Vorstellungsgespräch: Jurist

Bewerbung als Jurist

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch Mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch haben Sie die erste Hürde auf dem Weg zur angestrebten Stelle überwunden. Offensichtlich haben Ihre Bewerbungsunterlagen genau zum Anforderungsprofil Ihres potentiellen Arbeitgebers gepasst. Mit dem bevorstehenden Bewerbungsgespräch soll nun festgestellt werden, ob Sie hinsichtlich Ihrer persönlichen Merkmale, Ihrer beruflichen Kompetenz und Motivation für die angebotene Stelle geeignet sind. Gerade für unerfahrene Berufseinsteiger kann die Einladung zum Vorstellungsgespräch daher viele Fallstricke enthalten. Deshalb sollten Sie nicht ganz blauäugig in das Gespräch gehen. Eine gute Vorbereitung kann Ihnen hier den entscheidenden Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern liefern.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch als Kompetenztest

Wie vorhin schon erläutert, werden in dem Gespräch die Bewerber hinsichtlich der 3 Bereiche Persönlichkeit, berufliche Kompetenz und Motivation unter die Lupe genommen. Im Folgenden finden Sie eine kleine detaillierte Übersicht, welche Inhalte genau von Belang sind:

Die 3 Testsäulen des Vorstellungsgespräches

PersönlichkeitBerufliche KompetenzMotivation

Ist der Bewerber

  • vertrauenswürdig?
  • sympathisch?
  • teamfähig?
  • belastbar?
  • eine sinnvolle Ergänzung für das Team?

Ist der Bewerber

  • fachlich kompetent?
  • hinsichtlich seiner beruflichen Qualifikationen geeignet?

Ist der Bewerber

  • motiviert?
  • begeisterungsfähig?
  • lernbereit?
  • arbeitswillig?
  • überzeugt von der zukünftigen Tätigkeit und der Kanzlei?

Planung des Vorstellungsgespräches

Nun ist es an der Zeit, sich intensiv auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Sie nur durch eine intensive Vorbereitung einen bleibenden Eindruck hinterlassen können und somit die gewünschte Festanstellung erhalten können. Deshalb ist es wichtig, vorab die wichtigsten Informationen (Unternehmenskultur, Arbeitsschwerpunkte, Erfolge, Historie) über den potentiellen Arbeitgeber (Kanzlei, Unternehmen oder Behörde) einzuholen. Sobald diese Daten zusammengetragen sind, sollten Sie sich mit der Person auseinandersetzen, welche das Vorstellungsgespräch durchführt. Diese müsste im Einladungsschreiben zum Vorstellungsgespräch vermerkt sein. Oft reicht schon eine kleine Internetrecherche aus, um die gewünschten Daten (Funktion in dem Unternehmen, Vita, Arbeitsschwerpunkte oder sogar Hobbys etc.) zu erfahren. Nun wissen Sie zumindest, mit wem Sie es zu tun haben und können möglicherweise im Vorstellungsgespräch entsprechend reagieren. So können Sie die schlimmsten Fettnäpfchen beim Vorstellungsgespräch vermeiden.

Setzen Sie sich nun in Ruhe mit den gesammelten Informationen an den Schreibtisch. Legen Sie sich ein Blatt zurecht und schreiben Sie zu folgenden Punkten etwas auf:

  • Gibt es Unregelmäßigkeiten (Lücken) in meinem Werdegang und wie begründe ich diese im Vorstellungsgespräch?
  • Warum habe ich mich gerade bei dieser Kanzlei beworben?
  • Wer ist mein Gesprächspartner?
  • Welche Fragen habe ich an meinen neuen potentiellen Arbeitgeber?
  • Was soll ich antworten, wenn ich zu bestimmten Themen gefragt werde?

Wenn Sie sich zu jeder Frage ein paar Antworten zurechtgelegt haben, werden Sie im Vorstellungsgespräch schon deutlich sicherer wirken, als ohne diese Vorbereitung.

Die richtige Kleidungswahl

Gerade im juristischen Berufsumfeld wird normalerweise sehr viel Wert auf ein seriöses Auftreten gelegt. Auch wenn die Kleidungskonventionen sich in den letzten Jahren eher ein wenig gelockert haben, sollte gerade beim Vorstellungsgespräch Wert auf einen gepflegten Kleidungsstil gelegt werden. Natürlich stellt man sich jedes Mal die Frage: Was soll ich denn nur anziehen? Am besten Sie schauen sich zunächst die Homepage des Unternehmens an, bei dem das Vorstellungsgespräch stattfinden soll. Anhand der Mitarbeiterfotos lässt sich dann leicht feststellen, welcher Kleidungsstil präferiert wird. Richten Sie sich danach aus. Ein weiterer Punkt ist, dass Sie sich in Ihrer Kleidung auch wohlfühlen müssen. Einer Frau, die beim Vorstellungsgespräch das erste Mal hochhackige Schuhe trägt, wird man dies sofort am Gang ansehen. Deshalb wählen Sie immer seriöse Kleidung, in der Sie sich auch wohl fühlen und welche der angestrebten Position entspricht. Für Männer empfiehlt sich im Zweifelsfall immer ein dunkler (z.B. dunkelblau, schwarz kann schnell abweisend wirken) Anzug, weißes Hemd, dezente Krawatte und dunkle Schuhen. Frauen können auf Businesskostüm oder Hosenanzüge mit möglichst zurückhaltender Farbgebung zurückgreifen. Tiefe Ausschnitte und kurze Röcke sind dabei natürlich Tabu.

Checkliste Kleidung

  1. Saubere, gepflegte Kleidung (keine alten, ausgewaschenen Stücke)
  2. Gebügelte Hemden und Blusen
  3. Korrekte Passform aller Kleidungsstücke (keine Hochwasserhosen etc.)
  4. Verzicht auf bunte Farbkombinationen und Grautöne
  5. Gereinigte, polierte Schuhe (keine abgelaufenen Absätze)   
  6. Fusselfreie Kleidung (im Zweifelsfall Fusselrolle besorgen)

Checkliste Körper

  1. Verzicht auf Knoblauch + Alkohol (am Abend vor dem Termin)
  2. Vor dem Termin nicht rauchen (wegen Mundgeruch und stinkender Kleidung)
  3. Parfüm und Rasierwasser nur sehr dezent auftragen oder gleich ganz darauf verzichten
  4. Männer: Ordentliche Rasur
  5. Frauen: Kein übertriebenes Make-up
  6. Kein auffälliger Schmuck


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