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Wie viel soll ich mir am Anfang zumuten?

Dies ist eine Diskussion zu Wie viel soll ich mir am Anfang zumuten? innerhalb des Forums Tipps für Erstsemester

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Alt 15.07.2010, 22:47
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Wie viel soll ich mir am Anfang zumuten?

Hey allerseits,
erstmal hallo an alle, denn das ist mein erster Beitrag hier. Ich werde ab Oktober anfangen, Jura zu studieren, vermutlich in Heidelberg, und wollte mir schon einmal einen gewissen Einblick in das Studium verschaffen.

Zur zeit bin ich schon recht aufgeregt, freue mich aber auch schon sehr auf das Studium und viele interessante Rechtsgebiete. Nun habe ich mir mal den Musterstudienplan meiner Wunschuni angeschaut und festgestellt, dass man am Anfang, wenn man die AGs mitnimmt (was ja wohl sehr empfehlenswert sein soll), mit den Veranstaltungen (je Einführung ZivilR, ÖffR und StrafR) so ca. 17 SWS hat. Dazu noch die Grundlagenfächer (die Uni schreibt nachdrücklich, man solle MINDESTENS 2 davon nehmen), meines Wissens Verfassungsgeschichte der Neuzeit und Rechtsgeschichte (ob römisch oder deutsch, weiß ich grad nicht), wären 21, weil ich gelesen habe, den Grundlagenschein sollte man schon recht früh machen. Und darüberhinaus gibt es, so habe ich im Online-Vorlesungsverzeichnis gelesen, eine Vorlesung WiWi für juristen mit eingeschlossener Übung, nochmla 4 SWS, womit mein Wunschpensum bei 25 SWS läge. Meint ihr, dass das für das 1. Semester empfehlenswert und realistisch ist? Ich würde nämlich sehr gerne die WiWi mitnehmen, da ich politisch und ökonomisch äußerst breit interessiert bin und vom 2. bis 4. Semester gerne das anglo-american law machen würde (jaja, Sprachen mag ich nämlich auch sehr gerne, v.a. Englisch^^), sodass ansonsten für solche Außerpflichtveranstaltungen kaum Platz bliebe.
Was meint ihr dazu? Ruhig von Anfang an alles mitnehmen, oder lieber ruhig angehen lassen?


Und noch zwei kleine Fragen: Ich weiß, dass die schon z.T. in anderen Threads diskutiert werden, aber das Thema Ausbildungsliteratur ist ja ein ewiges Thema. Bis jetzt hab ich zwei so kleine Einführungsbüchlein, eins von R. Zippelius und eines "Jura leicht gemacht", dazu so ein etwas dickeres Büchlein über Arbeitstechniken usw. und, heute gekauft, ein Grundlagenskript BGB AT von Alpmann/Schmidt, die 12,50€ war es mir wert, zu sehen, ob ich mich eher damit anfreunden kann oder bspw. mit Hemmer (A/S gefällt mir noch besser, die sind nämlich optisch schöner, da bunt^^). Dann habe ich hier gelesen, dass sich als ZivilR-Buch der Brox empfiehlt; Gibt es noch irgendwelche dringenden Empfehlungen, die wirklich nützlich sind?

Und Frage 2: Ich werde zu Studienbeginn erst 18 sein und damit mit Sicherheit einer der jüngsten. Ist es nach euren Erfahrungswerten so, dass auch ältere Kommilitonen und insbes. die Profs auch gut mit Leuten umgehen können, die jünger sind, da ja normalerweise erst mit 19/20 studiert wird?


Entschuldigt bitte meine Bleiwüste, aber ich möchte unbedingt mehr über das Studium wissen und bin schon sehr, sehr neugierig.
Gibt es hier eigentlich Unterforen für verschiedene Unis, wo man z.B. Profs und Veranstaltungen besprechen könnte, und wenn nein, wo könnte man das vorschlagen? Ich bin selbst sehr aktiv bei einem Diskussionsforum und interessiere mich deshalb sehr für solche Sachen.
So, das wars jetzt wirklich

In Erwartung von netten Antworten,
HeiTim
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  #2 (permalink)  
Alt 05.08.2010, 09:28
Boardneuling
 
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AW: Wie viel soll ich mir am Anfang zumuten?

Hallo du,
und herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung fürs Jurastudium
25 SWS sind in Jura ganz normal, egal in welchem Semester. Das wird später eher mehr als weniger. Von daher empfehle ich dir, die Kurse zu wählen, an denen du Freude hast - neben dem Grundpflichtstoff, den du sowieso belegen musst.

Wenn du im Laufe des Semesters merkst, dass es für dich doch zu viel war, kannst du immer noch manche Kurse wieder unter den Tisch fallen lassen.

Höre bitte auf, dir jetzt schon diese Rep-Skripte zu kaufen. Die sind, wenn überhaupt, für Leute gedacht, die den Stoff schon komplett verinnerlicht haben und nur nochmal in Kurzform wiederholen wollen. Für Anfänger ohne Vorkenntnisse ist das überhaupt nichts! Da sollte man erstmal mit der Vorlesung, einem richtigen Lehrbuch und den Fallbearbeitungstechniken arbeiten, die man in den Arbeitsgemeinschaften der Uni lernt.

Welche Literaturempfehlungen es zu den einzelnen Fächern gibt, das werden euch die Professoren innerhalb der ersten Vorlesungswoche mitteilen. Darauf solltest du erstmal warten.

Zum anderen halte ich es für gefährlich, ohne Vorkenntnisse selbstständig vorlernen zu wollen , weil es schon pasieren kann, dass man Dinge falsch versteht. Später muss man dann wieder umlernen.

Von daher empfehle ich dir, den Sommer (was davon noch übrig ist) zu genießen, ggf. nochmal in den Urlaub zu fahren, dich zu erholen und dann im Oktober motiviert und mit Energie ins Studium zu starten.
Dass du erst 18 bist, macht überhaupt nichts. Du wirst allein aufgrund des Alters nicht mehr oder weniger anecken als ein 25-jähriger oder 30-jähriger. Kommt halt drauf an, was man so für soziale Kompetenzen mitbringt

Viel Spaß im Studium!
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  #3 (permalink)  
Alt 05.08.2010, 15:46
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Registriert seit: Jul 2010
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AW: Wie viel soll ich mir am Anfang zumuten?

Liebe Sonnenhuepferin,
Danke für deinen Beitrag!

Ich bin erleichtert, zu hören, dass so ein Stundenpensum nicht außergewöhnlich ist, denn gelegentlich neige ich dazu, mir zu viel vorzunehmen (fürs 2. Semester komme ich nach meinen Berechnungen auf bis zu 29 SWS...). Ich war nur verunsichert von einem ZEIT-Studienführer, der empfahl, man sollte höchstens (!) 15-20 Stunden die Woche haben, aber das ist dann wohl nicht ganz wahrheitsgemäß!

Inzwischen habe ich auch schon gemerkt, dass es nicht unbedingt hilfreich ist, schon vor Studienbeginn viel zum Studium zu lesen, wahrscheinlich wollen die Repetitoriumsverlage nur früh Kundenbindung betreiben und viel Geld verdienen. Mit den juristischen Themen werde ich schon die nächsten 8-9 Semester beschäftigt genug sein^^

Schön übrigens, dass doch noch jemand sich ein Herz gefasst und mir geantwortet hat , heute kam der offizielle Zulassungsbescheid aus Heidelberg! Dann kann ich jetzt ja beruhigt in mein Studium starten.


lg,
HeiTim
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