§ 2365 BGB - Vermutung der Richtigkeit des Erbscheins

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Stand: 22.05.2017
   Buch 5 (Erbrecht)
      Abschnitt 8 (Erbschein)

Es wird vermutet, dass demjenigen, welcher in dem Erbschein als Erbe bezeichnet ist, das in dem Erbschein angegebene Erbrecht zustehe und dass er nicht durch andere als die angegebenen Anordnungen beschränkt sei.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 2365 BGB:


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 2365 BGB

  • BildOLG-MUENCHEN, 16.11.2015, 34 Wx 178/15
    Sind im Testamentsvollstreckerzeugnis keine Abweichungen vom gesetzlichen Umfang der Befugnisse angegeben, hat das Grundbuchamt in aller Regel ohne eigene Sachprüfung davon auszugehen, dass Einschränkungen der gesetzlichen Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers nicht bestehen.
  • BildOLG-KOELN, 21.07.2014, 2 Wx 191/14
    1. Das Registergericht darf es eine bei ihm eingereichte Gesellschafterliste darauf prüfen, ob sie den Anforderungen des § 40 Abs. 1 S. 1 GmbHG entspricht. 2. Es steht nicht im Belieben der Beteiligten, den Inhalt der von ihnen eingereichten Gesellschafterliste abweichend von den gesetzlichen Vorgaben um weitere, ihnen sinnvoll...
  • BildOLG-FRANKFURT, 29.06.2004, 20 W 427/03
    Beantragt der Gläubiger die Umschreibung der Vollstreckungsklausel auf die Erben hinsichtlich einer notariellen Unterwerfungserklärung des Erblassers unter die sofortige Zwangsvollstreckung in das belastete Grundstück, so kann er den Nachweis der Rechtsnachfolge auch durch die Vorlage einer Ausfertigung des Erbscheins führen, wenn nach...
  • BildBAYOBLG, 16.07.2002, 1Z BR 84/02
    Dafür, daß die Nachlasspflegschaft nach Erteilung eines Erbscheins aufgehoben ist, spricht regelmäßig die Vermutung des § 2365 BGB, da der Erbe schon wegen dieser Vermutung nicht unbekannt ist.
  • BildOLG-FRANKFURT, 04.06.2002, 20 W 219/01
    Bei der Übertragung eines Nachlassgrundstücks ohne Gegenleistung durch einen Testamentsvollstrecker hat das GBA im Rahmen der Wirksamkeitsprüfung auch die Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers zu überprüfen. Bei der Erfüllung eines Vermächtnisses oder einer Auflage liegt keine entgeltliche Verfügung im Sinn des § 2205 Satz 3...
  • BildOLG-THUERINGEN, 12.10.2000, 6 W 573/00
    12.10.2000 6 W 573/00 Rechtliche Grundlage: BGB § 166 BGB § 2365 ZGB § 413 Abs. 2 GBO § 53 Abs. 1 S. 2 GBO § 71 1. Ist nicht der in dem eingetragenen Amtswiderspruch bezeichnete Berechtigte, sondern eine andere Personen Inhaber des Berichtigungsanspruchs, ist der Amtswiderspruch auf Beschwerde hin zu löschen; das Grundbuchamt hat...
  • BildOLG-DUESSELDORF, 03.05.2000, 3 Wx 21/00
    Die von einem Testamentsvollstrecker eingelegte Beschwerde gegen die Einziehung des Erbscheins ist wegen fehlender Rechtsbeeinträchtigung unzulässig, wenn er nicht nachweist, dass er wirksam zum Testamentsvollstrecker ernannt worden ist.

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