§ 2314 BGB - Auskunftspflicht des Erben

Bürgerliches Gesetzbuch | Jetzt kommentieren

Stand: 28.11.2016
   Buch 5 (Erbrecht)
      Abschnitt 5 (Pflichtteil)

(1) Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen. Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm nach § 260 vorzulegenden Verzeichnisses der Nachlassgegenstände zugezogen und dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird. Er kann auch verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.

(2) Die Kosten fallen dem Nachlass zur Last.


Nachrichten zum Thema
  • BildFliegenkinder erben ihre Lebensdauer geschlechtsabhängig (13.09.2013, 12:10)
    Forscher aus Bielefeld und Uppsala veröffentlichen gemeinsame StudieWie die Mutter, so die Tochter, und wie der Vater, so der Sohn: Evolutionsbiologinnen und -biologen der Universitäten in Bielefeld und in Uppsala (Schweden) haben jetzt gezeigt,...
  • BildMendels Erben: Genforscher treffen sich in Braunschweig (12.09.2013, 12:10)
    23. - 25. September: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für GenetikRund 200 Genetiker aus aller Welt, renommierte Experten ebenso wie Nachwuchswissenschaftler, treffen sich in Braunschweig. Vom 23. bis 25. September geht es bei der...
  • BildMehr Spielraum für Erben eines Erbpacht-Hauses (09.09.2013, 14:25)
    München (jur). Wenn Inhaber eines Erbbaurechts das zugehörige Grundstück kaufen und danach unbelastet wieder verkaufen, müssen sie den Wert ihres Erbbaurechts nicht als privaten Veräußerungsgewinn versteuern. Das geht aus einem aktuell...
  • BildOhne konkrete Benennung des Erben ist ein Testament unwirksam (28.08.2013, 14:15)
    Wenn der Erblasser in seinem Testament denjenigen als Erben einsetzt, der sich bis zu seinem Tod um ihn kümmert, ohne jedoch eine konkreten Namen zu benennen, so ist dieses Testament nicht wirksam. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln,...
  • BildErben haften nur bedingt für Mietschulden (01.07.2013, 16:27)
    Nach dem Tod eines Mieters läuft der Mietvertrag mit den übrigen in der Wohnung lebenden Angehörigen weiter. Wohnte der Verstorbene allein, treten die Erben in den Vertrag ein. Grundsätzlich haften diese mit ihrem gesamten Vermögen für die...
  • BildKeine Auskunftspflicht des Arbeitgebers beim Einstellungsverfahren (28.06.2013, 10:46)
    Ein Arbeitgeber soll nicht verpflichtet sein, einem abgelehnten Bewerber mitteilen zu müssen, welche Kriterien er zur Einstellung herangezogen hat und ob ein anderer Bewerber die Stelle erhalten hat. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln,...
  • BildBGB Urteile im Hinblick auf die Werbung namensgleicher Unternehmen (05.03.2013, 15:21)
    Sind namensgleiche Unternehmen in getrennten Wirtschaftsräumen tätig, dürfen diese unter Umständen auch im Gebiet des jeweils anderen Unternehmens für sich werben, wenn sie einige Formalien beachten. GRP Rainer Rechtsanwälte und Steuerberater,...
  • BildAuskunftspflicht des behandelnden Arztes bei Kindeszeugung durch heterologe Insemination (06.02.2013, 15:10)
    Ein durch heterologe Insemination gezeugtes Kind kann vom behandelnden Arzt Auskunft über seine genetische Abstammung verlangen. Das hat der 14. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 06.02.2013 entschieden und damit das anderslautende...
  • BildHaftung des Erben für Forderungen aus dem Mietverhältnis (23.01.2013, 16:21)
    Der Bundesgerichtshof hat sich heute in einer Entscheidung mit dem Umfang der Haftung des Erben für Forderungen aus dem – mit dem Tod des Mieters auf den Erben übergegangenen – Mietverhältnis beschäftigt. Der Vater der Beklagten war Mieter...
  • BildWenn Schuldner erben (14.12.2011, 12:10)
    Institut für Notarrecht an der Universität Jena veranstaltet am 13. Januar 2012 öffentliches Kolloquium zum Erbrecht bei Insolvenz und Hartz IVDer Familienvater, der seiner Zahlungspflicht nicht mehr nachkommen kann und Privatinsolvenz anmelden...

Entscheidungen zu § 2314 BGB

  • BildOLG-HAMM, 15.01.2015, 10 W 132/14
    1. Auch wenn der Erblasser deutscher Staatsangehöriger ist und nach Art. 25 Abs. 1 EGBGB grundsätzlich deutsches Erbrecht gilt, kann für einzelne Nachlassgegenstände ausländisches Erbrecht zur Anwendung kommen. Die Ausnahme gilt für solche Nachlassgegenstände, die sich nicht im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden und die...
  • BildLG-KLEVE, 09.01.2015, 3 O 280/14
    Ein in einer notariellen Urkunde verkörpertes Nachlassverzeichnis, für dessen Erstellung die Erben den Notar nach dem Inhalt der Urkunde nicht mit der eigenen Ermittlung des Nachlasses beauftragten, stellt kein notarielles Nachlassverzeichniss iDd § 2314 BGB dar.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 09.12.2014, 8 U 187/13
    1. Voraussetzung eines Auskunftsanspruchs nach § 2314 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 2325 BGB ist nicht, dass das Vorliegen einer Schenkung feststeht. Bei ausreichenden Anhaltspunkten für möglicherweise pflichtteilsrelevante Vorgänge muss sich die Auskunft auf alle Umstände erstrecken, die für die Beurteilung, ob und in welcher Höhe ein...
  • BildOLG-KARLSRUHE, 18.06.2014, 9 U 147/13
    1. Ist ein pflichtteilsberechtigter Abkömmling vom Erblasser als Nacherbe eingesetzt, steht ihm ein Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses gegen den Erben, bzw. gegen den Vorerben, erst dann zu, wenn er die Nacherbschaft ausgeschlagen hat. Die bloße Absicht, die Nacherbschaft auszuschlagen, rechtfertigt einen...
  • BildKG, 12.06.2014, 1 U 32/13
    Auch bei einem notariellen Nachlassverzeichnis nach § 2314 Abs. 1 S. 3 BGB kann eine Verpflichtung des Erben zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung nach § 260 Abs. 2 BGB bestehen. Gegenstand der Versicherung ist dann nicht das Verzeichnis als Gesamtheit, sondern die Angaben, die der Notar als solche des auskunftspflichtigen Erben...
  • BildLG-MOENCHENGLADBACH, 28.01.2014, 1 O 163/13
    1. Verfügt ein Erblasser testamentarisch, dass zwischen den Erben aus dem übrigen Nachlass kein Ausgleich für den Fall erfolgen solle, dass einer der Erben durch testamentarische Anordnung, die der Erblasser selbst als "Teilungsanordnung" bezeichnet, faktisch mehr als seine Erbquote erhalten sollte, und die Zuwendung als...
  • BildOLG-KARLSRUHE, 10.10.2007, 7 U 114/07
    § 2306 Abs. 1 S. 2 BGB findet auch Anwendung, wenn der pflichtteilsberechtigte Erbe, der zum Alleinerben eingesetzt wurde, die Erbschaft wirksam ausgeschlagen hat.
  • BildOLG-MUENCHEN, 27.07.2007, 33 Wx 34/07
    1. Der Begriff des "berechtigten Interesses" zur Akteneinsicht (gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 FGG) ist weitergehend als der des "rechtlichen Interesses" in § 299 Abs. 2 ZPO, der ein bereits bestehendes Rechtsverhältnis voraussetzt. 2. Eine Antragstellerin, die sich über die finanziellen Verhältnisse der Betroffenen durch Einsicht in...
  • BildOLG-SCHLESWIG, 15.08.2006, 3 U 63/05
    1. Bei der Berechnung der Höhe des Pflichtteilsanspruchs gelten Rechtsverhältnisse, die in Folge des Erbgangs durch Vereinigung von Forderung und Verbindlichkeit erloschen sind, entsprechend den §§ 1976,2143,2377 BGB als nicht erloschen. 2. Macht der Pflichtteilsberechtigte einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend, muss er...
  • BildOLG-CELLE, 21.07.2005, 4 W 151/05
    Wird mit einer Stufenklage in der letzten Stufe lediglich ein Pflichtteilsanspruch und nicht zugleich ein rechtlich selbständiger Pflichtteilsergänzungsanspruch verfolgt, umfasst die im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO durchzusetzende Verurteilung zur Auskunft über den Bestand des Nachlasses nicht ohne weiteres die...

Kommentar schreiben

38 - Fün./f =

Bisherige Kommentare zur Vorschrift (0)

(Keine Kommentare vorhanden)

Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.

Anwalt für Zivilrecht - Top Orte

Weitere Orte finden Sie unter


JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2016 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.