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JuraForum.deFür AnwälteKanzleiorganisationKonfliktmanagement - Rechtsanwalt 

Konfliktmanagement - Rechtsanwalt

Kanzleiorganisation

KonfliktmanagementKonflikte zwischen Streitparteien können außergerichtlich oder gerichtlich beigelegt werden. Für welchen Weg Sie sich im jeweiligen Fall entscheiden, ist immer auch abhängig von Ihrem Mandanten. Sie sollten allerdings in jedem Fall die Vor- und Nachteile beider Lösungsmöglichkeiten erläutern und im Rahmen des Konfliktmanagement auf Ihre fachmännische Position verweisen. Verzichten Sie darauf, Ihren Mandanten zu bevormunden. Jedes rechtliche Vorgehen sollte im Konfliktfall immer im Einverständnis mit dem Mandanten erfolgen. Auch wenn Ihr Mandant sich nach Ihren Lösungsvorschlägen für ein anderes Vorgehen entscheidet, sollten Sie diese Entscheidung akzeptieren. Sollte sich Ihr Mandant als besonders klagewillig erweisen, dann können Sie Ihn darüber aufklären, dass zivilrechtliche Konflikte vor Gericht in einem Großteil der verhandelten Fälle sowieso mit einem Vergleich abgeschlossen werden. Unter Umständen können Sie ihn damit doch noch umstimmen. Generell ist eine außergerichtliche Beilegung von Konflikten besonders dann ratsam, wenn die Streitgegner aufgrund nachbarschaftlicher, familiärer oder sonstiger persönlicher Verflechtungen verbandelt sind. Sie sollten im Rahmen des Konfliktmanagements immer prüfen, ob die wahren Interessen Ihres Mandanten in der Austragung des Konfliktes vor Gericht liegen oder ob Verhandlungen mit der Gegenseite nicht doch zu besseren Ergebnissen führen. Schließlich müssen die Streitparteien im nachbarlichen und persönlichen Umfeld  meist auch noch nach der Beilegung des Konfliktes miteinander auskommen.

Konfliktmanagement - Die außergerichtliche Verhandlung

Lässt sich Ihr Streitgegner auf ein Gespräch mit der Gegenseite ein, sollten Sie dafür sorgen, dass für dieses Gespräch ein möglichst neutraler Ort gewählt wird. Schließlich sollen keine negativen Erinnerungen wieder aufflammen. Wählen Sie eine Lokalität aus, die den Bedürfnissen beider Parteien entspricht und eine möglichst vertraute Atmosphäre schafft. Stimmen Sie den Termin ordentlich ab und richten Sie sich auch nach den Arbeitszeiten der beteiligten Personen. Alle Teilnehmer sollten über einen Anfahrtsplan verfügen, damit der Verhandlungsort ohne Probleme erreicht werden kann. Bei der Wahl des Tagungsraumes muss auf jeden Fall immer für jede Partei ein separater Besprechungsraum zur Verfügung stehen. Um im Konfliktmanagement den Fall für alle Seite nochmals zu verdeutlichen, sollten zur visuellen Unterstützung Medien wie ein Overheadprojektor, Beamer oder Flip-Chart vorhanden sein. Denken Sie auch an Schreibmaterialien und Diktiergeräte, damit die Quintessenz der Verhandlung fixiert werden kann.

Konfliktmanagement - Beweismittel überprüfen

Sowohl bei außergerichtlichen Verhandlungen als auch vor der Einreichung einer Klage sollte immer die Qualität der Beweismittel überprüft werden. Dadurch sind Sie schon von Anfang an im Bilde, welche Erfolgsaussichten der Fall hat. Weisen Sie Ihren Mandanten darauf hin, dass ein Fall ohne hinreichende Beweise kaum Aussicht auf Erfolg haben wird, wenn die Gegenseite alle Vorwürfe einfach bestreitet. Deshalb sollten im Rahmen des Konfliktmanagements alle Beweismittel im vorliegenden Fall genau aufgelistet werden und auf Stimmigkeit überprüft werden. Dies gilt besonders für Zeugen.  Befragen Sie Zeugen nach Möglichkeit schriftlich oder mündlich zu den beweisrelevanten Aussagen und lassen Sie sich diese Aussagen mit Unterschrift bestätigen. Bei mündlichen Unterredungen mit Zeugen sollte eine dritte Person zugegen sein, damit die Aussage auch von einer dritten Person bestätigt werden kann. So sind Sie für die gerichtliche Auseinandersetzung gewappnet. Die Gefahr, dass Zeugen überraschenderweise auf einmal für die Gegenseite agieren, ist somit minimiert. Andere Beweismittel sollten nach Möglichkeit von einem Sachverständigen überprüft werden.

Konfliktmanagement bei Gericht

Scheint eine außergerichtliche Einigung durch Konfliktmanagement nicht möglich zu sein oder sind Ihre Verhandlungen gescheitert, dann lässt sich die Austragung des Konfliktes vor Gericht meist nicht mehr verhindern. Bereiten Sie Ihren Mandanten mental darauf vor, dass ein Rechtsstreit sich unter Umständen über einen langen Zeitraum hinziehen kann, vor allem, wenn durch mehrere Instanzen geklagt wird. Weisen Sie auch darauf hin, dass das Urteil unter Umständen auch zu seinen Ungunsten ausfallen kann oder Vergleiche getroffen werden könnten, von denen Ihr Mandant nicht sehr erfreut sein wird. Der Vorteil des gerichtlichen Verfahrens liegt darin, dass über den Konflikt  nun endgültig entschieden wird.  Im Rahmen des Konfliktmanagement sollten Sie darauf hinweisen, dass Sie in Ihren Schreiben immer auch einen Hinweis zur Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung beifügen (aber nur, wenn dies im vorliegenden Fall auch geboten erscheint). Sollte der Streitgegner darauf eingehen, so spart sich Ihr Mandant letztlich viel ärger und Zeit.


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