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JuraForum.deGesetzeAAufenthG§ 28 AufenthG - Familiennachzug zu Deutschen 

§ 28 AufenthG - Familiennachzug zu Deutschen

Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet | Jetzt kommentieren

Stand: 26.09.2016
   Kapitel 2 (Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet)
      Abschnitt 6 (Aufenthalt aus familiären Gründen)

(1) Die Aufenthaltserlaubnis ist dem ausländischen

1.
Ehegatten eines Deutschen,
2.
minderjährigen ledigen Kind eines Deutschen,
3.
Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge
zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat. Sie ist abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 und 3 zu erteilen. Sie soll in der Regel abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 erteilt werden. Sie kann abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 dem nicht personensorgeberechtigten Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen erteilt werden, wenn die familiäre Gemeinschaft schon im Bundesgebiet gelebt wird. § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2, Satz 3 und Abs. 2 Satz 1 ist in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 entsprechend anzuwenden.

(2) Dem Ausländer ist in der Regel eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet fortbesteht, kein Ausweisungsinteresse besteht und er über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. § 9 Absatz 2 Satz 2 bis 5 gilt entsprechend. Im Übrigen wird die Aufenthaltserlaubnis verlängert, solange die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht.

(3) Die §§ 31 und 34 finden mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle des Aufenthaltstitels des Ausländers der gewöhnliche Aufenthalt des Deutschen im Bundesgebiet tritt. Die einem Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge erteilte Aufenthaltserlaubnis ist auch nach Eintritt der Volljährigkeit des Kindes zu verlängern, solange das Kind mit ihm in familiärer Lebensgemeinschaft lebt und das Kind sich in einer Ausbildung befindet, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss oder Hochschulabschluss führt.

(4) Auf sonstige Familienangehörige findet § 36 entsprechende Anwendung.

(5) (weggefallen)


Erwähnungen von § 28 AufenthG in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 28 AufenthG:

  • Aufenthaltsverordnung (AufenthV)
    • Kapitel 2 (Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet)
      • Abschnitt 1 (Passpflicht für Ausländer)
    • § 7 Ausstellung des Reiseausweises für Ausländer im Ausland

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Entscheidungen zu § 28 AufenthG

  • BildVG-POTSDAM, 12.01.2016, VG 8 K 2622/14
    § 39 Nr. 1 AufenthV ist einschränkend dahin auszulegen, dass er diejenigen Fälle nicht erfasst, in denen eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis anstelle der dem Aufenthaltszweck gemäßen Aufenthaltserlaubnis erteilt worden ist, weil es für letztere an der Erfüllung der Regelerteilungsvoraussetzung des § 5 Abs. 2 Satz 1 AufenthG fehlt
  • BildVG-BAYREUTH, 24.03.2015, B 4 E 14.698
    Relative und absolute Titelerteilungssperre;„Familiennachzugsgründe“ und rechtliche Unmöglichkeit i.S.v. § 25 Abs. 5 Satz 1 AufenthG;Anforderungen an den Nachweis der Sicherung des Lebensunterhaltes;Zeitweilige Trennung eines Kleinkinds von einem Elternteil zur Nachholung eines Visumverfahrens in Vietnam;Zumutbarkeit der Nachholung...
  • BildVGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 04.11.2014, 11 S 1886/14
    § 27 Abs. 1a Nr. 1 AufenthG schließt einen familienbezogenen Aufenthaltstitel an den Scheinvater im Fall der ausschließlich aufenthaltsrechtlich motivierten Vaterschaftsanerkennung nach § 1592 Nr. 2 BGB aus.
  • BildVG-BERLIN, 22.10.2014, 29 K 142.12 V
    Dem sorgeberechtigten Vater eines deutschen Kindes kann nicht ohne Weiteres vorgehalten werden, sich während seines Auslandsaufenthaltes nach Scheitern der Ehe mit der Kindesmutter nicht hinreichend um das Kind gekümmert zu haben. Eine Prognose, ob ein Antrag der Kindesmutter auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge Erfolg...
  • BildHESSISCHER-VGH, 01.10.2014, 6 A 2206/13
    Der Begriff des gesetzlichen Anspruchs in § 10 Abs. 1 AufenthG umfasst keine Soll Vorschriften.
  • BildHESSISCHER-VGH, 17.09.2014, 9 B 1450/14
    Ein Umgangsrechtsverfahren, das ein ausländischer Elternteil anstrengt, um die Wiederanbahnung unterbrochener Umgangskontakte durchzusetzen, kann gemäß Art. 6 GG und Art. 8 EMRK aufenthaltsrechtliche Schutzwirkungen auslösen und die Erteilung einer Duldung rechtfertigen, sofern sich der ausländische Elternteil zur Wahrnehmung seiner...
  • BildBAYERISCHER-VGH, 25.08.2014, 10 B 13.715
    Ausweisung eines wegen Betäubungsmitteldelikten mehrfach verurteilten Nigerianers;Beziehungen des Ausländers zu seinen vier nichtehelichen Kindern von drei unterschiedlichen Müttern ;Befristung des Einreise- und Aufenthaltsverbots
  • BildVGH-BADEN-WUERTTEMBERG, 30.07.2014, 11 S 2450/13
    Allein die Vorlage eines irakischen Proxy-Passes der Serie G genügt nicht zwingend zum Nachweis der Identität des betreffenden Passinhabers und damit zur Erfüllung der Regelerteilungsvoraussetzung des § 5 Abs. 1 Nr. 1a AufenthG (hier: Einzelfall, in dem die Identität als geklärt anzusehen ist, obwohl bislang weder eine...
  • BildVG-BAYREUTH, 04.06.2014, B 4 S 14.272
    Besonderen Ausweisungsschutz gem. § 56 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AufenthG genießt ein inhaftierter Ausländer nur, wenn die Lebensgemeinschaft unmittelbar vor der Haft bestanden hat und konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Lebensgemeinschaft unmittelbar nach Haftentlassung fortgesetzt wird (wie Hess VGH, B.v. 15.07.2013 – 3 B...
  • BildBAYERISCHER-VGH, 26.03.2014, 10 ZB 12.780
    Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils; Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft; Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis; besondere Härte; schutzwürdige Belange; Kindeswohl; familiäre Lebensgemeinschaft; Ausweisungsgrund

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