§ 1741 BGB - Zulässigkeit der Annahme

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Stand: 24.04.2017
   Buch 4 (Familienrecht)
      Abschnitt 2 (Verwandtschaft)
         Titel 7 (Annahme als Kind)
            Untertitel 1 (Annahme Minderjähriger)

(1) Die Annahme als Kind ist zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht. Wer an einer gesetzes- oder sittenwidrigen Vermittlung oder Verbringung eines Kindes zum Zwecke der Annahme mitgewirkt oder einen Dritten hiermit beauftragt oder hierfür belohnt hat, soll ein Kind nur dann annehmen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

(2) Wer nicht verheiratet ist, kann ein Kind nur allein annehmen. Ein Ehepaar kann ein Kind nur gemeinschaftlich annehmen. Ein Ehegatte kann ein Kind seines Ehegatten allein annehmen. Er kann ein Kind auch dann allein annehmen, wenn der andere Ehegatte das Kind nicht annehmen kann, weil er geschäftsunfähig ist oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.


Erwähnungen von § 1741 BGB in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 1741 BGB:


Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 1741 BGB

  • BildOLG-KOELN, 02.12.2014, 4 UF 90/14
    Der Umstand, dass der Unterhaltsanspruch der leiblichen Kinder des Annehmenden durch das Hinzutreten eines weiteren Unterhaltsberechtigten in der person des Annahmenden zu einer Reduzierung des Unterhaltsanspruchs auf 100 % des Regelunterhalts führt, genügt nicht, um von einem überwiegen der Interessen der Kinder des Annahmenden i.S....
  • BildOLG-ZWEIBRüCKEN, 09.09.2005, 3 W 121/05
    1. Eine sittliche Rechtfertigung der Erwachsenenadoption kommt nicht nur dann in Betracht, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist, sondern auch dann, wenn bei objektiver Betrachtung bestehender Bindungen und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten zu erwarten ist, dass sich eine...
  • BildOLG-NAUMBURG, 20.12.2004, 14 WF 234/04
    Eine Beschwerde zum OLG wegen Untätigkeit des FamG ist zulässig. Der Senat kann in diesem Fall das Gericht konkret und unter Fristsetzung anweisen, bestimmte Handlungen vorzunehmen. Im Rahmen der Entscheidung ist der Senat befugt, ergangene einstweilige Anordnungen zum Umgangsrecht auszusetzen.
  • BildBAYOBLG, 18.05.2004, 1Z BR 30/04
    Ablehnung einer Erwachsenenadoption wegen begründeter Zweifel, ob ein dem Eltern-Kind-Verhältnis entsprechendes Familienband hergestellt werden soll oder in Zukunft erwartet werden kann.
  • BildOLG-FRANKFURT, 12.06.2003, 20 W 264/02
    Die Adoption eines aus dem Libanon stammenden 13jährigen Kindes nach deutschem Recht durch deutsche Eheleute im Alter von 75 und 79 Jahren kann abgelehnt werden, wenn diese das Kind zwar nach einer im Libanon nach dortigem religiösen Recht ohne rechtliche Absicherung bereits in ihren Haushalt aufgenommen haben, wegen des großen...
  • BildBAYOBLG, 04.08.2000, 1Z BR 103/00
    Einer Adoption kann selbst dann entsprochen werden, wenn das Jugendamt mitteilt, sich nicht gutachterlich äußern zu können.
  • BildBVERWG, 22.09.1999, BVerwG 6 B 135.98
    Leitsatz: Der Umstand, daß der natürliche Bruder und ein sog. Pflegebruder den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr bereits geleistet haben, begründet keinen Anspruch des sog. Dritt-Bruders auf Befreiung vom Wehrdienst. Beschluß des 6. Senats vom 22. September 1999 - BVerwG 6 B 135.98 - I. VG Karlsruhe vom 14.10.1998 - Az.: VG 4 K...

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