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"Waffen" zur Selbstverteidigung?

Dies ist eine Diskussion zu "Waffen" zur Selbstverteidigung? innerhalb des Forums Waffenrecht

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Alt 06.12.2009, 16:57
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"Waffen" zur Selbstverteidigung?

Angenommen eine junge Frau X wohnt in einer Gegend, die recht "gefährlich" ist (und kann auch nich einfach so umziehen) und ist abends öfter alleine unterwegs und hat jedes mal Angst, ihr könne etwas passieren. Gibt es für X eine möglichkeit etwas zur Selbstverteidigung im Notfall mit sich zu führen (legal)? Gehen wir mal davon aus, dass X über 18 ist und ein sauberes Führungszeugnis hat und auch ansonsten nie aufgefallen ist und auch nicht vorhat dies zu tun?
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Alt 06.12.2009, 17:32
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Die einzigen Mittel bze. Waffen, die zur Selbstverteidigung offiziell geführt werden dürfen, sind Abwehrsprays, Elektroschocker und Schreckschusswaffen. Für letztere muss ein kleinen Waffenschein beantragt werden. Kostet 50 € und wird in aller Regel problemlos ausgestellt.
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  #3 (permalink)  
Alt 06.12.2009, 21:24
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Hallo,

das mit den Schreckschusswaffen ist zwar richtig, würde ich aber ganz schnell vergessen (zu unhandlich, Umgang im Ernstfall zu kompliziert und zu gefährlich).
Elektroschocker haben den Nachteil, dass der Angreifer schon sehr nahe an einen herankommen muss.
Abwehrsprays sind m.M. nach eine vernünftige Alternative. Hierbei sollte man folgendes bedenken: CS-Gas wirkt auf Leute die es gewohnt sind nur eingeschränkt, Das Mitführen von Pfefferspray zum Zweck der Selbstverteidigung ist verboten. Es ist jedoch erlaubt, Pfefferspray zum Schutz vor Tieren zu führen, im Falle der Selbstverteidigung darf man es dann auch gegen Menschen einsetzen.
Eine weitere Möglichkeit sehe ich in dem Erlernen einer Kampfkunst/ eines Kampfsportes, dies dauert aber 'ne Weile.
Eines sollten Sie bei allen Waffen beachten: kommen diese in die Hände des Gegners, kann er sie einsetzen.

MfG
Carsten
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Bin kein Jurist, sage nur meine Meinung!
PS: wer sChreipfehler vindet , darff sie pehalten!

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Alt 07.12.2009, 11:06
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Zitat:
Zitat von LadyD
Angenommen eine junge Frau X wohnt in einer Gegend, die recht "gefährlich" ist (und kann auch nich einfach so umziehen) und ist abends öfter alleine unterwegs und hat jedes mal Angst, ihr könne etwas passieren. Gibt es für X eine möglichkeit etwas zur Selbstverteidigung im Notfall mit sich zu führen (legal)? Gehen wir mal davon aus, dass X über 18 ist und ein sauberes Führungszeugnis hat und auch ansonsten nie aufgefallen ist und auch nicht vorhat dies zu tun?
Selbstverteidigung ist vom Gesetzgeber nicht gern gesehen und stellt keinen "sozial adäquaten Zweck" dar. Aus diesem Grund dürfen Hieb- und Stoßwaffen (Gummiknüppel, Dolch etc) sowie Einhandmesser und feststehende Messer mit Klingenlänge über 12 cm nicht zur Selbstverteidigung mitgeführt werden.

Diese "Regelung" wurde oft (von mir und vielen anderen) kritisiert, da Frauen, Bahnfahrer, Taxifahrer, Trucker so unnötig Gefahren schutzlos ausgesetzt werden. Die pazifistischen Tagträumereien von SPD, Linken und Grünen bezeichne ich gerne als völligen Nonsens, zumal weder Polizei noch Bahn/ÖPNV-Personal in der Lage sind für ausreichende Sicherheit zu sorgen. Das trifft gerade für diejenigen zu, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Wäre ich eine junge Frau mit Angst, so hätte ich keine Scham die Polizei anzurufen, um sicher nach Hause eskortiert zu werden. Allerdings bezweifle ich, dass die Polizei dazu Lust hat.

Wie schon richtig dargelegt, besteht die Möglichkeit sich mit einem Tierabwehrspray (Pfefferspray) auszurüsten. Im Notwehrfall darf auch das gegen Menschen eingesetzt werden. Von CS-Gas rate ich ab, da es oft nicht den erwünschten Effekt hat.

Grundsätzlich ist bei Abwehrspray zu beachten, dass es verschiedene Formen gibt:
- Spray: großer Sprühwinkel, daher windempfindlich
- Flüssigstrahl: Sprühstrahl, wenig windempfindlich, aber auch geringe Trefferfläche
- Gelstrahl: wie Sprühstahl, aber gelartige Konsistenz

Ich würde zur Selbstverteidigung Flüssig- oder Gelstrahl empfehlen. Allerdings nur in Kombination mit einem oder mehreren Selbstverteidigungskursen. Leider ist schwer zu sagen, welcher Selbstverteidigungskurs etwas taugt, denn leider werden oft völlig untaugliche Kurse angeboten.

Das Erlernen einer Kampfkunst ist zwar eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber für die SV wenig geeignet, da es 1. viel zu lange dauert, bis man sich wirklich effektiv verteidigen kann, und 2. man beim Training Sportkleidung trägt. Auf der Straße trägt man aber normale Kleidung und normales Schuhwerk, Frauen oft sogar mit Absätzen.

Von daher rate ich von Kampfkünsten ab und empfehle Selbstverteidigung-"Sportarten", wie Wing Tsun oder Krav Maga. Ausdrücklich abraten möchte ich von feministischen Kursen, wo Männer keinen Zutritt haben. Die sind völlige Geldverschwendung. Im Ernstfall muss sich eine Frau gegen einen Mann behaupten können und nicht nur gegen eine durchgeknallte Emanze.

Der Wing Tsun oder Krav Maga Trainer sollte auf Tierabwehrspray und dessen Benutzung angesprochen werden. Er wird entweder selbst ein Training damit anbieten oder auf einen gesonderten Kurs hinweisen. Für Trainingszwecke gibt es übrigens Abwehrsprays ohne Wirkstoff.

Bei Abwehrspray gilt grundsätzlich:
- Zielen will gelernt und geübt sein!
- Nach einem Treffer rasch seitlich die Position wechseln! Der Gegner sieht vielleicht nichts mehr, weiß aber, wo man steht - wenn man dort stehen bleibt!
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  #5 (permalink)  
Alt 07.12.2009, 15:46
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Weitere Tipps (auch wenn eigentlich ot):

- eine kleine, gefüllte Getränkeflasche in der Handtasche kann ganz schön weh tun!
- Eine gute Zeit auf mind. 400 m ist ein sinnvoller Beitrag zur Gefahrenabwehr!
- Kleidung und Schuhwerk sollten eine Abwehr oder Flucht ermöglichen. Stöckelschuhe und enger Rock sind da eher ungeeignet.
- Wer Waffen oder Hilfsmittel mit sich führt, sollte unbedingt gut damit umgehen können. Sonst womöglich Eigentor (mitunter tödlich).
- Selbstsicherheit ausstrahlen! Kann man lernen und sollte man auch.
- Umgang mit dem Handy üben: meist kann man den Notruf trotz Tastensperre wählen.
- Gefahrensituationen und gefährliche Orte nach Möglichkeit von vorn herein meiden!

Gibt bestimmt noch tausend guter Tipps, aber mir will auf Anhieb nicht mehr einfallen.

Ach ja: Gaspistolen halte ich für wenig geeignet.
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  #6 (permalink)  
Alt 10.12.2009, 13:44
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

hallo,

sind elektroschocker nicht verboten?

lg
fistator
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  #7 (permalink)  
Alt 10.12.2009, 14:11
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Verboten sind:

Zitat:
1.3.6
Gegenstände, die unter Ausnutzung einer anderen als mechanischen Energie Verletzungen beibringen (z. B. Elektroimpulsgeräte), sofern sie nicht als gesundheitlich unbedenklich amtlich zugelassen sind und ein amtliches Prüfzeichen tragen zum Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit; sowie Distanz-Elektroimpulsgeräte, die mit dem Abschuss- oder Auslösegerät durch einen leitungsfähigen Flüssigkeitsstrahl einen Elektroimpuls übertragen oder durch Leitung verbundene Elektroden zur Übertragung eines Elektroimpulses am Körper aufbringen
Ob LadyD überhaupt noch mitliest?
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  #8 (permalink)  
Alt 10.12.2009, 14:49
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AW: "Waffen" zur Selbstverteidigung?

Zitat:
Zitat von 2much
Ob LadyD überhaupt noch mitliest?
Zumindest war sie (?) heute online.
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