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JuraForum.deFür AnwälteKanzleigründungZulassung als Rechtsanwalt 

Zulassung als Rechtsanwalt

Kanzleigründung

Die Zulassung als Rechtsanwalt kann nur von Personen beantragt werden, welche die Befähigung zum Richteramt erfolgreich nachgewiesen haben. Deshalb ist das Bestehen des Zweiten Juristischen Staatsexamens die Voraussetzung für die Anwaltszulassung. Gemäß der Bundesrechtsanwaltsordnung wird diese nur von der regional zuständigen Rechtsanwaltskammer erteilt. Dazu muss neben dem Antrag auch eine Bestätigung über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung eingereicht werden. Sind diese Unterlagen vorhanden, dann kann die Zulassung bei der Kammer beantragt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Rechtsanwaltszulassung allerdings auch abgelehnt werden. So kann diese auch versagt werden, wenn der Antragende bestimmte Erwerbstätigkeiten ( z.B. Beamter oder Versicherungsmakler) ausübt, welche den Bewerber gemäß § 7 Nr. 5 BRAO für den Beruf des Rechtsanwalts als unwürdig erscheinen lassen. Einher mit der Zulassung als Rechtsanwalt geht die Kanzleipflicht. Jeder Rechtsanwalt muss also eine Kanzlei einrichten. In der Praxis bedeutet dies nicht, das eine riesige Kanzlei angemietet werden muss. Es reicht heutzutage sogar ein einzelnes Büro oder ein abgetrennter Raum in der Privatwohnung. Sogar das Anbringen eines Kanzleischildes ist nicht mehr zwingend notwendig. Allerdings muss immer sichergestellt sein, dass die Kanzlei per Telefon, Fax oder E-Mail erreichbar bleibt. 

Pflichtmitgliedschaften nach der Zulassung als Rechtsanwalt

Sobald der Antrag auf Zulassung genehmigt worden ist, besteht die Verpflichtung, in die Rechtsanwaltskammer einzutreten. Entsprechende Regelungen finden sich in §§ 60 ff BRAO.Zulassung als Rechtsanwalt Die Rechtsanwaltskammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie überwacht die Einhaltung des Berufrechtes und bietet Ihren Mitgliedern Beratungen sowie Fortbildungen an.

Zudem fungiert sie als Vermittlungsinstanz bei Streitigkeiten zwischen Rechtsanwalt und Mandant. Die zu entrichtenden Pflichtbeiträge für die Rechtsanwaltskammer sind von Region zu Region unterschiedlich. Mit der Rechtsanwaltszulassung ist automatisch auch der Eintritt in das Versorgungswerk der Rechtsanwälte verbunden. Das Versorgungswerk ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, welche die Rentenversorgung der Rechtsanwälte sicherstellt. Es entspricht in etwa der gesetzlichen Rentenversicherung. Gerade Berufseinsteiger sollten darauf achten, dass auch die erworbenen Rentenansprüche während des Referendariats anerkannt werden. Hierbei sind allerdings Fristen einzuhalten. Die Ansprüche sollten deshalb umgehend geltend gemacht werden. Die Beitragssätze zum Versorgungswerk der Rechtsanwälte werden nach dem Einkommen gestaffelt. Es existieren Mindest- und Höchstbeitragssätze.

JuraForum.de-Tipp:

Lassen Sie sich als Junganwalt in den ersten Jahren vom Beitrag bei der Rechtsanwaltskammer befreien! Dies ist meist durch Nachweis des fehlenden Gewinns möglich. Natürlich wird man auf diese Möglichkeit nicht ausdrücklich durch die Kammern hingewiesen.


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