§ 1010 BGB - Sondernachfolger eines Miteigentümers

Bürgerliches Gesetzbuch | Jetzt kommentieren

Stand: 24.04.2017
   Buch 3 (Sachenrecht)
      Abschnitt 3 (Eigentum)
         Titel 5 (Miteigentum)

(1) Haben die Miteigentümer eines Grundstücks die Verwaltung und Benutzung geregelt oder das Recht, die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen, für immer oder auf Zeit ausgeschlossen oder eine Kündigungsfrist bestimmt, so wirkt die getroffene Bestimmung gegen den Sondernachfolger eines Miteigentümers nur, wenn sie als Belastung des Anteils im Grundbuch eingetragen ist.

(2) Die in den §§ 755, 756 bestimmten Ansprüche können gegen den Sondernachfolger eines Miteigentümers nur geltend gemacht werden, wenn sie im Grundbuch eingetragen sind.


Erwähnungen von § 1010 BGB in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 1010 BGB:

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    • Buch 5 (Erbrecht)
      • Abschnitt 2 (Rechtliche Stellung des Erben)
        • Titel 4 (Mehrheit von Erben)
          • Untertitel 1 (Rechtsverhältnis der Erben untereinander)
        • § 2044 Ausschluss der Auseinandersetzung

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Entscheidungen zu § 1010 BGB

  • BildOLG-MUENCHEN, 17.07.2015, 34 Wx 137/15 Kost
    I. Eine kraft Vereinbarung oder einseitiger Erklärung des teilenden Eigentümers geltende Veräußerungsbeschränkung gestaltet als Inhalt des Sondereigentums das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander und stellt keine Belastung des Miteigentumsanteils dar.II. Die Aufhebung der Veräußerungsbeschränkung bewirkt demzufolge eine...
  • BildOLG-MUENCHEN, 23.02.2015, 34 Wx 7/14
    1. Ist nach Übertragung eines Teils eines Miteigentums im Grundbuch zwar der Ausschluss des Rechts, die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen, im Verhältnis der bisherigen Miteigentümer und im Verhältnis des neuen Miteigentümers zu dem nicht an der Veräußerung beteiligten Miteigentümer, nicht aber im Verhältnis von Erwerber und...
  • BildOLG-MUENCHEN, 28.11.2014, 34 Wx 426/14
    Innerhalb des Zeitrahmens des § 929 Abs. 2 ZPO muss der Gläubiger alles ihm mögliche getan haben, damit die beantragte Vollstreckungsmaßnahme durchgeführt werden kann. Daran fehlt es, wenn der Titel, auf dessen Grundlage eine Vormerkung im Grundbuch eingetragen werden soll, zu unbestimmt ist ("Nutzungsrecht") oder der Schuldner als...
  • BildBGH, 11.07.2014, V ZR 18/13
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  • BildBGH, 20.02.2014, V ZB 116/13
    Steht eine Doppelstockgarage in einer Wohnungseigentumsanlage im Bruchteilssondereigentum mehrerer Personen, ko?nnen die Bruchteilseigentu?mer die Nutzung der einzelnen Stellpla?tze gema?ß § 745 Abs. 1, § 1010 BGB regeln; zula?ssig ist aber auch eine Zuweisung der Stellpla?tze mittels Gebrauchsregelung durch Vereinbarung aller...
  • BildBGH, 28.09.2007, V ZR 276/06
    Haben Bruchteilseigentümer oder Wohnungseigentümer vereinbart, dass sie räumlich abgegrenzte Teile des gemeinschaftlichen Grundstücks allein, also unter Ausschluss der übrigen Eigentümer, als Garten nutzen dürfen, können auf das dadurch entstandene nachbarliche Verhältnis die bundes- und landesrechtlichen Vorschriften des Nachbarrechts...
  • BildOLG-STUTTGART, 29.10.2001, 6 U 185/00
    1. Ein Anspruch des überstimmten Teilhabers auf eine Regelung "nach billigem Ermessen" gemäß § 745 Abs. 2 BGB ist ausgeschlossen solange der Mehrheitsbeschluss sich im Rahmen ordnungsgemäßer Verwaltung hält. 2. Eine im Wege der Klage erstreitbare Zustimmung gemäß § 745 Abs. 2 BGB kann dem Beseitigungs- und Wiederherstellungsanspruch...
  • BildOLG-SCHLESWIG, 25.05.2000, 2 W 112/00
    Weder unterliegt die Aufteilung eines Wohngrundstückes nach § 1010 BGB anstatt nach WEG dem Genehmigungsvorbehalt des § 22 BauGB noch verkörpert sie ein verbotenes Umgehungsgeschäft. SchlHOLG, 2. ZS., Beschluß vom 25. Mai 2000, - 2 W 112/00 -

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