Impressum | Disclaimer | Anmeldung / Login
 


Jetzt hier registrieren

Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Dies ist eine Diskussion zu Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar? innerhalb des Forums Urheberrecht

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

  #1 (permalink)  
Alt 15.02.2012, 09:48
Junior Mitglied
 
Registriert seit: Jun 2009
Alter: 33
Beiträge: 61
Keine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Miru8112 hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Grüße,

die Frage ist nicht halb so polemisch oder stammtischinduziert, wie man (zunächst zurecht) denken mag, sondern wird von ehrlichem Wissensdurst und Unverständnis getragen.

Die Frage:


Wieso ist man gegen Abmahnungen zwielichtiger RA'e quasi machtlos, wenn diese behaupten man habe Urheberrechtlich geschütztes Material (meist ja Filme oder Musik) heruntergeladen.
Die feinen Herren präsentieren dann IP Adressen und den genauen Zeitpunkt zu dem dies geschehen sein soll und beanspruchen 4-stellige Summen zur Sühne des beispiellosen Vergehens.

Mehrfach so geschehen, im Familien- und Bekanntenkreis.

In mindestens 2 Fällen konnte bewiesen werden, dass der Downloadvorgang nicht stattgefunden haben kann, da die Hauseigentümer sowie der Anschlussinhaber sich auf der Arbeit befanden als der DL gestartet worden sein soll.
In einem anderen Fall befand sich der Eigentümer des Anschlusses nachweislich auf der Arbeit, der Mitnutzer nachweislich im Ausland als der Vorgang stattgefunden haben soll.

Beide Beschuldigten suchten den Rat von Anwälten, welche sich nach eigenen Angaben auf derartige Urheberrechtsverletzungen und Abmahnungen spezialisierten.

Das Ergebnis: Beide Beschuldigten mussten die Abmahngebühren zahlen. Die, sich selbst feiernden Anwälte, konnten den Betrag lediglich "drücken". Mit den, m.E. hochinteressanten Informationen, dass die Beschuldigten nicht zugegen waren, jedoch nichts ausrichten.

Im Ernst jetzt... Kann mir das jemand erklären?
Für mich stellt sich die Lage so dar: Habe ich einen Internetanschluss ist es nur eine Frage von Zeit uns Zufall bis sich ein "Abmahnanwalt" bei mir meldet und 4-stellige Beträge fordert, welche ich dann auf jeden Fall - und sei es eine nach Verhandlungen reduzierte Summe - bezahlen muss. Ob ich tatsächlich DL'e spielt hierbei keine Rolle, ebensowenig wie die Tatsache ob ich zu dem Zeitpunkt überhaupt in der Nähe meines Anschlusses war und meine Abwesenheit beweisen kann.

Kann man irgendetwas tun um sich hiervor zu schützen?!

Vielen Dank für die Geduld diesen Post bis zum Ende zu lesen und
die evt. Antworten.

LG

M.
Mit Zitat antworten


  #2 (permalink)  
Alt 15.02.2012, 16:31
Aktives Mitglied
 
Registriert seit: Jan 2011
Beiträge: 124
Keine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von Miru8112 Beitrag anzeigen
Grüße,

die Frage ist nicht halb so polemisch oder stammtischinduziert, wie man (zunächst zurecht) denken mag, sondern wird von ehrlichem Wissensdurst und Unverständnis getragen.

Die Frage:


Wieso ist man gegen Abmahnungen zwielichtiger RA'e quasi machtlos, wenn diese behaupten man habe Urheberrechtlich geschütztes Material (meist ja Filme oder Musik) heruntergeladen.
Die feinen Herren präsentieren dann IP Adressen und den genauen Zeitpunkt zu dem dies geschehen sein soll und beanspruchen 4-stellige Summen zur Sühne des beispiellosen Vergehens.

Mehrfach so geschehen, im Familien- und Bekanntenkreis.

In mindestens 2 Fällen konnte bewiesen werden, dass der Downloadvorgang nicht stattgefunden haben kann, da die Hauseigentümer sowie der Anschlussinhaber sich auf der Arbeit befanden als der DL gestartet worden sein soll.
In einem anderen Fall befand sich der Eigentümer des Anschlusses nachweislich auf der Arbeit, der Mitnutzer nachweislich im Ausland als der Vorgang stattgefunden haben soll.

Beide Beschuldigten suchten den Rat von Anwälten, welche sich nach eigenen Angaben auf derartige Urheberrechtsverletzungen und Abmahnungen spezialisierten.

Das Ergebnis: Beide Beschuldigten mussten die Abmahngebühren zahlen. Die, sich selbst feiernden Anwälte, konnten den Betrag lediglich "drücken". Mit den, m.E. hochinteressanten Informationen, dass die Beschuldigten nicht zugegen waren, jedoch nichts ausrichten.

Im Ernst jetzt... Kann mir das jemand erklären?
Für mich stellt sich die Lage so dar: Habe ich einen Internetanschluss ist es nur eine Frage von Zeit uns Zufall bis sich ein "Abmahnanwalt" bei mir meldet und 4-stellige Beträge fordert, welche ich dann auf jeden Fall - und sei es eine nach Verhandlungen reduzierte Summe - bezahlen muss. Ob ich tatsächlich DL'e spielt hierbei keine Rolle, ebensowenig wie die Tatsache ob ich zu dem Zeitpunkt überhaupt in der Nähe meines Anschlusses war und meine Abwesenheit beweisen kann.

Kann man irgendetwas tun um sich hiervor zu schützen?!

Vielen Dank für die Geduld diesen Post bis zum Ende zu lesen und
die evt. Antworten.

LG

M.
Lieber Forumsfreund,
ja die Abmahner sind sehr üble Burschen.
Ich kenne da einen Fall, da hat jemand aus einem Weltbildprospekt
ein Bild von Ulli Stein für einen Tag in sein Forum eingestellt, weil er seinen Freunden ein Spaß machen wollte. Ulli Stein war ihm im Übrigen kein Begriff.
Man dachte sich nichts dabei, denn bei Weltbild war man guter Kunde, ausserdem wurde es Weltbild mitgeteilt.
Auf dem Prospekt war ein Buch abgebildet aus dem die Zeichnung war auf dem Weltbild stand, also ging man davon aus, dass Weltbild der Rechteinhaber war.
Ein Impressum oder dergleichen war nicht vorhanden.
Ein Prospekt aus einem Katalog der zu 100 tausenden verteilt wird, da wird plötzlich ein Vermögensschaden reklamiert.
Nun gut es kam eine Abmahnung, die wurde vor einem Jahr zurückgewiesen.
Nun, fast ein Jahr später kam eine Klage beim LG mit einem Streitwert von 30000 EURO.
Bei dieser Unverhältnismäßigkeit wackelt man auch nur mit den Ohren.
Am besten das Internet nur zum Schreiben von E-mails verwenden und eventuell noch bei Google suchen, sonst nichts mehr.
Früher waren es die Haustürgeschäfte, jetzt ist es das Internet?
Die Abmahnung kam so schnell, also unverzüglich nach dem EInstellen ins Internet, dass man davon ausgehen kann, dass der Anwalt vor dem PC sitzt und auf die Opfer wartet?
__________________
Besten Dank im voraus.
Dies war nur meine bescheidene subjektive Meinung.
Freundliche Grüße
Benbulben
Mit Zitat antworten

  #3 (permalink)  
Alt 15.02.2012, 16:35
V.I.P.
 
Registriert seit: Aug 2007
Alter: 46
Beiträge: 21.151
99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)99% positive Bewertungen (21151 Beiträge, 1541 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von Miru8112 Beitrag anzeigen
Wieso ist man gegen Abmahnungen zwielichtiger RA'e quasi machtlos,
Ist man überhaupt nicht. Man muss sich eben nur auf den Prozess einlassen. Zurzeit sind einige Prozesse anhängig, die beispielsweise die Nachweise in Frage stellen. Und es sind auch schon eine ganze Menge Abmahner vor Gericht gescheitert.

Zitat:
Beide Beschuldigten suchten den Rat von Anwälten, welche sich nach eigenen Angaben auf derartige Urheberrechtsverletzungen und Abmahnungen spezialisierten.

Das Ergebnis: Beide Beschuldigten mussten die Abmahngebühren zahlen. Die, sich selbst feiernden Anwälte, konnten den Betrag lediglich "drücken".
Nein, die Anwälte haben (da gehe ich jede Wette ein) die Abgemahnten vor die Wahl gestellt: zahlen oder das Prozessrisiko eingehen.

Zitat:
Habe ich einen Internetanschluss ist es nur eine Frage von Zeit uns Zufall bis sich ein "Abmahnanwalt" bei mir meldet und 4-stellige Beträge fordert, welche ich dann auf jeden Fall - und sei es eine nach Verhandlungen reduzierte Summe - bezahlen muss.
Sorry, das ist Unsinn.
__________________
"Und was soll ich Dich lehren? Das Müllern - oder auch alles andere?", wollte der Meister wissen.
"Das andere auch", sagte Krabat.
In memoriam Otfried Preußler

Bitte nicht auf PNs reagieren, die unbürokratisch Hilfe bei BtM- und Führerscheinproblemen anbieten! Diese grundsätzlich dem Admin melden.
Mit Zitat antworten

  #4 (permalink)  
Alt 15.02.2012, 17:40
V.I.P.
 
Registriert seit: Oct 2009
Ort: LE
Alter: 31
Beiträge: 4.431
98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)98% positive Bewertungen (4431 Beiträge, 376 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Ach, da ist doch immer einiges im Fluss, muss man nur mal die höheren Gerichte zu Rate ziehen. Nach OLG Köln (AZ 6 W 30/11) bspw. wurde ne Klage des rechteinhabers aufgrund einer Nichtabgabe einer zu weit reichenden Unterlassungserklärung als Klageüberfall gewertet. Dann kann man bei unrechtmäßigen Abmahungen seine Anwaltskosten ersetz bekommen- da hab ich jetzt aber keine Entscheidung zur Hand. Gibt schon einiges an Rsp., die diese zwielichtigen Abmahner etwas ausbremsen.
Mit Zitat antworten

  #5 (permalink)  
Alt 15.02.2012, 17:40
V.I.P.
 
Registriert seit: Nov 2007
Beiträge: 3.113
98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)98% positive Bewertungen (3113 Beiträge, 260 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Wenn ein Anschlussinhaber nicht zu Hause war und daher nachweislich den Verstoß nicht selber begangen haben kann, dann kann es sein, dass der WLAN-Anschluss nicht ordentlich gesichert war und sich daher jemand in das Netz einhacken konnte.

Der Anschlussinhaber kann dann in Anspruch genommen werden, sein WLAN ordentlich zu verschlüsseln und ein sicheres Passwort zu wählen.

Eine diesbezügliche Abmahnung inkl. Gebühr ist laut BGH berechtigt.
Mit Zitat antworten

  #6 (permalink)  
Alt 19.02.2012, 14:06
V.I.P.
 
Registriert seit: May 2008
Beiträge: 8.292
90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von Miru8112 Beitrag anzeigen
Wieso ist man gegen Abmahnungen zwielichtiger RA'e quasi machtlos, wenn diese behaupten man habe Urheberrechtlich geschütztes Material (meist ja Filme oder Musik) heruntergeladen.
Man ist nicht "machtlos", man kann den Anspruch mühelos bestreiten und von einem Gericht überprüfen lassen.

Im übrigen sind die abmahnenden Rechtsanwälte nicht "zwielichtig", sondern von den Rechteinhabern mit der Abmahnung beauftragt. Ohne einen solchen Auftrag könnten sie gar nichts abmahnen.
Zitat:
Mehrfach so geschehen, im Familien- und Bekanntenkreis.

In mindestens 2 Fällen konnte bewiesen werden, dass der Downloadvorgang nicht stattgefunden haben kann, da die Hauseigentümer sowie der Anschlussinhaber sich auf der Arbeit befanden als der DL gestartet worden sein soll.
Das zeigt doch wunderbar, daß man überhaupt nicht "machtlos" ist.

Zitat:
Das Ergebnis: Beide Beschuldigten mussten die Abmahngebühren zahlen. Die, sich selbst feiernden Anwälte, konnten den Betrag lediglich "drücken". Mit den, m.E. hochinteressanten Informationen, dass die Beschuldigten nicht zugegen waren, jedoch nichts ausrichten.
Ja. Es gibt in bestimmten Grenzen eine "Störerhaftung" - das heißt: der Inhaber eines Internetzugangs haftet in gewissen Grenzen auch für das, was andere Leute mit diesem Zugang machen.

So wie ein KFZ-Eigentümer ja auch für das haftet, was ein anderer mit seinem Auto an Schäden anrichtet.

Zitat:
Für mich stellt sich die Lage so dar: Habe ich einen Internetanschluss ist es nur eine Frage von Zeit uns Zufall bis sich ein "Abmahnanwalt" bei mir meldet und 4-stellige Beträge fordert, welche ich dann auf jeden Fall - und sei es eine nach Verhandlungen reduzierte Summe - bezahlen muss.
Nein. Das passiert nur, wenn über diesen Anschluss Urheberechtsverletzungen begangen wurden.

Wenn man mal einen aber wirklich kleinen Anteil von Fehlern, wo wirklich Daten falsch übermittelt wurden, beiseite lässt. Das kommt genauso vor, wie auch ein KFZ-Eigentümer unter Umständen mal einen unrichtigen Bußgeldbescheid bekommt, weil ein Sachbearbeiter z.B. das Foto einer Raderüberwachungsanlage falsch ausgewertet hat.

Zitat:
Ob ich tatsächlich DL'e spielt hierbei keine Rolle, ebensowenig wie die Tatsache ob ich zu dem Zeitpunkt überhaupt in der Nähe meines Anschlusses war und meine Abwesenheit beweisen kann.
Ja. Denn man haftet in gewissen Grenzen für den Anschluss.

Zitat:
Kann man irgendetwas tun um sich hiervor zu schützen?!
Ja. Sogar ganz einfach.

Man muß nur dafür sorgen, daß entweder nur man selbst und niemand anderer den eigenen Internet-Anschluss benutzen kann. Oder aber man gewährt nur solchen Leuten auch Zugang, von denen man weiß, daß sie den Anschluss nicht benutzen, um damit Straftaten zu begehen.

So wie man sein Auto ja auch nur Leuten verleiht, von denen man weiß, daß sie vernünftig damit umgehen.
__________________
Was wiegt sechs Unzen, sitzt im Baum und ist äußerst gefährlich? - Ein Sperrling mit einem Maschinengewehr.
Mit Zitat antworten

  #7 (permalink)  
Alt 19.02.2012, 14:15
V.I.P.
 
Registriert seit: May 2008
Beiträge: 8.292
90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von Benbulben Beitrag anzeigen
Ich kenne da einen Fall, da hat jemand aus einem Weltbildprospekt
ein Bild von Ulli Stein für einen Tag in sein Forum eingestellt, weil er seinen Freunden ein Spaß machen wollte. Ulli Stein war ihm im Übrigen kein Begriff.
Man dachte sich nichts dabei, denn bei Weltbild war man guter Kunde, ausserdem wurde es Weltbild mitgeteilt.
Auf dem Prospekt war ein Buch abgebildet aus dem die Zeichnung war auf dem Weltbild stand, also ging man davon aus, dass Weltbild der Rechteinhaber war.
Weltbild durfte das Bild zweifellos benutzen, ja.

Aber das heißt nicht, daß der Weltbild-Kunde nun auch ein Nutzungsrecht hat, es in einem WWW-Forum zu veröffentlichen.
Zitat:
Ein Impressum oder dergleichen war nicht vorhanden.
Das ist auch völlig unnötig in Hinblick auf die Urheberrechtsverletzung. Davon mal ganz abgesehen, daß in einem Weltbild-Katalog schon steht, wer ihn herausgegeben hat. Sogar ganz vorne drauf, ganz groß...
Zitat:
Ein Prospekt aus einem Katalog der zu 100 tausenden verteilt wird, da wird plötzlich ein Vermögensschaden reklamiert.
Ja. Und zwar im Wege der sogenannten "Schadensersatzanalogie". Der Schaden ist das Honorar, daß der Betreffende hätte zahlen müssen, wenn er das Werk (hier die Uli Stein-Zeichnung) korrekt lizensiert hätte.

Uli Stein ist übrigens sauteuer, wenn man von dem eine Nutzungslizenz haben will...
[quote9Nun gut es kam eine Abmahnung[/quote]
Völlig zu recht.

Zitat:
die wurde vor einem Jahr zurückgewiesen.
Das war sehr dumm.
Zitat:
Nun, fast ein Jahr später kam eine Klage beim LG mit einem Streitwert von 30000 EURO.
Angesichts der marktüblichen Uli Stein-Honorare (die sich alle im 4-stelligen Bereich bewegen) scheint mir ein Streitwert von 30.000 Euro (Streitwert ist nicht mit der Schadensersatzforderung zu verwechseln!) nicht überhöht, aber ob der Streitwert korrekt angesetzt oder überhöht ist, kann man ggf. vom Gericht jederzeit nachprüfen lassen.

Sollte der Streitwert vom Gericht herabgesetzt werden, sinkt auch die Gebührenforderung entsprechend. Da würde dann der mit der Abmahnung beauftragte Anwalt auf einen beträchtlichen Teil seines Honorars verzichten müssen.

Zitat:
Bei dieser Unverhältnismäßigkeit wackelt man auch nur mit den Ohren.
Da ist nichts "unverhältnismäßig", und der Abgemahnte sollte ja auch keine 30.000 Euro zahlen, das war nur der Streitwert, an dem sich die Anwaltsgebühren (und ggf. sonstigen Verfahrenskosten) orientieren.
Zitat:
Am besten das Internet nur zum Schreiben von E-mails verwenden und eventuell noch bei Google suchen, sonst nichts mehr.
Am besten einfach keine Bilder fremder Leute veröffentlichen, ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. So wie man auch nicht die Fahrräder anderer Leute benutzt, ohne vorher zu fragen. Dann passiert auch nix.
Zitat:
Die Abmahnung kam so schnell, also unverzüglich nach dem EInstellen ins Internet, dass man davon ausgehen kann, dass der Anwalt vor dem PC sitzt und auf die Opfer wartet?
Wäre die Abmahnung später gekommen, wär es noch teurer geworden - der Schadensersatzanspruch richtet sich bei Veröffentlichungen im Internet nämlich auch nach der Dauer der illegalen Nutzung...

Davon abgesehen ist es das gute Recht eines Geschädigten, gegen die Schädigung unverzüglich vorzugehen. Warum sollte er damit warten?
__________________
Was wiegt sechs Unzen, sitzt im Baum und ist äußerst gefährlich? - Ein Sperrling mit einem Maschinengewehr.
Mit Zitat antworten


  #8 (permalink)  
Alt 24.03.2012, 16:08
Aktives Mitglied
 
Registriert seit: Jan 2011
Beiträge: 124
Keine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Benbulben hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
Das war sehr dumm.
Verehrter Herr,
verstösst diese Ausdrucksweise nicht gegen die Forumsregeln?
__________________
Besten Dank im voraus.
Dies war nur meine bescheidene subjektive Meinung.
Freundliche Grüße
Benbulben
Mit Zitat antworten

  #9 (permalink)  
Alt 25.03.2012, 18:27
V.I.P.
 
Registriert seit: May 2008
Beiträge: 8.292
90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)90% positive Bewertungen (8292 Beiträge, 428 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zitat:
Zitat von Benbulben Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von TomRohwer
Das war sehr dumm.
Verehrter Herr,
verstösst diese Ausdrucksweise nicht gegen die Forumsregeln?
Nein. Wieso sollte sie?

Warum sollte man die die dumme Handlung eines Protagonisten in einem geschilderten Fall nicht als dumm bezeichnen?

Wenn in einem Fall in der Strafrechtsrubrik geschildert wird, daß der Bankräuber seinen Personalausweis am Tatort zurückließ, dann wird man das auch als "sehr dumm" bezeichnen. Warum auch nicht?
__________________
Was wiegt sechs Unzen, sitzt im Baum und ist äußerst gefährlich? - Ein Sperrling mit einem Maschinengewehr.
Mit Zitat antworten

  #10 (permalink)  
Alt 28.03.2012, 13:07
Senior Mitglied
 
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 288
100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)100% positive Bewertungen (288 Beiträge, 21 Bewertungen)  
AW: Grundsätzliches: Wieso sind Abmahnungen wg. UrhR.verletzungen quasi unangreifbar?

Zum Thema: Wie kann man beweisen, ob zum Tatzeitpunkt ein Urheberrechtsverstoß nicht begangen werden konnte?

Eigentlich gar nicht. Denn viele Programme, mit denen man urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen und gleichzeitig verbreiten kann, kann man zeitgesteuert betreiben. Somit ist die Anwesenheit zum Tatzeitpunkt unerheblich.

Aber:
Wer als Internetrouter eine FRITZ!Box von AVM nutzt, kann sich nachts vollautomatisch Verbindungsprotokolle an seine eigene E-Mail schicken lassen. In diesen sind dann Informationen enthalten, wann der Router sich mit dem DSL verbunden hat, welche IP-Adresse der Anschluss zugeteilt bekommen hat, welche Geräte sich wann per WLAN am Router angemeldet haben etc. ...

Derartige Protokolle dann in der Gerichtsverhandlung vorlegen, falls die von der abmahnenden Seite angeblich zum Tatzeitpunkt verwendete IP-Adresse nicht mit der des Protokolls übereinstimmt.

Ein unabhängiger EDV-Sachverständiger wird dann sicher auch zur Klärung beitragen können.

Zumindest könnte das Gericht begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit erkennen und die Klage abweisen.

Ansonsten sollte man, falls man ein drahtloses Netzwerk betreibt, dieses mit der aktuellen Technik verschlüsseln und ein sicheres Kennwort verwenden. Das Internet bietet hier eine unermessliche Fülle an HowTos, manchmal soll da die Bedienungsanleitung des Routers auch eine gute Quelle sein...

Sichert man sein WLAN nicht entsprechend ab, könnte man als Mitstörer in Haftung genommen werden.

Geändert von mknf (28.03.2012 um 13:13 Uhr). Grund: Ergänzungen und Rechtschreibkorrekturen...
Mit Zitat antworten

Antwort

Stichworte
abmahnanwalt, abmahnung, download, urheberrecht, urheberrechtsverletzung

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht


Ähnliche Themen
Thema Forum Letzter Beitrag
Filesharing-Abmahnungen sind häufig unwirksam Nachrichten: Recht & Gesetz 18.01.2012 10:26
Abmahnungen wegen angeblicher Verletzungen der Marke KOSIMA-HAUS unbegründet Nachrichten: Internet & IT 28.01.2009 10:57
Urteile des BGH quasi Gesetz? Recht, Politik und Gesellschaft 27.01.2009 16:00
Quasi-Rufbereitschaft nach Dienstende Beamtenrecht 07.11.2008 18:48
Grundsätzliches zur Anzeige Strafrecht / Strafprozeßrecht 09.10.2007 16:07





Lexikon

Gesetze

Anwälte für Urheberrecht

Newsletter

JuraForum.de bietet Ihnen einen kostenlosen juristischen Newsletter:

© 2003-2013 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.

Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum


Suche: Rechtsanwalt | Steuerberater | Übersetzer

Rechtsanwalt Berlin | Rechtsanwalt Hamburg | Rechtsanwalt München | Rechtsanwalt Köln | Rechtsanwalt Frankfurt


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch), Copyright ©2000 - 2014, Jelsoft Enterprises Ltd.
"Wiki" powered by VaultWiki v2.5.7, © 2008-2014, Cracked Egg Studios