unwirksam, als sie den Anspruch vereiteln oder beeinträchtigen würde. Dies gilt auch, wenn die Verfügung im Wege der Zwangsvollstreckung oder der Arrestvollziehung oder durch den Insolvenzverwalter erfolgt.

(3) Der Rang des Rechts, auf dessen Einräumung der Anspruch gerichtet ist, bestimmt sich nach der Eintragung der Vormerkung.


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 883 BGB

  • BildKG, 29.03.2016, 1 W 907/15
    Für die Grundbuchberichtigung nach dem Tod eines im Grundbuch eingetragenen GbR-Gesellschafters bedarf es keiner Vorlage des Gesellschaftsvertrags, wenn die Erbfolge in der Form des § 35 GBO nachgewiesen ist und sowohl die Erben als auch die weiteren im Grundbuch eingetragenen Gesellschafter die Berichtigung gemäß §§ 19, 29 Abs. 1 S. 1...
  • BildOLG-MUENCHEN, 11.11.2015, 34 Wx 225/14
    Überträgt ein im Grundbuch als Miteigentümer in Erbengemeinschaft eingetragener Erbe einen Bruchteil seines Erbanteils auf einen Dritten und tritt dieser den Anteil in derselben Urkunde aufschiebend bedingt wieder an den bisherigen Miteigentümer ab, so ist im Grundbuch mit der Eintragung der Bruchteilsübertragung zugleich auch die...
  • BildOLG-MUENCHEN, 15.06.2015, 34 Wx 513/13
    1. Zur Auslegung einer dem Mitgesellschafter einer zweigliedrigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts erteilten transmortalen Volllmacht.2. Eine transmortale, unwiderrufliche Grundbuchvollmacht für den Mitgesellschafter einer zweigliedrigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann wirksam dazu ermächtigen, eine Vormerkung ohne die Mitwirkung...
  • BildOLG-MUENCHEN, 22.05.2015, 34 Wx 436/14
    Nachweis der Grundbuchunrichtigkeit im Fall einer wechselseitig bewilligten Vormerkung, die im Fall des Ablebens des einen Vertragsteils dem anderen Vertragsteil ein Erwerbsrecht am Miteigentumsanteil des Erstversterbenden absichert.
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 22.07.2014, 20 W 182/14
    Ein einheitliches Nießbrauchsrecht, das zunächst einem Berechtigten und sodann einem anderen Berechtigten zustehen soll, ist im Grundbuch nicht eintragungsfähig. Bei einem Nießbrauch sind mithin mehrere Einzelrechte zu bestellen.
  • BildOLG-MUENCHEN, 31.03.2014, 34 Wx 206/13
    1. Hat sich der Übergeber eines Grundstücks das übertragbare und vererbliche Recht auf Rück-auflassung einer Teilfläche vorbehalten und durch Vormerkung sichern lassen, andererseits die Löschung der Vormerkung für den Fall bewilligt, dass dem Grundbuchamt nicht innerhalb eines Jahres nach dem Tod des Übergebers die Erklärung der...
  • BildOLG-FRANKFURT-AM-MAIN, 16.10.2013, 20 W 28/13
    1. Enthält eine notarielle Urkunde Bestimmungen über die Rangverhältnisse darin bestellter Rechte im Rahmen der Eintragungsbewilligung, muss die Antragstellung nach § 15 Abs. 2 GBO diese nicht wiederholen.2. Durch die Verletzung von formell-rechtlichen Rangbestimmungen gemäß § 45 GBO wird das Grundbuch nicht im Sinn vom § 894 BGB...
  • BildVG-MUENCHEN, 14.10.2013, M 8 K 12.3933
    Zweckentfremdungsgenehmigung gegen Bereitstellung von Ersatzwohnraum;Erwerb einer in Bau befindlichen Eigentumswohnung als Ersatzwohnraum;Zulässigkeit der Auferlegung von Ausgleichszahlungen bis zur Eintragung in das Grundbuch (verneint)
  • BildOLG-MUENCHEN, 07.05.2013, 34 Wx 115/13
    Für die Anforderungen an die Bestimmtheit des durch Vormerkung zu sichernden An-spruchs gelten dieselben Grundsätze wie für die Eintragung des Rechts selbst. Eine auf ein inhaltlich unzureichend bestimmtes Recht gerichtete Vormerkung kann im Grundbuch nicht eingetragen werden (hier: Dienstbarkeiten, "soweit diese zur dauerhaften...
  • BildOLG-NUERNBERG, 24.04.2013, 12 U 932/12
    1. Bei Teilung eines Grundstücks gemäß § 8 WEG entsteht eine Wohnungseigentümergemeinschaft erst mit dem dinglich wirksamen Erwerb des ersten Wohnungseigentums vom teilenden Eigentümer, also erst dann, wenn zusätzlich zu diesem ein Wohnungskäufer als Miteigentümer in das Grundbuch eingetragen wird.2. Eine Veräußerung vermieteter Räume...

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