Kanzleikauf

Kanzleigründung

Gerad zu Beginn der Rechtsanwaltstätigkeit stellt sich oft die Frage, ob eine bestehende Kanzlei aufgekauft werden sollte. Ein Kanzleikauf besitzt den Vorteil, dass bereits ein bestehender Mandantenstamm gegeben ist und dementsprechend Umsätze generiert werden.  Im Idealfall kann ein Rechtsanwalt unverzüglich mit der Arbeit beginnen und muss sich nicht mit der Kanzleiorganisation und dem Marketing beschäftigen. Doch nicht jeder Kanzleikauf stellt sich als „Glückskauf“ dar. Auch hierbei kann ein Rechtsanwalt einiges falsch machen.

Worauf sollte beim Kanzleikauf geachtet werden?

Natürlich ist der Umsatz einer Kanzlei eines der wichtigsten Indikationen dafür, dass die Kanzlei vernünftig läuft. Der Umsatz gibt Aufschluss darüber, wie die Kanzlei sich entwickelt und welche Erwartungen daran geknüpft werden können. Es lohnt sich dabei, sich nicht nur die Umsatzzahlen des letzten Jahres genauer anzuschauen, sondern vielmehr die der letzten drei oder fünf Jahre. Hier lässt sich ein genaueres Bild über die Kanzlei erstellen und der potenzielle Käufer ist so auf der richtigen und sicheren Seite.

Neben den reinen Umsatzzahlen gibt es noch eine Reihe von anderen Kennziffern, die eine entscheidende Rolle spielen können. Die Büroausstattung, die Angestellten oder die Verkehrsanbindung sind unter anderem wichtige Dinge, die bei einem Kanzleikauf berücksichtigt werden sollte. Hier muss sich der Rechtsanwalt im Klaren sein, dass größere Investitionssummen auf einen zukommen können, wenn an den falschen Stellen gespart worden ist.  

Worauf sollte beim Kanzleikaufvertrag geachtet werden?

Ein Kanzleikauf ist trotz zahlreicher Absicherungsmöglichkeiten immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Einem Rechtsanwalt muss klar sein, dass anders als bei einem schlichten Unternehmenskauf, ein Kanzleikauf sehr personenbezogen ist. Die Mandanten identifizieren sich mit dem bisherigen Anwalt. Das bedeutet, dass nicht sichergestellt ist, dass der Käufer automatisch den Mandantenstamm behält. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dieses Risiko im Kanzleikaufvertrag zu berücksichtigen. Es sollte festgehalten werden, dass innerhalb eines bestimmten Rhythmus, eine Nachbewertung der Kanzlei stattfindet. So kann ein gerechter Ausgleich zwischen den Parteien gefunden werden, sodass der Kanzleikauf sich nicht lediglich nachteilig für den Käufer auswirkt.:


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