Dies ist eine Diskussion zu Panne bei Tarifumstellung PKV innerhalb des Forums Versicherungsrecht
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| Panne bei Tarifumstellung PKV Folgender Fall: Herr X, ein Selbständiger, PKV- versichert, bekommt Krebs und verliert plötzlich alles dadurch: Firma, Familie, Geld etc., er musste daraufhin Insolvenz anmelden. Er hatte vorher einen Tarif bei der PKV mit jährlicher SB von 2000€ im Jahr. Diese kann er sich nun nicht mehr ständig parat liegen haben, deshalb möchte er den Tarif ändern mit einer geringeren SB von 300€ im Jahr. Der Insolvenzverwalter stimmt zu und der Tarif wird telefonisch geändert. Herr X muss turnusmässig zu kostspieligen Nachuntersuchungen und -behandlungen. Die PKV erstattet problemlos. Doch plötzlich erhält Herr X ein Schreiben von der PKV mit einer freundlichen Entschuldigung, es hätte sich ein Fehler eingeschlichen, es wäre keine Wartezeit von 3 Monaten berücksichtigt worden. Herr X wurde freundlich aufgefordert, die in dieser Zeit erstatteten 1150€ zurück zu bezahlen. er rief sofort entrüstet bei der PKV an. Doch diese erklärte ihm, dass das so in den Vertragsbedingungen stehen würde. Herr X holte diese hervor, 50 Seiten, Schriftgrösse 3 (geschätzt). Nach langem Lesen fand er das tatsächlich. Herr X schilderte den Sachverhalt dem Insolvenzverwalter, doch dieser teilte ihm mit, das er nicht helfen könne. Kann die PKV dieses Geld wirklich zurück verlangen? Kann man von Herr X erwarten, dass er die Bedingungen kennen muss? Hätte ihn die PKV nicht darauf hinweisen müssen? Kann sich der Insolvenzverwalter so einfach raushalten? Müsste nicht vielmehr diese Ausgabe auf das nichtpfändbare Einkommen aufgerechnet werden? Herr X hat zum 01.03. den Tarif gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die höheren Beiträge bezahlt. Kann die PKV erwarten, dass dann 3 Monate gewartet werden soll, d.h.: 3 Monate höhere Beiträge bei alter, schlechterer Leistung? Hätte Herr X von dieser Wartezeit gewusst, wären die Termine für die Nachsorgeuntersuchungen verschoben worden. Was soll Herr X nun tun? Danke für eure Tipps. |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Bin nicht gerade der Experte für Krankenversicherung und erst recht nicht für Insolvenz, aber bevor man hier nun über den Versicherer herzieht sollte man ggf. berücksichtigen, dass vermutlich die Vielzahl der Gesellschaften bei einer Tarifänderung erneute Gesundheitsfragen stellen würden und mit der geschilderten Diagnose hätte dies zur Folge, dass man dauerhaft die 2000 EUR SB gehabt hätte. Als weiteres stellt sich mir die Frage, wieviel Mehrbeitrag sich durch den veränderten SB ergeben hat und wenn alleine nur dieser Bereich geändert wurde, wieviel Vorteil der VN dann überhaupt hat. |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Der Beitrag hat sich verdoppelt. Das Problem ist, dass man als "Insolaner" schlecht 2000€ herumliegen haben darf oder sollte. Wurde denn über die Versicherung hergezogen? Es wurde doch lediglich der Sachverhalt geschildert. |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Wie hat man sich denn vor Umstellung des Tarifs über evtl geänderte Leistungen informiert? Gab es einen Berater? Makler? etc? |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Herr X ging direkt in die zuständige Versicherungsvertretung. Dort wurde er vom Gebietsleiter beraten. Hier kein Wort von einer Wartezeit. Danach ein paar Tage später erfolgte die Umstellung direkt über die Hotline. Auch hier kein Wort von einer Wartezeit. Das verwirende ist, die zahlten ja auch zunächst, doch dann: upps Fehler. Herr X macht natürlich den Gebietsleiter "rund". Doch der redete sich heraus. Das war klar. |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Nein natürlich nicht und war auch nicht so verstanden worden. Ich schrieb ja auch: "bevor man hier nun über den Versicherer herzieht" Allerdings verstehe ich das mit dem Insolvenzrecht und dem Insolvenzverwalter nicht. Beim doppelten Beitrag und einer Verbesserung der SB von 1700 € sind das 141,66 € wenn man die bessere SB zwölftelt. Ich kann mir nicht vorstellen, wenn der Betrag nun doppelt so hoch ist, dass der ursprüngliche Beitrag unter den 141,66 € gelegen hatte. |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV das ganze ist nicht pauschalierbar... Es kommt immer auf die Versicherung an. Da es sich hier praktisch "nur" um eine Umstellung handelt bzw. eine Vorversicherung bestanden hat, müsste theoretisch die Wartezeit entfallen. Das behandeln die Versicherungsunternehmen aber unterschiedlich. Da es aber in diesem Fall im Kleingedruckten steht, wird es schwierig. Andere Frage die sich mir hier stellt. WENN eine Vorversicherung bestanden hat, müsste der VG doch die Erkrankung bekannt sein, oder nicht? Und "ups Fehler" gibts eigentlich nicht. Wie siehts den mit dem Beratungsprotokoll aus? Handelt es sich hierbei eventuell um einen Beratungsfehler?
__________________ meine Aussagen basieren auf persönlichen/beruflichen Erfahrungen.... für die Richtigkeit kann/darf/will ich keine Gewähr übernehmen |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Hallo Katze83, natürlich ist der Versicherung die VG bekannt. Es handelt sich ja lediglich um eine Tarifumstellung innerhalb der bestehenden PKV. Verwirrend war der Tatbestand, dass die Versicherung zunächst zahlte, also innerhalb dieser Wartezeit. Es kam erst einige Woche nach Vertragsumstellung dieses Schreiben: Vielmals Entschuldigung, wir haben einen Fehler gemacht. Wir erstatteten versehentlich Leistungen. Bitte überweisen sie uns den Betrag zurück usw. usw.... Wie gesagt, hätte Herr X von dieser Wartezeit gewusst, die Termine wären natürlich verlegt worden. Viele Grüsse |
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| AW: Panne bei Tarifumstellung PKV Meine Frage nochmals nach dem Beratungsprotokoll.... gibt es eins oder wurde darauf verzichtet? Wenn es eins gibt dann bitte das Protokoll genau anschauen....
__________________ meine Aussagen basieren auf persönlichen/beruflichen Erfahrungen.... für die Richtigkeit kann/darf/will ich keine Gewähr übernehmen |
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