BauNVO - Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke

Übersicht


Die Baunutzungsverordnung versteht sich als gesetzliches Regelwerk zu möglichen Festsetzungen, die sich auf Maß und Art der baulichen Nutzung eines Grundstückes beziehen und sich in Bauleitplänen widerspiegeln.

Plan zur Bauflächennutzung (© BillionPhotos.com - Fotolia)
Plan zur Bauflächennutzung
(© BillionPhotos.com - Fotolia)

Sie trat am 1. August 1962 in Kraft. Weiterhin geht es um die Bauweise, die überbaubare Grundstücksfläche. Die Gemeinden sind in Bauleitplanung an die Baunutzungsverordnung gebunden, dies aufgrund der Verordnungsermächtigung des Paragrafen 9 a des Baugesetzbuches.

Bauflächennutzung und -strukturierung

Ein wichtiger Teil der BauNVO beschäftigt sich mit der Baulichen Nutzung von Bauflächen und ihrer Einteilung. Hier finden sich in Paragraf 1 der BauNVO aufgeteilt die Wohnbauflächen, die gewerblichen Bauflächen, die Sonderbauflächen und die Wohnbauflächen. Auch die bauliche Nutzung von Gebieten ist formalisiert. Man unterscheidet Kleinsiedlungsgebiete, reine Wohngebiete, Kern- und Mischgebiete, allgemeine Wohngebiete, Dorfgebiete, Industriegebiete, Gewerbegebiete und schließlich auch Sondergebiete.

Der Paragraf 23 beschreibt Bebauungstiefen, Baulinien und Baugrenzen. Der zweite Abschnitt der BauNVO enthält Vorschriften zum Maß der baulichen Nutzung. Es geht hier um Höchst- und Richtwerte, um Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl, um Baumassenzahl. Auch die Zulässigkeit von Garagen, Gemeinschaftsanlagen und Stellplätzen ist in der BauNVO geregelt. Ein besonderes Bestreben des Gesetzgebers mit der BauNVO ist es, eine möglichst kleinräumige Mixtur von Nutzungen möglich zu machen, dies aufgrund der Tatsache, dass die gemischte Nutzung Kernbestand lebendiger Städte ist. Man bemüht sich, eine ausgewogene Mischung aus Dorf- Kern- und Mischgebiet zu bewerkstelligen.

Auch die Gebäudearten sind in rigoroser Einteilung, es sind Kombinationsmöglichkeiten festgelegt. So existieren neben Wohngebäuden in der BauNVO Nutzgärten, Gärtnereibetriebe, Gaststätten und Läden, kulturelle Anlagen, Sportanlagen, störende und nicht störende Handwerksbetriebe, Verwaltungs-, Geschäfts- und Bürogebäude und viele Arten von Gebäuden mehr.

(+++ Textnachweis Geltung ab: 1.10.1977 +++)
(+++ Änderungen aufgrund EinigVtr vgl. § 26a +++)

Erster Abschnitt
Art der baulichen Nutzung

Zweiter Abschnitt
Maß der baulichen Nutzung

Dritter Abschnitt
Bauweise, überbaubare Grundstücksfläche

Vierter Abschnitt

Fünfter Abschnitt
Überleitungs- und Schlußvorschriften

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