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Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Dies ist eine Diskussion zu Vorstand "mobbt" aktives Mitglied innerhalb des Forums Vereinsrecht

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  #1 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 11:24
Boardneuling
 
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Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Hallo liebe Forenmitglieder,

folgende Situation in einem fiktiven Musikverein würde nach einer Lösung fordern.

Lage:
Musikverein, EV, Vorstand und Satzung Ordnungsgemäß vorhanden.
Im Verein befinden sich Untergruppen (Schlagzeug, Bläser, Mallets, usw.).
Diese Untergruppen haben Gruppenleiter welche gem. Satzung keinem Vereinsorgan angehören.

Ein aktives, ordentliches Mitglied hat für den Verein einen Entwurf zur Satzungsänderung erarbeitet und wird auf Wunsch des Vorstands in eine Vorstandsitzung eingeladen um über den Inhalt zu sprechen.

Ergebnis:
Die Vorstandsitzung war nach ca. 15 Minuten ein einziges Chaos. Fast der gesamte Vorstand incl. anwesender passiver Mitglieder redeten in einem sehr denkwürdigen Format auf den Vorschlagenden ein ("welch ein Auftritt", "du redest dich hier um Kopf und Kragen", usw.).

Nach 2 Stunden Diskussion, weniger über den Inhalt sondern über zwischenmenschliche Probleme wurde die Sitzung geschlossen.

Problem:
Der Kassenwart (im Weiteren K genannt) ist gleichzeitig der Gruppenleiter einer der o.g. Gruppen welcher auch das vorschlagende Mitglied (im Weiteren M genannt) angehört.

K fühlt sich durch den Entwurf so sehr verletzt, dass folgende Aussage im Raum steht: "Entweder geht der oder ich".

M selbst hat schon mehrfach Gesprächsbereitschaft signalisiert und den Verlauf der Vorstandsitzung sehr bedauert.
Was M nicht in Erwägung zieht ist, die Gruppe zu verlassen/wechseln oder seine Mitgliedschaft in den passiven Status ändern zu lassen.

Jetzt versucht der Vorstand mit Mitteln wie, "wir nehmen dich aus der Gruppe raus", "wir denken darüber nach dich passiv zu setzen" oder noch schlimmer "wenn K geht dann komme ich auch nicht mehr".
M wurde sogar auf freundschaftlicher Basis vom ersten Vorsitzenden gebeten, zu einer Übungsstunde nicht zu erscheinen damit K dann und somit auch andere Vorstandsmitglieder erscheinen. M hat dies Ihm zum Gefallen noch akzeptiert und ist dieser einen Übungsstunde aus Rücksicht fern geblieben.

M sind solche Verfahrensweisen sehr befremdlich und grenzen an Mobbing (obwohl das Wort rechtlich für Vereinsarbeit nicht ganz passend ist), ja fast schon an Nötigung § 240 StGB.

Frage:
Welche Möglichkeiten hat M um einen Ausschluss aus der Gruppe oder eine Statusänderung zu verhindern.

Gruß
tschero
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  #2 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 11:38
V.I.P.
 
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Wenn sich eine Mehrheit mit legalen Maßnahmen (eigenes nichterscheinen u.a. ) gegen M wendet, wird M nur die Möglichkeit haben, die Mehrheit aufzuweichen um selbst eine Mehrheit zu erzielen.
Wenn Andere nicht mit Einem zusammenarbeiten wollen, kann der Eine nichts erzwingen.
__________________
Mit Gruß Spezi-3

Wenn der Beitrag nützlich war, kann man ihn bewerten (auf den gelben Punkt oben rechts drücken) danke.
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  #3 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 12:16
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Hi,

M wurde vom Vorsitzenden um ein Fernbleiben dieser einen Stunde gebeten.

Kann der Vorstand den Gruppenwechsel oder die Statusänderung einfach beschliessen obwohl K nicht mit M zurechtkommt und nicht umgekehrt (siehe Beitrag)?
M hat sich in allen Belangen zu 100% gem. der Satzung orientiert, und die rechtlichen und Umgangsformen eingehalten.

Gruß
tschero
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  #4 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 12:31
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Zitat:
Kann der Vorstand den Gruppenwechsel oder die Statusänderung einfach beschliessen
Diese Antwort muss sich aus der Satzung ergeben, dort steht wer was beschließen darf. bzw. wer welche Aufgaben und Rechte hat

Ist nicht der Vorstand bzw. kein anderes Organ zuständig, dann ist es Aufgabe der MV.
__________________
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Ich bin juristischer Laie und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder!
MfG Erbsenzähler
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  #5 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 12:50
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Hi,

der Vorstand ist gem. Satzung für solche Beschlüsse verantwortlich.
Er hat aber keine Gründe gegen M. Nur dass K nicht mit M zurechtkommt. K setzt M die Pistole auf die Brust ("er oder ich") und M sagt eben schieß doch("ich gehe nicht"). Jetzt schwimmen K wohl anscheinend die Felle davon.
Wobei gegen den Beschluss zur MV Einspruch erhoben werden kann.

OK. Leider muss M dass dann so vom Vorstand hinnehmen.

Kann M dazu Rechtsbeistand in Anspruch nehmen.
Ich habe im Forum hier verschiedene BGH urteile und Zitate gefunden, ua auch die Geschichte mit der Waffengleichheit Mitglied --> gegen Vorstand.

Hier gibt es Unterschiedliche Auffassungen mal ja mal nein.

Vielen Dank für die Antworten.

Gruß
tschero

Geändert von tschero (10.02.2012 um 10:00 Uhr).
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Alt 09.02.2012, 13:02
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Natürlich kann man sich jeder Zeit anwaltlichen Rat einholen, nur sollte man nicht davon ausgehen, dass man die Kosten erstattet bekommt.
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  #7 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 13:31
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Das ist klar.

Vielen Dank an alle.

Gruß
tschero
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Alt 12.02.2012, 22:47
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Es bestehen schon ein Paar Möglichkeiten:

- Gespräch mit Vorsitzendem suchen (auf Sachlichkeit pochen - auch für den Fall, dass es sich um einen Kindergarten handelt ;D )
- Gespräch mit K suchen (im günstigsten Fall mit einem befreundeten anderen M)
- falls das alles nicht nützt besteht die Möglichkeit eine aoMV einzuberufen - dafür benötigst man min. 10% der Mitglieder oder 5 Stück - kann in der Satzung anders geregelt sein.

Sollten alle Möglichkeiten ins leere Laufen, dann besteht die Möglichkeit K die Vertrauensfrage zu stellen.....bevor Du so weit gehst sprich darüber mit dem ersten Vorstand.....denn es ist eine schwierige Situation für alle. De facto ist aber der Vorstand verpflichtet, den harmonischen Ablauf des Vereinslebens zu gewährleisten!
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  #9 (permalink)  
Alt 13.02.2012, 09:21
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Zitat:
Zitat von superschnubbel Beitrag anzeigen
... oder 5 Stück...
Wo steht das denn?

Zitat:
Sollten alle Möglichkeiten ins leere Laufen, dann besteht die Möglichkeit K die Vertrauensfrage zu stellen.
Vertrauensfrage im Vereinsrecht?

Wenn schon dann eine Widerruf der Bestellung nach §27 BGB und auch das nur wenn es auf der TO fristgerecht bekannt gegeben wurde.
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  #10 (permalink)  
Alt 13.02.2012, 16:51
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AW: Vorstand "mobbt" aktives Mitglied

Zitat:
Zitat von tschero Beitrag anzeigen
Ein aktives, ordentliches Mitglied hat für den Verein einen Entwurf zur Satzungsänderung erarbeitet und wird auf Wunsch des Vorstands in eine Vorstandsitzung eingeladen um über den Inhalt zu sprechen.

Ergebnis:
Die Vorstandsitzung war nach ca. 15 Minuten ein einziges Chaos. Fast der gesamte Vorstand incl. anwesender passiver Mitglieder redeten in einem sehr denkwürdigen Format auf den Vorschlagenden ein ("welch ein Auftritt", "du redest dich hier um Kopf und Kragen", usw.).

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M sollte Erkennen, dass er Mitglied einer Irrenanstalt ist und diese freiwillig verlassen.
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