§ 1685 BGB - Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen

Bürgerliches Gesetzbuch | 1 Kommentar

Stand: 19.06.2017
   Buch 4 (Familienrecht)
      Abschnitt 2 (Verwandtschaft)
         Titel 5 (Elterliche Sorge)

(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend. Eine Umgangspflegschaft nach § 1684 Abs. 3 Satz 3 bis 5 kann das Familiengericht nur anordnen, wenn die Voraussetzungen des § 1666 Abs. 1 erfüllt sind.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 1685 BGB:

  • Rechtspflegergesetz (RPflG)
    • Zweiter Abschnitt (Dem Richter vorbehaltene Geschäfte in Familiensachen und auf dem Gebiet der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie in Insolvenzverfahren und schifffahrtsrechtlichen Verteilungsverfahren)
  • § 14 Kindschafts- und Adoptionssachen

Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 1685 BGB

  • BildOLG-NAUMBURG, 02.10.2007, 4 UF 123/07
    Großeltern haben ein Recht zum Umgang, wenn dies dem Wohl des Kindes dient. Untersagt der sorgeberechtigte Elternteil den Umgang, ist es folglich Sache der Großeltern schlüssig darzutun und notfalls zu beweisen, dass der gleichwohl beantragte Umgang dem Wohl des Kindes dient.
  • BildOLG-NAUMBURG, 21.04.2005, 14 UF 219/04
    Untersagen die sorgeberechtigten Eltern den Umgang mit dem Kind, ist es Sache der Großeltern, schlüssig darzutun und notfalls zu beweisen, dass der gleichwohl beantragte Umgang dem Wohl des Kindes dient.
  • BildOLG-STUTTGART, 26.07.2000, 18 UF 268/00
    Leitsatz: Die Namenserteilung nach § 1618 S. 1 BGB bedarf weder der Einwilligung des nichtsorgeberechtigten, verstorbenen Elternteils noch deren Ersetzung nach § 1618 S. 3 und 4 BGB.

Kommentar schreiben

82 + Dr;,ei =

Bisherige Kommentare zur Vorschrift (1)

miraculix  (07.04.2015 21:19 Uhr):
untersagt ein sorgeberechtigter elternteil den umgang zu den großeltern des anderen sorgeberechtigten elternteils, da die kinder keinen bezug zu den großeltern haben, da früher ein kontaktabbruch beider elternteile bestand und der eine elternteil sich dadurch rächen möchte und den anderen elternteil so fertig machen will??? entspricht das dem kindeswohl? wie wäre hier eine entscheidung?

Fragen Sie einen Anwalt!
Anwälte sind gerade online.
Schnelle Antwort auf Ihre Rechtsfrage.

Anwalt für Zivilrecht - Top Orte

Weitere Orte finden Sie unter


JuraForum-Suche

Durchsuchen Sie hier JuraForum.de nach bestimmten Begriffen:

© 2003-2017 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.