Anwaltsvollmacht

Informationen für Anwälte

Jeder Rechtsanwalt verlangt in der Regel von seinen Mandanten, dass ihm eine Anwaltsvollmacht unterschrieben wird. Viele Personen wissen hingegen grundsätzlich nicht, was eine derartige Vollmacht darstellt und welche Auswirkungen sie besitzt.

Was ist der Sinn einer Vollmacht?

Eine Anwaltsvollmacht dient dazu, dass der Rechtsanwalt seinen Mandanten sowohl gerichtlich, als auch außergerichtlich vertreten darf. In manchen Fällen ist sie auf einen bestimmten Sachverhalt beschränkt und hat somit auch nur für den konkreten Einzelfall Wirkung.  Inhaltlich wird exakt dargestellt, was der Rechtsanwalt für Befugnisse besitzt. Die Anwaltsvollmacht ist als Legitimationspapier anzusehen, welches dazu führt, dass der Rechtsanwalt im Namen des Mandaten tätig werden darf und die eventuell vorhandenden Ansprüche geltend machen kann.

Gerade bei rechtlichen Problemen ist es sinnvoll, als Mandant sich genau über den Inhalt der Anwaltsvollmacht zu informieren und gegeben falls seinen Rechtsanwalt um Erklärung bitten.

Worauf sollte ein Rechtsanwalt bei der Verwendung der Rechtsanwaltsvollmacht achten?

Rechtsanwälte sollten dementsprechend darauf achten, dass die Vordrucke verständlich und nachvollziehbar sind. Als Anwalt wollen Sie das Vertrauen der Mandanten gewinnen und sie nicht abschrecken. Es ist sinnvoll, sich auf die wesentlichen Punkte zu beschränken und die Aufzählung überflüssiger Paragraphen sollte vermieden werden. 

Die Anwaltsvollmacht sollte so „mandantenfreundlich“ wie möglich sein, dies wird neben dem klaren Inhalt, vor allem durch einen nicht zu langen Text über mehrere Seiten erlangt. Es ist auch ratsam, dass Textdokument übersichtlich zu gestalten, sodass es für den Mandanten insgesamt einfacher ist, die Vollmacht zu verstehen.


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Bisherige Kommentare (1)

katzemia  (18.06.2015 18:39 Uhr):
Hallo zusammen, komisch mit der Anwaltsvollmacht - ich habe einen RA für Arbeitsrecht mit meiner Vertretung beauftragt und er hat sich keine Vollmacht ausstellen lassen. Mir kommt das sehr komisch vor, nachdem ich ihn darauf hin telefonisch angesprochen habe, sagt er mir, das wäre im Arbeitsrecht nicht nötig, und er hätte noch nie erlebt, dass die Gegenseite im ARbeitsrecht die Vollmacht hätte sehen wollen.... ist das normal oder bin ich hier einem "scharzen Schaf" aufgesessen? Er ist für mich auch nie so richtig erreichbar,

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