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Spiele die "Töten simmulieren"

Dies ist eine Diskussion zu Spiele die "Töten simmulieren" innerhalb des Forums Waffenrecht

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Alt 13.05.2009, 09:31
Boardneuling
 
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Spiele die "Töten simmulieren"

Zu diesem Thema gibt es ja noch keinen Sachverhalt, aber eine Menge Fragen. Ich kann mir darunter noch nicht viel vorstellen. Evtl. kann mich jemand von euch aufklären. Denn unter diese "Spiele, die das Töten simmulieren" würden ja eine Menge Spiele fallen, die sicher nicht gemeint sein können. "Cowboy und Indianer" bei Kindern, Fechten und zu guter Letzt natürlich Paintball. Was dürfen wir also diesbezüglich erwarten? Hat in diesem Punkt die Polizei freie Hand und kann selbst entscheiden, welches Spiel dieses Kriterium des simmulierten Tötens erfüllt?

Es geht noch weiter... wir kennen ja den Fall des LARP-Treffens, das nochmals überprüft werden sollte, weil dort mit (Latex-) Waffen hantiert wurde. Ist soetwas dann auch eine Ordnungswidrigkeit? Wie sieht es genauer mit Rollenspielen aus, die nur am Tisch, also sog. Pen&Paper -Rollenspiel, gespielt werden?

Kann man diesbezüglich schon Prognosen abgeben?
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Alt 13.05.2009, 09:36
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AW: Spiele die "Töten simmulieren"

Nichts genaues weiß man. Offenbar steht das umstrittene Paintball sicher vor dem Verbot. In der logischen Folge müssen Skirmspiele auch darunter fallen.
Für mich stellt sich die Frage, ob mit der geplanten Regelung - ich nenne es mal aktive Spiele gemeint sind, oder auch die PC-Spiele, dessen virtuelle Darstellung auch das töten von Menschen darstellt bzw. simuliert.
Da habe ich noch keine klare Aussage gelesen.

Da muss wir den Gesetzesentwurf abwarten wie der sich liest.
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  #3 (permalink)  
Alt 13.05.2009, 12:01
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AW: Spiele die "Töten simmulieren"

Man kann mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass neben Paintball auch weitere Spiele verboten werden (z. B. Laserdrome). Natürlich wird auch das Waffengesetz wieder einmal verschärft werden. Auch gehe ich davon aus, dass ein solches Gesetz mehr oder weniger schwammig formuliert sein wird, so dass am Ende niemand genau weiß, was verboten ist und was nicht. Auch kann es gut sein, dass Beamte einen gewissen Ermessensspielraum haben werden. Das könnte dann so aussehen, dass "Räuber und Gendarm" dann zwar unter das Verbot fallen könnte, diese Fälle aber nicht verfolgt werden.

Nur in einem kann man sich sicher sein: die Rechte der Bürger werden weiter eingeschränkt und der Effekt (Verhinderung von Amkläufen) wird sich in Grenzen halten.

Dies sollte man bei der Bundestagswahl bedenken, auch wenn es sicherlich wichtigere Themen gibt. Diesbezüglich sind sich CDU, SPD, Linke und Grüne sowieso weitestgehend einig. Und ob die FDP die bessere Alternative ist lasse ich mal dahingestellt. Am Ende siegt wie immer der Populismus und nicht die Vernunft.

Das alles ist natürlich nur mein Eindruck.
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  #4 (permalink)  
Alt 13.05.2009, 13:44
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AW: Spiele die "Töten simmulieren"

Zitat:
Hat in diesem Punkt die Polizei freie Hand und kann selbst entscheiden, welches Spiel dieses Kriterium des simmulierten Tötens erfüllt?
Die Polizei entscheidet grundsätzlich nicht selbstständig, sie hat Gesetze zu befolgen oder anders ausgedrückt die polizei hat gar nicht genug Parameter um selbstständige Entscheidungen zu treffen

Zitat:
Es geht noch weiter... wir kennen ja den Fall des LARP-Treffens, das nochmals überprüft werden sollte, weil dort mit (Latex-) Waffen hantiert wurde. Ist soetwas dann auch eine Ordnungswidrigkeit?
Nein ist es nicht wenn diese auf abgesperrten und privaten Gelände ausgeführt werden. Dort kannst du derzeit (noch) alles machen, Paintballmeisterschaften oder die Meitserschaften im Erbsenpistolen-Wettschießen ausführen (wobei solche Veranstaltungen angemeldet werden müssen).

Zitat:
"Spiele, die das Töten simmulieren" würden ja eine Menge Spiele fallen, die sicher nicht gemeint sein können. "Cowboy und Indianer" bei Kindern, Fechten und zu guter Letzt natürlich Paintball.
Wenn alles verboten würde was das töten simulieren würde kannst du jedes 3 Computerspiel verbieten, selbst Schiffe versenken würde dazu gehören.
Im Grunde würde so eine Klage gegen angebliche "Gewaltspiele" also große Chancen haben durchzukommen, denn es ist schwer eine klare Linie zu ziehen was Gewaltspiel ist und was nicht.
Klassisches Fechten würde aber grundsätzlich nicht unter "simuliertes töten" fallen weil es nicht auf das töten beim fechten ankommt. Es gibt tradionelles Fechten nach franz. oder eng. Stil und es gibt einige Vereine die dieses Fechten (des 16 und 17. Jhr) trainieren. Diese tradionelle Fechten würde also unter "simuliertes töten" fallen.

Und zum paintball, da ist derzeit eine Onlinepetition gegen den Verbot von paintball eingereicht worden. Diese Petitionen haben 3 Wochen Eingangs-Überprüfung dann ist die online und man kann mitzeichnen. Kommt also in einigen Wochen noch was.

Zitat:
Nur in einem kann man sich sicher sein: die Rechte der Bürger werden weiter eingeschränkt und der Effekt (Verhinderung von Amkläufen) wird sich in Grenzen halten.
Und Amokläufe da ist jeder Soldat der kriegsnah ausgebildet wurde oder in einer Spezialeinheit seinen Dienst tut gefährlicher. Die wissen dann wirklich wie sie schießen müssen, bewegte Ziele treffen müssen, wo die treffen müssen. Und die wissen auch (zumindest bei Spezialeinheiten geh ich davon aus) wie man Sprengstoffe verwendet und wie man diese selbst mit einfachsten Mitteln herstellen kann. Das in dieser Richtung noch keine Amokläufe in jüngster Zeit geschehen sind verwundert mich allerdings. Aber ich will mir auch nicht wirklich vorstellen wenn einer mal in nem Einkaufszentrum Amok läuft. Als Anfang der 70er die Vietnam Veteranen mit ihrem Trauma zurückkehrten gab es in dieser Richtung einige sehr schwere Amokläufe.

Zitat:
Kann man diesbezüglich schon Prognosen abgeben?
Die Prognose ist klar, alles was nach Waffe aussieht und/oder mit dem man andere Personen schwer verletzten oder auch töten kann möchte diese derzeitige Regierung verbieten.
Natürlich kann man keine Küchenmesser und keine Kettensägen verbieten aber der Ansatz ist schon längst da weil du mit sowas nicht durch die Straßen laufen darfst (lauf mit nem Baseballschläger auf der Schulter durch die Stadt hast du einiges zu erklären wenn die Polizei gerufen wird).

Nun könnte man anfangen zu spekulieren warum der Staat oder besser die derzeitige Regierung es möchte das die Leute unbewaffnet bzw. nur schwer an Waffen kommen. Angst vor Aufständen fällt mir da spontan ein. Aber Szenen wie die vom 1.Mai/Berlin die wir aus dem TV kennen läßt erkennen das bei Krawallen/Aufständen nicht mal Waffen gebraucht werden um ganze Stadtteile zu verwüsten.

Ein Studienfreund sagte vor Jahren mal zu mir das er eines Tages auf der richtigen Seite des Zauns leben will. Ich denke das drückt heute aus worauf es hinaus laufen wird..
__________________
Das hier Geschriebene stellt lediglich meine Meinung auf fiktive Beiträge und Fragestellungen dar aber keine Vorschläge und keine Rechtberatung und erhebt keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit oder Richtigkeit.
Dazu aus den Forenregeln:
Bitte beantworten Sie nur allgemeine, fiktive (Fiktion = lat. fictio, "Erdichtung", vgl. hierzu wikipedia Eintrag: Fiktion) Beiträge und Fragestellungen.

Geändert von Nilem (13.05.2009 um 14:04 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 13.05.2009, 17:21
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AW: Spiele die "Töten simmulieren"

Zitat:
Zitat von Nilem
Die Polizei entscheidet grundsätzlich nicht selbstständig, sie hat Gesetze zu befolgen oder anders ausgedrückt die polizei hat gar nicht genug Parameter um selbstständige Entscheidungen zu treffen
Das hält die Polizei aber sicher nicht davon ab eine Anzeige zu schreiben.

Zitat:
Nein ist es nicht wenn diese auf abgesperrten und privaten Gelände ausgeführt werden. Dort kannst du derzeit (noch) alles machen, Paintballmeisterschaften oder die Meitserschaften im Erbsenpistolen-Wettschießen ausführen (wobei solche Veranstaltungen angemeldet werden müssen).
Noch. Es geht dem TE aber doch gerade um die Zukunft, wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Zitat:
Klassisches Fechten würde aber grundsätzlich nicht unter "simuliertes töten" fallen weil es nicht auf das töten beim fechten ankommt. Es gibt tradionelles Fechten nach franz. oder eng. Stil und es gibt einige Vereine die dieses Fechten (des 16 und 17. Jhr) trainieren. Diese tradionelle Fechten würde also unter "simuliertes töten" fallen.
Nun, dem Gesetzgeber fällt ja auch nicht der Unterschied zwischen Paintball und simuliertem Töten auf. Und die Rechtssprechung glänzt auch nicht immer.

Zitat:
Und zum paintball, da ist derzeit eine Onlinepetition gegen den Verbot von paintball eingereicht worden. Diese Petitionen haben 3 Wochen Eingangs-Überprüfung dann ist die online und man kann mitzeichnen. Kommt also in einigen Wochen noch was.
Es werden laufend Petitionen eingereicht und im Regelfall kommt da überhaupt nichts bei rum. Bestenfalls muss sich der Bundestag noch einmal damit langweilen lassen. Wer schon mal eine Expertenanhörung verfolgt hat, der weiß, dass unsere Abgeordneten sich gar nicht für Expertenmeinungen oder irgendwelche Petitionen interessieren - außer es kommt ihnen gelegen.

Zitat:
Und Amokläufe da ist jeder Soldat der kriegsnah ausgebildet wurde oder in einer Spezialeinheit seinen Dienst tut gefährlicher. Die wissen dann wirklich wie sie schießen müssen, bewegte Ziele treffen müssen, wo die treffen müssen.
Ja! Verbietet die Bundeswehr! Das sind doch alles potentielle Mörder (im moralischen Sinne), wie wir seit langem wissen.

Zitat:
Natürlich kann man keine Küchenmesser und keine Kettensägen verbieten aber der Ansatz ist schon längst da weil du mit sowas nicht durch die Straßen laufen darfst (lauf mit nem Baseballschläger auf der Schulter durch die Stadt hast du einiges zu erklären wenn die Polizei gerufen wird).
Wohlgemerkt ist es nicht verboten mit einem Baseballschläger oder Golfschläger bewaffnet durch die Innenstadt zu laufen. Es handelt sich ja um ein Sportgerät. Die Polizei nimmt einem sowas nur wegen der Gefahrenabwehr weg. Ansonsten haben die keinerlei Handhabe. Aber wehe man hat ein winziges Taschenmesser dabei, dass sich mit einer Hand feststellen lässt.

Zitat:
Nun könnte man anfangen zu spekulieren warum der Staat oder besser die derzeitige Regierung es möchte das die Leute unbewaffnet bzw. nur schwer an Waffen kommen. Angst vor Aufständen fällt mir da spontan ein. Aber Szenen wie die vom 1.Mai/Berlin die wir aus dem TV kennen läßt erkennen das bei Krawallen/Aufständen nicht mal Waffen gebraucht werden um ganze Stadtteile zu verwüsten.
Beim neuesten Amoklauf waren auch keine Waffen im Spiel. Die Gaspistole und das Messer mal außen vorgelassen. Und Sprengsätze sind, glaube ich, sowieso verboten.

Zitat:
Ein Studienfreund sagte vor Jahren mal zu mir das er eines Tages auf der richtigen Seite des Zauns leben will. Ich denke das drückt heute aus worauf es hinaus laufen wird..
Genauso ist es. Fragt sich nur wo das sein soll.
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