§ 1767 BGB - Zulässigkeit der Annahme, anzuwendende Vorschriften

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Stand: 26.06.2017
   Buch 4 (Familienrecht)
      Abschnitt 2 (Verwandtschaft)
         Titel 7 (Annahme als Kind)
            Untertitel 2 (Annahme Volljähriger)

(1) Ein Volljähriger kann als Kind angenommen werden, wenn die Annahme sittlich gerechtfertigt ist; dies ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist.

(2) Für die Annahme Volljähriger gelten die Vorschriften über die Annahme Minderjähriger sinngemäß, soweit sich aus den folgenden Vorschriften nichts anderes ergibt. § 1757 Abs. 3 ist entsprechend anzuwenden, wenn der Angenommene eine Lebenspartnerschaft begründet hat und sein Geburtsname zum Lebenspartnerschaftsnamen bestimmt worden ist. Zur Annahme einer Person, die eine Lebenspartnerschaft führt, ist die Einwilligung des Lebenspartners erforderlich.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 1767 BGB:


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 1767 BGB

  • BildOLG-NUERNBERG, 21.09.2015, 11 W 1334/15
    Ändert ein Beteiligter einer eingetragenen Lebenspartnerschaft seine personenstandsrechtliche Geschlechtszugehörigkeit und schließt danach mit dem anderen Beteiligten dieser Lebenspartnerschaft eine Ehe, so erlischt die Lebenspartnerschaft, ohne dass es eines besonderen Aufhebungsverfahrens bedarf (Konsumtion).
  • BildOLG-NUERNBERG, 04.08.2014, 9 UF 468/14
    Die sittliche Rechtfertigung für die Annahme eines Volljährigen ist Gegenstand einer umfassenden Würdigung der Umstände des Einzelfalls. Entscheidender Anlass für die Annahme muss ein familienbezogenes Motiv sein. Verbleiben nach Abwägung aller in Betracht kommenden Umstände begründete Zweifel an der sittlichen Rechtfertigung ist der...
  • BildOLG-HAMM, 08.01.2014, 8 UF 179/13
    Zu den Voraussetzungen und (auch namensrechtlichen) Rechtsfolgen einer Volljährigenadoption
  • BildOLG-ZWEIBRüCKEN, 09.09.2005, 3 W 121/05
    1. Eine sittliche Rechtfertigung der Erwachsenenadoption kommt nicht nur dann in Betracht, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist, sondern auch dann, wenn bei objektiver Betrachtung bestehender Bindungen und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten zu erwarten ist, dass sich eine...
  • BildBAYOBLG, 12.06.2002, 1Z BR 56/01
    Zur Frage, wann eine ins Adoptionsdekret fehlerhaft aufgenommene Bestimmung unter den Umständen des gegebenen Falles nichtig ist.
  • BildOLG-ZWEIBRüCKEN, 29.11.2000, 3 W 255/00
    Geburtsname des adoptierten Volljährigen Wird bei Ausspruch der Adoption einem die Namensänderung des Angenommenen betreffenden Antrag nicht entsprochen, ist die Entscheidung des Vormundschaftsgerichts insoweit mit der Beschwerde gemäß § 19 FGG anfechtbar. Bei Adoption eines Volljährigen erhält der Angenommene als Geburtsnamen den...

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