§ 2136 BGB - Befreiung des Vorerben

Bürgerliches Gesetzbuch | 1 Kommentar

Stand: 24.04.2017
   Buch 5 (Erbrecht)
      Abschnitt 3 (Testament)
         Titel 3 (Einsetzung eines Nacherben)

Der Erblasser kann den Vorerben von den Beschränkungen und Verpflichtungen des § 2113 Abs. 1 und der §§ 2114, 2116 bis 2119, 2123, 2127 bis 2131, 2133, 2134 befreien.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 2136 BGB:


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Entscheidungen zu § 2136 BGB

  • BildOLG-KARLSRUHE, 25.08.2015, 11 Wx 66/15
    1. Ist im Grundbuchverfahren darüber zu entscheiden, ob die Eintragung eines Eigentumswechsels aufgrund einer Verfügung des Vorerben vorzunehmen ist, ist dem Nacherben, nicht aber etwaigen Ersatznacherben rechtliches Gehör zu gewähren. 2. Verfügt ein Vorerbe über ein Grundstück unter Zugrundelegung eines von einem Gutachterausschuss...
  • BildOLG-MUENCHEN, 09.02.2015, 34 Wx 416/14
    Scheidet das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass aus, bedarf es bei Löschung des Nacherbenvermerks wegen Unrichtigkeit des Grundbuchs regelmäßig nicht auch der Anhörung etwaiger Ersatznacherben (Klarstellung zu OLG München vom 10.8.2012, 34 Wx 187/12).
  • BildLG-WALDSHUT-TIENGEN, 08.05.2013, 6 Ns 25 Js 8409/09
    Vertritt ein Rechtsanwalt gegen einen Pflichtteilsberechtigten sowohl Vorerbin (Erstmandat) als auch Nacherbin (Zweitmandat) kommt das Vorliegen eines Interessengegensatzes in Betracht.
  • BildOLG-KARLSRUHE, 07.08.2008, 14 Wx 23/08
    1. Zur Auslegung eines Erbvertrags, wonach der darin eingesetzte Vorerbe von gesetzlichen Beschränkungen des § 2113 Abs. 1 BGB befreit sein soll, wenn ein Abkömmling des letztwillig Verfügenden "trotz der im heutigen Erbvertrag angeordneten Pflichtteilsentziehung den Pflichtteil verlangt und durch ein Gericht zugesprochen erhält". 2....
  • BildOLG-DUESSELDORF, 11.01.2008, I-3 Wx 228/07
    1. Ein im Grundbuch eingetragener Nacherbenvermerk ist ohne Löschungsbewilligung des Nacherben auf den Antrag des Vorerben nur dann zu löschen, wenn die Grundbuchunrichtigkeit offenkundig oder dem Gericht nachgewiesen, der Vorerbe also zur Verfügung (hier: Übertragung eines Grundstücks an die Lebensgefährtin gegen Leibrente) befugt...
  • BildOLG-KARLSRUHE, 10.08.2005, 14 Wx 2/05
    1. Zu den Voraussetzungen einer nicht ausdrücklich angeordneten Befreiung des Vorerben. 2. Die Einsetzung zum Alleinerben reicht für sich allein nicht aus, um eine Befreiung des Vorerben anzudeuten. 3. Zur Ermittlungspflicht des Nachlassgerichts. 4. In der Weigerung eines die Feststellungslast tragenden Beteiligten, seinen früheren...
  • BildBAYOBLG, 09.08.2004, 1Z BR 34/04
    Auslegung eines Testaments im Falle der Veräußerung eines dem alleinigen Vorerben in "uneingeschränkter Freiheit" zugedachten Nachlassgegenstandes vor Eintritt des Erbfalls.
  • BildBAYOBLG, 18.03.2004, 1Z BR 44/03
    1. Zur Wirksamkeit einer für den Fall des Streites der Erben oder Nacherben testamentarisch angeordneten Verwirkungsklausel. 2. Zu den Voraussetzungen einer nicht ausdrücklich angeordneten Befreiung der Vorerben. 3. Unwirksamkeit einer testamentarischen Klausel, dass "der Vorerbe berechtigt sein sollte, aus den Abkömmlingen den für...
  • BildOLG-BREMEN, 06.11.2003, 2 U 69/03
    1. Veräußert der von der Beschränkung der Verfügungsbefugnis über ein zur Erbschaft gehörendes Grundstück befreite Vorerbe dieses Grundstück und wird der Kaufpreis auf einem Girokonto gutgeschrieben, das der Vorerbe bereits vor dem Erbfall eingerichtet und auch später für nicht mit dem Erbfall in Zusammenhang stehende Rechtsgeschäfte...
  • BildOLG-DUESSELDORF, 07.03.2003, 3 Wx 162/02
    Übereignet der nicht befreite Vorerbe in Erfüllung eines angeordneten Vermächtnisses ein Nachlassgrundstück an den Vermächtnisnehmer, so ist zur Löschung des im Grundbuch eingetragenen Nacherbenvermerks die Zustimmung des (der) Nacherben nicht erforderlich.

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Bisherige Kommentare zur Vorschrift (1)

Floris  (05.02.2016 09:13 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte Sie um Hilfe mit meinem Problem: ich und mein Lebensgefährte werden am 24.06.2016 heiraten aber vor der Heirat möchten wir einen Erbvertrag abschließen, da wir zusammen 2 Kinder haben und 3 gemeinsame Wohnungen im Wert von ca. 400.000 Euro, jeder von uns mit 1/2 lt. Kaufvertrag. Ich als Frau möchte sicher sein, dass mein Erbteil an meine Kinder geht aber weiß nicht, wie ich es am besten regeln kann (jemand hat uns vorgeschlagen, dass ich meinen Mann zum alleinigen befreiten Vorerben einsetzten soll (er ist gem. § 2136 BGB befreit) aber ich möchte wissen, was versteht man unter diesem Satz. Kann er die Wohnungen verkaufen? Wie bekommen unsere Kinder mein Teil (die Hälfte von was der Papa hat und vielleicht verkauft hat?). Ich möchte eine 100 -ige Absicherung für meine Kinder. Die Kinder sind 2 und 7 Jahre alt und wenn ich bevor sie volljährig sind, sterbe, wie und was bekommen sie von meinem Vermögen, wenn ich ihren Papa zum alleinigen befreiten Vorerben einsetze (gem. § 2136 BGB befreit). Als zweitens bei dem Vorschlag, was ich mir gehört habe, als Nacherben auf den Überrest (?) sind unsere gemeinsamen Kinder zu gleichen Anteilen. Wie habe ich es zum Verstehen? Vielen herzlichen Dank im Voraus. MFG

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