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JuraForum.deFür AnwälteKanzleigründungMitarbeiter einstellen 

Mitarbeiter einstellen

Kanzleigründung

Natürlich können Sie sich in Ihrer Kanzlei nicht um alles kümmern. Deshalb ist es notwendig, organisatorische Aufgaben von Mitarbeitern durchführen zu lassen. Schließlich haben Sie in Ihrem Beruf als Rechtsanwalt sowieso schon wenig Zeit zur Verfügung. Folglich müssen Sie Mitarbeiter einstellen. Für Neugründer ist neues Personal natürlich ein enormer Kostenfaktor und daher müssen Sie abwägen, ob Sie schon zu Beginn Ihrer Tätigkeit eine vollausgebildete Bürokraft tragen können. Dies wird leider nur bei den wenigsten Neugründungen der Fall sein. Schließlich steht in der Anfangsphase zunächst die Gewinnung von Mandaten im Vordergrund und der Erfolg ist noch nicht gut abschätzbar. Um das Risiko hoher Personalkosten zu minimieren, können Sie auf Auszubildende, Halbtagskräfte, Arbeitslose mit staatlicher Förderung oder 400-Euro-Jobber zurückgreifen. Sie sollten sich in diesem Fall allerdings bewusst sein, dass hierbei aufgrund mangelnder Qualifikationen oftmals auch Abstriche in der Qualität der Arbeitsleistung gemacht werden müssen. Sollten Sie einen Arbeitnehmer gefunden haben, der staatlich gefördert werden kann, sollten Sie den Arbeitsvertrag immer erst dann aufsetzen, wenn der Antrag auf staatliche Förderung genehmigt wurde. Stellen Sie den Arbeitsvertrag vor Antragsstellung aus, können Sie nicht mehr mit einer Förderung rechnen. Das Einstellen der Mitarbeiter sollte also wohlüberlegt sein. Im folgenden wird noch einmal ausdrücklich auf die Vor- und Nachteile bestimmter Mitarbeiter eingegangen.

Mitarbeiter einstellen - Praktikanten

MitarbeiterIn Schulen sind Praktika mittlerweile in den höheren Klassen weit verbreitet. Den Schülern soll so die Gelegenheit geboten werden, in das Berufsleben hineinzuschnuppern. Das Problem bei Schulpraktikanten ist meist, dass diese nur über sehr beschränkte Erfahrungen im Berufsleben verfügen und daher aufgrund fehlender Kenntnisse kaum selbständig arbeiten. Zudem sind die Praktika zeitlich sehr begrenzt. Anders sieht die Situation hingegen bei Berufspraktikanten aus, die oft im Rahmen von Umschulungsmaßnahmen längere Praktika durchführen müssen. Der Lebensunterhalt dieser Berufspraktikanten ist meist durch Arbeitslosengeld gewährleistet und ein Hinzuverdienst über 100 Euro müsste in dem Fall sowieso wieder an das Arbeitsamt abgeführt werden. Daher verlangen diese Praktikanten meist auch keine Entlohnung. Berufspraktikanten besitzen zudem den Vorteil, dass Sie schon vom früheren Berufsleben eigenständiges Arbeiten gewöhnt sind. Berufspraktika werden vom Arbeitsamt gefördert, solange diese zuvor von mindestens sechsmonatiger Arbeitslosigkeit betroffen waren und das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. In diesem Fall wird der betreffende Berufspraktikant für 3 Monate mit etwa 250 Euro pro Monat vom Arbeitsamt gefördert. Nach Ablauf der staatlichen Förderung können Sie dann vielleicht sogar das Praktikum weiterführen und selbst 250 Euro beisteuern.  

Mitarbeiter einstellen - Minijob für Schreib- und Telefondienste

Eine Alternative zu den Praktikanten stellt das Einstellen von Mitarbeitern als Aushilfe im Rahmen eines Minijobs dar. Der größte Vorteil ist hierbei natürlich, dass Sie die Person nur dann bezahlen, wenn die Arbeitskraft auch in Anspruch genommen wird. Mit etwas Glück können Sie Minijobber mit einer Büroausbildung finden, die sogar das 10-Finger-System beherrschen. Viele Frauen mit Kindern suchen eine Nebenbeschäftigung im Büro und freuen sich über einen 400-Euro-Job. Der größte Nachteil liegt natürlich darin, dass Ihnen der Mitarbeiter in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht. Entscheiden Sie am besten selbst, ob diese Lösung für Sie in Frage kommt. Sie können unter Umständen in der Anfangszeit Ihrer Kanzlei Telefonanrufe auch selbst entgegennehmen. Eine weitere kostengünstige Lösung stellen Callcenter dar, die als Dienstleister Ihre Anrufe entgegennehmen. Im Folgenden finden Sie eine Liste von Bürodienstleistungsunternehmen, die diese Aufgaben übernehmen:

Mitarbeiter einstellen - Auszubildende

Eine weitere Möglichkeit, eine günstige Bürokraft zu erhalten, ist die Einstellung von Auszubildenden. Als selbständiger Rechtsanwalt dürfen Sie in Ihrer Kanzlei Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte ausbilden. In Niedersachsen ist dies jedem Rechtsanwalt gestattet. Allerdings bestehen in einigen Bundesländern Sonderregelungen und Sie sollten sich am besten vorher bei der Rechtsanwaltskammer erkundigen, ob Sie als Neugründer auch ausbilden dürfen. Neugründer können vom Arbeitsamt bezuschusst werden (nach §10 SGB III), wenn Sie Auszubildende einstellen. Durchschnittlich liegen die Ausbildungsvergütungen für Auszubildende im ersten bis dritten Lehrjahr zwischen 300-500 Euro. Seien Sie sich allerdings bewusst, dass die Einstellung von Auszubildenden auch mit Pflichten verbunden ist. Als ausbildender Betrieb müssen Sie sicherstellen, dass die Auszubildenden auch das Ziel der Ausbildung erreichen. Deshalb sollten Sie sich auch die Zeit nehmen, Ihre Auszubildenden gründlich in die Arbeit einzuweisen. Auch wenn Auszubildende viel Zeit in Ihrer Kanzlei verbringen, zweimal in der Woche müssen diese für die Berufsschule freigestellt werden und können dann natürlich nicht arbeiten. Sie können in dieser Zeit natürlich selbst die Telefonate übernehmen oder einen Mitarbeiter auf 400-Euro-Basis einstellen, welcher den Job übernimmt.

Mitarbeiter einstellen - Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte

Wenn Sie sich für eine ausgelernte Rechtsanwalts- und Notarangestellte entscheiden, dann ist dies natürlich die teuerste Lösung, allerdings erhalten Sie dafür auch eine hochwertige Gegenleistung. Der Vorteil liegt natürlich darin, dass eine Rechtsanwaltsfachangestellte neben den Bürotätigkeiten auch in der Lage ist, selbständig Rechnungen zu schreiben, Zwangsvollstreckungen zu bearbeiten und die Buchführung zu übernehmen. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Neugründung Kosten sparen möchten, können Sie auch erste eine Halbtagesstelle anbieten. Da erfahrungsgemäß kurz nach der Gründung noch nicht so viele Mandate auf Sie zu kommen werden, ist dies eine gute Lösung. Viele junge Mütter suchen sogar ausdrücklich einen Halbtagsjob. Leider gibt es nur wenige freie Stellen für Arbeitnehmer auf dem Stellenmarkt. Warum also nicht erst einmal Mitarbeiter einstellen, die nur halbtags arbeiten? Schließlich können Sie später dann immer noch eine Auszubildende einstellen oder Schritt für Schritt die Halbtagsstelle in eine Vollzeitstelle umwandeln.


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