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JuraForum.deFür AnwälteKanzleimarketingLitigation PR - Rechtsanwaltskanzlei 

Litigation PR - Rechtsanwaltskanzlei

Kanzleimarketing

Was ist Litigation PR?

Der Begriff Litigation PR (Litigation = Gerichtsprozess, PR = Public Relation = Öffentlichkeitsarbeit) bezeichnet die Steuerung von Kommunikationsströmen in den Medien während eines Gerichtsverfahrens, um dadurch einen Verfahrensausgang positiv zu beeinflussen. So kann eine gut durchgeführte Litigation PR möglicherweise zu einem einer außergerichtlichen Einigung oder einem Vergleich schon im zu Beginn des Verfahrens führen. Unter Umständen kann sogar Druck auf die Staatsanwaltschaft ausgeübt werden, was mit etwas Glück sogar die Abschwächung von Klagepunkten zur Folge haben kann. Ein weiterer Punkt ist das Reputationsmanagement Ihres Mandanten. Im Laufe von Gerichtsprozessen kann das Ansehen von Angeklagten stark beschädigt werden. In diesem Fall eignet sich Ligitation PR, um diesem Ansehensverlust entgegenzutreten. Dies kann nur durch gezielte Medienberichte beispielsweise über entlastendes Material erreicht werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich im Rahmen Ihrer Tätigkeit Kontakte zu Medienvertretern aufbauen und diese auch pflegen. Allerdings sollte Ihr Medienkontakt nicht zu einer Einbahnstraße werden. Um Litigation PR erfolgreich betreiben zu können, müssen Sie sowohl Geben als auch Nehmen. Wenn Sie nur immer von den Medienvertretern fordern, Ihre positiv gefärbten Berichte zu veröffentlichen, dann werden Sie nicht erfolgreich sein. Spielen Sie Ihren Journalistenkontakten auch ab und zu interessante Informationen zu, von denen Sie zunächst keinen großen Nutzen haben. Dies wird sich dann wahrscheinlich auszahlen, wenn Sie wirklich die Hilfe von Medienvertretern benötigen. Diese werden sich nämlich sicherlich an die Zusammenarbeit erinnern und mit hoher Wahrscheinlichkeit dann auch Ihre Darstellung in den Medien publizieren. Insgesamt gibt es folgende Formen, wie Sie mit den Medien Kontakt aufnehmen können:

  • Mit bekannten Journalisten telefonisch oder persönlich in Kontakt treten
  • Erstellung einer Pressemitteilung
  • Auf einen Bericht mit einem Leserbrief reagieren
  • Teilnahme an Medienveranstaltungen, um dort Journalisten kennenzulernen

Litigation PR sollte im Zivil- und Strafrecht unterschiedlich angegangen werden. Im Zivilrecht kann Sie dazu dienen, Ansprüche an Streitgegner nochmals zu verdeutlichen und den Streitgegner wegen des öffentlichen Drucks zur schnelleren Erfüllung der Ansprüche bewegen. Auch bei zweifelhaften Sachverhalten, kann der Streitgegner durch die öffentliche Meinungsbildung in eine schwache Lage geraten und möglicherweise einen Gerichtsprozess nicht anstreben. Im Strafrecht ist Litigation PR eher dazu geeignet, um sowohl Kläger als auch Beklagte in der Öffentlichkeit zu unterstützen und die Meinungsbildung zu beeinflussen.

In der Ermittlungsphase in Strafprozessen besitzen die Staatsanwaltschaften meist einen entscheidenden Vorteil. Staatsanwaltschaften gehen mittlerweile auch immer schneller an die Öffentlichkeit und erlangen dadurch einen entscheidenden Vorteil in der öffentlichen Meinungsbildung. Es empfiehlt sich auf solche Berichte gezielt zu antworten und falsche nach Möglichkeit zu korrigieren. Journalisten sind oftmals daran interessiert, beide Seiten anzuhören, um die Unabhängigkeit der Presse zu gewährleisten. Staatsanwaltschaften vertreten oftmals in der Öffentlichkeit keine neutrale Position. Wenn Sie schlau vorgehen, dann können Sie sogar erreichen, dass die Staatsanwaltschaft Ihre öffentliche Position relativieren muss. Dies kann sich positiv auf Ihren Mandanten auswirken, denn auch Schöffen, Richter und Staatsanwälte lesen Zeitungen und können durch klärende Zeitungsartikel in ihrer Meinungsbildung beeinflusst werden. Ligitation PR sollte jedoch nur dann angewendet werden, wenn Sie sich ziemlich sicher sind, dass dadurch die öffentliche Meinung positiv beeinflusst werden kann. Wägen Sie auf jeden Fall vorher genau ab, der Fall für die Medien geeignet ist.


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