§ 2352 BGB - Verzicht auf Zuwendungen

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Stand: 17.07.2017
   Buch 5 (Erbrecht)
      Abschnitt 7 (Erbverzicht)

Wer durch Testament als Erbe eingesetzt oder mit einem Vermächtnis bedacht ist, kann durch Vertrag mit dem Erblasser auf die Zuwendung verzichten. Das Gleiche gilt für eine Zuwendung, die in einem Erbvertrag einem Dritten gemacht ist. Die Vorschriften der §§ 2347 bis 2349 finden Anwendung.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 2352 BGB:


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 2352 BGB

  • BildOLG-HAMM, 28.01.2014, 15 W 503/14
    Die Auslegung einer Erbverzichtserklärung kann ergeben, dass sich der Verzicht nicht nur auf ein etwaiges gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht , sondern auch auf eine Erbeinsetzung bezieht. Nach § 2352 BGB in der ab dem 01.01.2010 geltenden Fassung erstreckt sich der Zuwendungsverzicht auch auf die Abkömmlinge des Verzichtenden,...
  • BildOLG-HAMM, 16.06.2009, I-15 Wx 312/08
    1) Der Zuwendungsverzicht eines durch Übertragung unter Lebenden begünstigten Abkömmlings kann Anknüpfungspunkt für eine ergänzende Auslegung der Schlusserbeinsetzung in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament sein, die zum Wegfall der erfolgten Ersatzerbenberufung der Abkömmlinge des Verzichtenden führt. 2) Für die Auslegung...
  • BildBGH, 20.02.2008, IV ZR 32/06
    Ein Zuwendungsverzicht kann (ebenso wie der Erbverzicht) durch notariellen Vertrag mit dem Erblasser wieder aufgehoben werden, wenn der Erblasser den Rechtszustand vor dem Verzicht durch Verfügung von Todes wegen nicht vollständig wiederherstellen könnte.
  • BildOLG-MUENCHEN, 21.12.2006, 31 Wx 71/06
    Das Verbot einer Kumulation der Auslegungsregel des § 2270 Abs. 2 BGB mit der des § 2069 BGB ist auch im Anwendungsbereich des § 2352 BGB zu berücksichtigen.
  • BildOLG-FRANKFURT, 18.12.2002, 17 U 176/01
    Ein mit "Erbverzicht" überschriebener notarieller Vertrag kann trotz dieser Bezeichnung gleichwohl nur einen Zuwendungsverzicht regeln.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 13.06.2002, 9 U 177/01
    Zur Frage des Vorliegens eines Verzichts auch auf eine bereits erfolgte testamentarische Zuwendung, wenn der Begünstigte in einem Erb- und Pflichtteilsverzichtvertrag auf sämtliche ihm zustehende Erb- und Pflichtteilsansprüche verzichtet .
  • BildBGH, 04.11.1998, IV ZR 327/97
    BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL IV ZR 327/97 Verkündet am: 4. November 1998 Wermes Justizhauptsekretär als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle in dem Rechtsstreit BGB §§ 2352, 2346, 812 Abs. 1 Satz 2, 2. Alt., 242 D Einem Erb- oder Zuwendungsverzicht kann nach Eintritt des Erbfalles nicht mehr entgegengehalten werden,...

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